Heartlay haben am 5. Juni 2026 ihre neue Single «Here Lies The Flame» auf die Menschheit losgelassen – und während der Mainstream weiter seine seelenlosen Streaming-Häppchen wiederkäut, zündet das französische Modern-Metal-Kommando hier ein Flammenwerfer-Konzert im Hochglanzformat.
Geschrieben und produziert hat das Ganze Aaron Sadrin im Alleingang, weil Kontrollfreaks bekanntlich die besseren Platten machen. Das Resultat: Gitarren, die wie eine Abrissbirne durch die Wohnzimmerwand kommen, elektronische Texturen, die nicht nach Kaufhaus-Techno klingen und Melodie-Hooks, die sich ins Hirn fressen wie Rost ins Chassis. Das Ding pendelt irgendwo zwischen Modern Metal, Metalcore und industriell verseuchtem Rock – also genau in jener Schmuddelecke, in der die spannende Musik wohnt, während die Radioredaktionen brav wegschauen.
Und ja, der Track hat Gewicht. Aber Heartlay wären nicht Heartlay, würden sie nur stumpf draufhauen: Zwischen den Aggressionsschüben öffnet sich ein fast schon filmreifer, atmosphärischer Breitwand-Sound, der die Brutalität nicht entschärft, sondern erst richtig in Szene setzt. Diese Mischung aus zeitgenössischem Geballer und elektronischer Kälte ist längst das Markenzeichen der Band – und «Here Lies The Flame» giesst nochmals grosszügig Benzin nach. Intensität und Melodie, ohne dass eines von beidem über die Klinge springt. Wer hören will, wie das klingt, wenn niemand auf Nummer sicher geht: Das Musikvideo steht bereit – Anschauen, aufdrehen, Nachbarn verärgern…





«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








