Unsere Kultur ist durchdrungen von Ignoranz.
Wir ignorieren all das, was unsere Bequemlichkeit und Selbstgefälligkeit stört.
Es herrscht eine unerträgliche Arroganz, die anstatt zuzuhören oder vertiefende Fragen zu stellen, Antworten wie Gewehrsalven abfeuert.
Halt! Stopp!
Ich sehe, wie du dich schon wieder anschickst, dich in die Brust zu werfen!
Nein! Es sind nicht schon wieder die Anderen gemeint, auf die du mit deinem Finger zeigen kannst.
Schau in den Spiegel: auch du hast deinen Anteil daran!
Denn alles, was dich an deine Verletzlichkeit erinnert, bekämpfst du.
Du wendest dich ab und machst dicht.
Aber was wäre, wenn du endlich deinen Schmerz, deine Angst und deine Wut anerkennen und Verantwortung dafür übernehmen würdest?
Was wäre, wenn du dich – nicht nur dir selbst – mit Verständnis und Geduld zuwenden und aufhören würdest, Anteile von dir zu verurteilen und ins Exil zu schicken?
Was wäre, wenn du den Blick heben würdest, um den Vergessenen und Unsichtbaren ins Gesicht zu schauen, den Alten, den Kranken, den Armen und den Gestrandeten?
Diejenigen, die uns mit unserem Schmerz konfrontieren,
mit Altern und Vergänglichkeit
mit Krankheit und Gebrechlichkeit
mit Kontrollverlust und Unsicherheit
mit Hilflosigkeit und Einsamkeit
mit Trauer und Tod.
Sie sind die ehrlichen und gnadenlosen Spiegel unserer Ängste.
Lass dich von ihnen berühren, lass deine Rüstung aus Arroganz schmelzen.
Lass dich berühren von der Ganzheit alles Lebendigen.
Entspanne dich in deine eigene Ganzheit.
Es gibt nichts, was dich bekämpft.
Es gibt nichts, was du bekämpfen musst.
Lass uns einander begegnen… in aller Verletzlichkeit und in unserer wahren Stärke.







«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.









Es ist sehr wahr – wir können in anderen und der Welt immer nur das sehen – was wir selbst in uns tragen.
«Wir ignorieren all das, was unsere Bequemlichkeit und Selbstgefälligkeit stört.»
Vielleicht ist genau das Dein Spiegel? (-;
Ich denke, die Welt schenkt uns unendlich viele Eindrücke und wir sind gezwungen zu *wählen*, welche wir «sehen», welchen wir unsere Aufmerksamkeit schenken.
Das geht nur für einen Bruchteil vom Ganzen – und warum sollen wir dann nicht ausschließlich die Dinge wählen, die uns froh machen oder, wenn nicht, die wir ernstlich ändern können?
Vielleicht ist das Ignoranz? Nur: Alles andere macht wenig Sinn für irgendwen.