Es war einmal ein Traum. Ein schöner, naiver, anarchischer Traum: Eine Währung ausserhalb der Kontrolle von Banken, Staaten und Finanzeliten. Dezentral. Zensurresistent. Peer-to-peer. Das Geld gehört dem Volk. Satoshi Nakamoto lächelt irgendwo im Verborgenen – oder weint. Schwer zu sagen. Denn während ihr mit euren Memecoins jongliert habt, während ihr euch mit DOGE und PEPE gegenseitig reich gerechnet habt und während die Crypto-Twitter-Community mal wieder den nächsten «100x Moonshot» entdeckte, ist still und leise das eingetreten, was das ganze Experiment eigentlich verhindern sollte: Die Grossen haben übernommen.
Western Union – ja, genau die Western Union, das 175 Jahre alte Geldtransfer-Fossil, das Generationen von Migranten für jede Überweisung ausgenommen hat wie eine gebratene Ente – hat gerade 500 Millionen Dollar ausgegeben, um sich in XRP-Infrastruktur einzukaufen. Durch die Übernahme von Intermex, einem Remittance-Unternehmen, das seit 2020 auf Ripples «On-Demand Liquidity» läuft, hat sich der weltweit grösste Geldtransferkonzern die bereits fertig gebauten Rails unter den Nagel gerissen. Keine Pilotphase mehr. Kein Proof of Concept. Fertige, erprobte Infrastruktur – einfach aufgekauft.
Das ist kein Crypto mehr. Das ist Crypto, domestiziert, kastriert und in die Konzernbilanz integriert.
Bevor nun die XRP-Army im Kommentarfeld ausrastet und «Seethat!» schreit: Haltet kurz inne. Denn was hier passiert, ist nicht das, wovon ihr träumt. Es ist das genaue Gegenteil.
Ripple, das Unternehmen hinter XRP, war nie ein Crypto-Projekt im ursprünglichen Sinn. Es war von Beginn an ein Bankenprojekt. Ein Effizienzwerkzeug für Finanzinstitutionen, die internationale Überweisungen billiger abwickeln wollen. Dezentralisierung? Fehlanzeige. Das Unternehmen hält grosse Teile des gesamten XRP-Bestands selbst. Aber das Narrativ – «Wir revolutionieren das globale Finanzsystem» – hat funktioniert wie eine Schweizer Uhr. Millionen Kleinanleger haben ihr Geld in einen Token gesteckt, der im Kern ein Banken-Optimierungstool ist. Und jetzt kauft Western Union genau dieses Tool. Für 500 Millionen Dollar. Für den Zugang zu Überweisungen in 200 Ländern.
Gleichzeitig launcht Western Union USDPT, einen eigenen Stablecoin auf Solana, verbunden mit Visa-Karten weltweit. Kein Ausrutscher, kein Experiment – ein vollständiges Ökosystem-Play: XRP-Rails für die Abwicklung, eigener Stablecoin für die Endnutzer, Visa für die Verteilung. Die Infrastruktur ist fertig. Die Testphase ist vorbei. Was jetzt beginnt, ist der Rollout – und ihr seid die Kunden, nicht die Revolutionäre.
Nur 0,35 Prozent der Weltbevölkerung nutzen derzeit Blockchain-Technologie. Das wird sich ändern – aber nicht so, wie die Crypto-Idealisten sich das vorgestellt haben. Die restlichen 99,65 Prozent werden nicht zu selbstverwaltenden, souveränen On-Chain-Bürgern. Sie werden Western-Union-App-Nutzer mit einem USDPT-Wallet, das genauso kontrollierbar, einfrierbar und überwachbar ist wie ein herkömmliches Bankkonto. Nur schneller. Und mit coolerem Interface.
Das ist die bittere Ironie dieser ganzen Geschichte: Die Blockchain-Technologie, ersonnen als Waffe gegen die Finanzeliten, wird zu deren effizientestem Werkzeug. Die Dezentralisierung wird zentralisiert. Das trustless System bekommt einen neuen Treuhänder – und der heisst Western Union, Visa, Ripple Labs Inc. Institutionelle Adoption – das war das grosse Versprechen. Der Heilige Gral der Crypto-Szene. «Wenn die Institutionen einsteigen, geht der Preis durch die Decke.» Und ja, der Preis wird wohl steigen. Aber was genau kaufen sie dabei? Den Traum? Die Freiheit? Die Dezentralisierung?
