Manchmal klingt ein Song so, als hätte jemand seinen Lebenslauf nicht auf Papier geschrieben, sondern mit Bier, Schweiss und verzerrten Gitarren in eine Betonwand geprügelt. Genauso fühlt sich «Lebenslauf» von Moonkid zusammen mit Swiss + Die Andern an. Das Ding ist kein Popsong. Das ist ein musikalischer Mittelfinger im Drei-Akkorde-Gewand.
Der Song wirft uns einen Lebenslauf vor die Füsse, der mit HR-Abteilungen ungefähr so kompatibel ist wie ein Moshpit mit einem Yogaseminar. Statt Karriereleiter gibt es Stolpern, Abstürze, Chaos, laute Nächte und diese rebellische Energie, die aus jeder Zeile schreit: Das Leben ist kein LinkedIn-Profil.
Der Text spielt bewusst mit der Idee eines klassischen Lebenslaufs, nur um ihn dann genüsslich zu zerlegen. Während andere brav Stationen sammeln, erzählt dieser Song von einem Weg voller Ecken, Fehler und Entscheidungen, die man wahrscheinlich keinem Berufsberater erklären kann. Kurz gesagt: Kein gerader Weg, sondern eher ein brennender Einkaufswagen, der mit Vollgas einen Hügel runterrollt.
Das Spannende ist aber der Unterton. Hinter der ironischen Selbstbeschreibung steckt nämlich eine ziemlich klare Botschaft: Ein Leben, das nicht in Normen passt, ist nicht automatisch ein gescheitertes Leben. Manchmal ist es einfach nur ehrlicher. Oder, um es im Geist des Songs zu sagen: Wenn dein Lebenslauf zu chaotisch für den Personalchef ist, bist du vielleicht genau auf der richtigen Party…






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