Der Fotograf Wu Guoyong hat mit einer Drohne 15 Müllhalden besucht, in denen die nicht mehr gebrauchten Fahrräder von Verleihdiensten wie Ofo oder Bluegogo gesammelt werden. Seine Aufnahmen hat er unter dem Titel «No Place to Place» zu einem knapp achtminütigen Video zusammengestellt, wie Motherboard berichtet. Zu sehen sind Tausende kaputte und verlassene Fahrräder. Gegenüber der South China Morning Post sagt der Fotograf, dass er die Fahrradverleiher grundsätzlich für nützlich halte, die Friedhöfe aber ein moralisches Problem in China zeigen: Das Wegwerfen der Fahrräder. «Das scheint mir nicht richtig», sagt Wu. Das Geschäftsmodell der Fahrradverleiher ist zuletzt international unter Druck gekommen, auch bei uns stapeln sich die Räder der Anbieter, die vor Kurzem Konkurs angemeldet haben.
Neon-grün, quietschgelb oder türkisblau kamen sie daher – und zahlreich. Abermillionen Räder fluteten Chinas Strassen im Wettlauf um Marktanteile in einem Tempo, mit dem die Nachfrage nicht mithalten konnte. Auch die Behörden waren nicht vorbereitet, es fehlte an Infrastruktur und Gesetzen. Wer sich ein Fahrrad mietete, stellte es später unbedacht irgendwo wieder ab, Strassen und Gehwege quollen über. Nach der anfänglichen Überrumpelung reagierten die Behörden dann schnell, Gesetze wurden erlassen, die Industrie reguliert und herrenlose Räder zu Tausenden beschlagnahmt. Heute gehören riesige Fahrraddeponien mit gepfändeten und verlassenen Leihrädern zum Stadtbild vieler chinesischen Gemeinden. Sie suchen nun nach schnellen Lösungen, einige wollen die Räder aufpolieren und an Nachbarstädte verteilen., andere haben die Schrottpressen angeworfen. Tausenden teils nagelneuen Rädern droht ein Schicksal als zusammengepresstes Paket aus Gummi und Aluminium.






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