Nein. Sie kaufen die Infrastruktur. Und die Infrastruktur gehört dann ihnen. Wenn ein Unternehmen aufhört zu partnerschafteln und anfängt zu akquirieren, ist das tatsächlich ein Signal – aber nicht das, das die Crypto-Evangelisten meinen. Es ist das Signal, dass die Technologie reif genug ist, um absorbiert zu werden. Das ist der Moment, in dem eine Subkultur zur Industrie wird. Der Moment, in dem das Punk-Label von Sony aufgekauft wird. Der Moment, in dem der Bio-Bauernhof an Nestlé geht.
Schaut euch an, was mit dem Internet passiert ist. Auch das sollte dezentral sein. Auch das sollte die Macht des Volkes stärken. Heute gehört es fünf Konzernen und ihr zahlt mit euren Daten dafür. Crypto ist auf dem gleichen Weg – mit dem Unterschied, dass ihr dieses Mal auch noch finanziell dabei mithilft, indem ihr die Token kauft, die dann in institutionellen Portfolios landen. Der Muster-Ablauf ist ermüdend vorhersehbar: Cypherpunks entwickeln eine disruptive Technologie. Visionäre bauen darauf. Kleinanleger finanzieren den Hype. Und dann – still, präzise, mit 500-Millionen-Dollar-Schecks – kommen die Konzerne und kaufen die Infrastruktur, die andere aufgebaut haben. Zurück bleibt das Narrativ, das die nächste Welle von Kleinanlegern bei Laune hält, während das echte Spiel längst woanders stattgefunden hat.
Western Union hat 175 Jahre lang von Informationsasymmetrien gelebt. Die Migranten, die Überweisungen in die Heimat schickten, hatten keine Alternative – und zahlten dafür zehn, fünfzehn Prozent Gebühren. Jetzt kaufen sie XRP-Rails, senken ihre eigenen Abwicklungskosten, und werden diese Einsparungen – da darf man realistisch sein – nicht grosszügig an die Endkunden weitergeben. Sie werden ihre Marge optimieren. Das ist ihr Geschäftsmodell. Das war es immer. Crypto hat es ihnen nun erleichtert.
Also ja: Die Institutionen kommen. XRP skaliert. Der Markt reift. Und die 99,65 Prozent kommen bald «on-chain». Nur nicht so, wie es die Whitepaper versprochen haben.
Willkommen in der Zukunft des Geldes – sie sieht aus wie die Vergangenheit. Nur mit besserer App…
Und dieses Mal wird sie schneller, präziser und mit weniger Entschuldigungen kommen. Stell dir vor, du veranstaltest eine Party, bei der die Hälfte der Gäste weinte, viele ihren Job verloren, Kinder jahrelang keine Schule von innen sahen und ältere Menschen allein in sterilen Zimmern starben – ohne Abschied, ohne Hand, ohne Würde. Stell dir vor, du hast all das organisiert. Und jetzt planst du die Fortsetzung. Nicht mit Scham. Nicht mit Reue. Sondern mit einem Milliarden-Budget und einer neuen App. Willkommen in Grossbritannien, 2026.
Das britische Gesundheitsministerium hat vergangene Woche seinen neuen Pandemieplan vorgestellt. Der sogenannte «All Pandemics Hazard Bill» soll Lockdowns und andere drastische Massnahmen künftig schneller und flexibler durchsetzbar machen. Modular aufgebaut – wie ein schwedisches Flattpack-Möbelstück, nur dass diesmal deine Grundrechte zusammengebaut werden, nicht ein Regal. Eine Milliarde Pfund wurde bereits bereitgestellt. Die nächste Pandemie, so die offizielle Formulierung, sei eine «Gewissheit». Na, das ist beruhigend. Wenn schon die Katastrophe feststeht, kann man sich wenigstens auf das Mobiliar konzentrieren.
