In den stillen Kammern unter dem Wüstensand schläft nicht nur Staub, sondern Erinnerung. «She Who Breathes Life» ist mehr als ein Lied. Es ist eine Beschwörung. Eine Wiedererweckung eines uralten Atems, der einst auf den goldenen Lippen Tutanchamuns ruhte. Ein Spruch aus dem Totenbuch, nicht gelesen, sondern gesungen – in der Sprache jener, die den Tod nicht als Ende, sondern als Schwelle verstanden.

Wenn Nemuer und Karl Sanders diesen Klang entfesseln, wird Zeit porös. Die Trompete des jungen Pharaos erklingt erneut, ein metallener Hauch aus der Tiefe der Jahrtausende. Ihre Schwingung trägt das Echo von Ritualen, in denen Leben und Jenseits untrennbar waren.

Die elektrische Gitarre antwortet wie ein moderner Priester, rau, durchdringend, erdig. Sie durchschneidet die Stille wie ein Blitz durch die Nacht und verbindet Gegenwart und Vergangenheit in einem einzigen Strom.

Im Zentrum dieser Klangvision steht Aset – Isis –, die Grosse Mutter, Hüterin der Mysterien, jene, die den zerrissenen Osiris wieder zusammensetzte und dem Toten neuen Atem schenkte. Ihre Kraft ist Schutz, Erinnerung, Wiedergeburt.

So erhebt sich aus dem Grab nicht Dunkelheit, sondern Gesang. Ein Lied, das den Schleier zwischen Welten hebt. Ein Ruf an das, was jenseits des Sichtbaren wirkt – und in uns weiteratmet.

DBD: She Who Breathes Life – Nemuer feat. Karl Sanders
DBD: She Who Breathes Life – Nemuer feat. Karl Sanders

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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