Fünf Jahre liess der Hellbilly die Welt warten und jetzt kriecht er mit «Tarantula» wieder aus der Gruft – breitbeinig und lauter als der ganze brave Streaming-Einheitsbrei zusammen. Rob Zombie hat den Clip aus seinem achten Soloalbum «The Great Satan» entfesselt, jenem Brocken, der am 27. Februar 2026 in die Regale donnerte – sein erstes Studiowerk seit 2021. Und das Ding groovt wie eine Abrissbirne mit Rhythmusgefühl.
«Tarantula» stampft im klassischen Hellbilly-Modus durch den Gehörgang: fettes Industrial-Riffing, dieser unverkennbare, dreckige Zombie-Schmacht im Refrain und ein Groove, der einen unweigerlich mit dem Schädel nicken lässt, ob man will oder nicht. Hier wird nichts neu erfunden – hier wird zelebriert, was Zombie seit «Hellbilly Deluxe» zur Perfektion geprügelt hat: Horror-Rock’n’Roll, der nach Benzin, Drive-in-Kino und billigem Bourbon riecht.
Das Video setzt auf rohe Performance in grellem Gelb, kein Schnickschnack, keine aufgeblasene Filmhandlung. Nur die Band, die den Song mit voller Wucht in die Kamera rotzt – und das genügt vollauf. Kein Experiment, dafür ein Riff wie ein Faustschlag. Manchmal benötigt es keine Neuerfindung, nur Lautstärke. Und solange einer dieses dreckige Hellbilly-Feuer am Lodern hält, bleibt der Mainstream getrost im Wartezimmer sitzen!






«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.