Das Herzstück des Plans: Ein neues Kontaktverfolgungssystem der UK Health Security Agency, betrieben mit Live-Standortdaten und künstlicher Intelligenz. Technologiepartnerschaften mit grossen Konzernen werden angestrebt. Betriebsbereit bis 2030. Wer benötigt schon Privatsphäre, wenn man dafür «sicher» ist – wobei «sicher» bekanntlich ein dehnbarer Begriff ist, den die Verantwortlichen der letzten Runde nach Belieben neu definierten, manchmal täglich. Dazu kommen eine neue Biosicherheitszentrale in Essex für 250 Millionen Pfund sowie die Fortsetzung der Partnerschaft mit Moderna, damit im Falle einer neuen Pandemie innerhalb von 100 Tagen geimpft werden kann. Ein Ziel, das weltweit als Standard gilt. Für wen? Für die Pharmaindustrie jedenfalls ist der 100-Tage-Sprint eine sportliche Herausforderung mit garantiertem Zielpublikum.
Aber wäre das alles nur halb so dreist ohne das zweite Kapitel dieser Geschichte: Die Ärzte. Während Westminster seine Notfallgesetze poliert, erschien auf der Plattform MedPage Today ein Meinungsartikel mit dem Titel «»eutralität ist gefährlich angesichts medizinischer Fehlinformation». Die Autorinnen – beide mit Leidenschaft für Impfstoffakzeptanz und pronominaler Selbstauskunft in der Biografie – beklagen, dass die einzige wirkliche Konsequenz für Ärzte, die während COVID abweichende Meinungen vertraten, die Sperrung ihrer Social-Media-Konten war. Das, so der Tenor, sei viel zu wenig. Man lese das noch einmal. Langsam.
Die selben Institutionen, die während der Pandemie Massnahmen ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage verhängten – Abstände, Schulschliessungen, Maskenpflicht für Kinder – fordern nun härtere Bestrafungen für jene, die es wagten, die Datenlage zu hinterfragen. Das ist nicht Wissenschaft. Das ist Dogma mit Presseausweis. Die Liste der bereits Bestraften ist lang und lehrreich. Dr. Pierre Kory verlor 2024 seine Facharztzertifizierungen. Dr. Paul Marik ebenso. Dr. Peter McCullough wurde von der Baylor Scott & White entlassen und verlor akademische Positionen. Dr. Martin Kulldorff — Harvard, Mass General Brigham — wurde gefeuert, nachdem er die Great Barrington Declaration mitunterzeichnet hatte, die schlicht für einen fokussierten Schutz der Risikogruppen statt flächendeckender Lockdowns plädierte. Der damalige NIH-Direktor Francis Collins forderte in einer internen E-Mail eine «schnelle und vernichtende Demontage» dieser Erklärung. Keine Diskussion. Keine Debatte. Vernichtung.
Dr. Jay Bhattacharya landete auf einer Twitter-Sperrliste. Dr. Meryl Nass verlor ihre Zulassung in Maine. Dr. Steven LaTulippe seine in Oregon. Die Liste geht weiter – und das sind nur die Ärzte. Pflegepersonal, Apotheker, Wissenschaftler – alle, die abwichen, wurden nicht debattiert, sondern beseitigt.
Und nun, da der Staub sich gelegt hat, da die Übersterblichkeitsstatistiken ihre stillen Fragen stellen und die Coronauntersuchungen in mehreren Ländern zögerlich eingestehen, dass nicht alles optimal lief – jetzt fordert man strengere Mechanismen zur Kontrolle der Abweichler. Keine Aufarbeitung. Kein Schuldeingeständnis. Kein Wort des Bedauerns an die Familien, die Abschiede per Tablet vollziehen mussten.
Stattdessen: eine KI-gestützte Überwachungsinfrastruktur, modulare Notstandsgesetze und die klare Botschaft, dass beim nächsten Mal weniger geredet und schneller gehorcht werden soll. Das Modell ist fertig. Es braucht nur noch einen Auslöser. Und den, da sind sich alle Beteiligten einig, wird es geben. Wann, sagen sie nicht. Warum, auch nicht. Aber die Milliarden sind bereits überwiesen, die Verträge unterschrieben, die Datenbanken werden befüllt.
Was fehlt, ist das Einzige, das ein solches System tatsächlich legitimieren würde: Eine ehrliche Bilanz der letzten Runde. Eine, die nicht von denselben Leuten gezogen wird, die sie zu verantworten haben. Die tanzen noch immer in den Krankenhauskorridoren. Nur dieses Mal proben sie bereits für die nächste Choreografie…
Deutschland hat gelernt. Endlich. Nach Jahren mediokrer Politdiskussionen, Talkshow-Kreisläufen und Bürgergelddebatten hat uns eine Scheidung zweier C-Promis mehr beigebracht, als eine ganze Legislaturperiode je vermochte. Der Fall Ulmen-Fernandes ist kein Rosenkrieg. Er ist ein Volkshochschulkurs. Kostenlos. Mit Pflichtanwesenheit.
