Kein Warschuss. Kein Countdown. Kein freundlicher Hinweis. Eradikated hauen einfach die Tür aus den Angeln und werfen «Mortality» ins Gesicht der Welt – die dritte und letzte Single vor dem Album «Wiring of Violence», das am 8. Mai erscheint und mit ziemlicher Sicherheit sanfte Gemüter verstört.
Das Album-Artwork ist in echtem Blut gemalt. Nicht metaphorisch. Nicht als Marketing-Gag. Echtem Blut. Wer dabei noch ruhig schläft, hat entweder kein Nervensystem oder arbeitet in der EU-Kommission. «Mortality» ist ein Schlachtruf gegen Krieg, Hunger, wachsende Ungleichheit und ein System, das schneller zerfällt als es zugeben kann. Sänger Elvin Landaeus Czismadia nennt es eine «Battle Hymn für alle, die für ihre Zukunft kämpfen». Weniger Stadionrock-Pathos, mehr Brandbeschleuniger.
Eradikated sind keine Band, die höflich um Aufmerksamkeit bittet. Ihr schwedisches Thrash-Metal-Fundament – klassische Intensität, zeitgenössische Schärfe – hat ihnen bereits eine Grammy-Nominierung in Schweden eingebracht, Supports mit The Haunted und Festivalslots bei Summer Breeze, Sweden Rock und mehr. Das Download Festival-Delegierte sie als «eine der besten Thrash-Bands seit Jahren» bezeichneten, war keine Höflichkeit. Das war ein Urteil.

«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