Lektion eins: Der Spiegel plant Justizpolitik
Spiegel-Autorin Juliane Löffler räumte im Podcast von Anne Will ein, dass die Recherche auf das geplante Gesetz von SPD-Justizministerin Stefanie Hubig abgestimmt war. Zwei «konkrete Anlässe» habe es gegeben. Einer davon war also die Gesetzgebungsagenda einer Bundesministerin. Das Magazin, das sich selbst als unabhängiges Nachrichtenorgan versteht, koordinierte seine Veröffentlichung mit dem politischen Kalender der Regierung. Lars Klingbeil gab offen zu: «Natürlich ist ein solcher öffentlicher Fall jetzt auch noch einmal eine Beschleunigung dafür, dass alle in der Regierung sehen: Das muss jetzt schnell entschieden werden.» Journalismus als Kampagnenwerkzeug. Willkommen in der Informationsgesellschaft, hier ist der Lichtschalter.
Lektion zwei: Zensur braucht ein Gesicht – und einen Schuldigen
Der Kern der Kampagne ist eine vollständige Überwachung aller Internetaktivitäten aller Bürger für zunächst drei volle Monate nebst Klarnamenspflicht. Das klingt nach Stasi-Nostalgie, wird aber als Frauenschutz verkauft. Der Trick ist alt, die Verpackung neu: Einen emotionalen Einzelfall hochkochen, die Begriffe besetzen – «virtuelle Vergewaltigung», «digitale Gewalt» – und dann die Gesetze schreiben, bevor die Empörung verraucht. Diese stalinistischen Wirkmechanismen – Herrschaft über die Begriffe – funktionieren dabei stets nach dem Muster, einen bekannten, emotional aufgeladenen Begriff zu verwenden und mit einer neuen, zusätzlichen Bedeutung aufzuladen. Demonstriert haben sie übrigens für Fernandes. Ohne Fernandes. Die Betroffene selbst erschien nicht.
Lektion drei: Unschuldsvermutung ist selektiv
Was bisher in der Berichterstattung eher leise blieb, verdient lautere Töne: Fernandes wurde nach einem Vorfall auf Mallorca von der spanischen Polizei vorläufig festgenommen – wegen des Verdachts körperlicher Gewalt gegen Ulmen, der eine Verletzung am Hals erlitten hatte. Die Polizei ging von «beidseitigen Verfehlungen» aus. Das spanische Verfahren? Ausgesetzt – weil Fernandes eine notwendige Erklärung vor einem spanischen Notar nicht abgegeben hat. Auch beim deutschen Verfahren in Itzehoe verweigerte sie die Kooperation. Der Mann, gegen den Zehntausende demonstrierten, für den Luisa Neubauer auf die Bühne stieg und die Justizministerin Gesetzentwürfe schrieb – er gilt nach wie vor als unschuldig bis zum Beweis des Gegenteils. Diese Information war der Empörungsmaschinerie leider nicht kompatibel.
Lektion vier: Echte Opfer stören den Betrieb
Täglich werden in Deutschland Frauen vergewaltigt. Gruppenweise. Brutal. Real. Kein Spiegel-Titel. Keine Grossdemonstration. Kein Auftritt von Bärbel Bas. Der frühere IG-Metall-Funktionär Mustafa E. betrieb ein illegales Bordell mit minderjährigen Opfern mitten in Berlin. Er wurde 2021 wegen sexuellen Missbrauchs, Menschenhandels und Zuhälterei verurteilt. Erinnerst du dich an die Demonstrationen? Die Solidaritätswellen? Die politischen Reaktionen? Nein? Korrekt. Weil dieser Fall keine verwertbare Kampagnenlogik hatte. Die Opfer passten nicht ins Schema, die Täter erst recht nicht. Aus Angst, «rassistische Ressentiments zu schüren», lässt man Opfer lieber im Stich – ein Muster, das in Grossbritannien beim Rotherham Grooming-Skandal zur Staatsräson wurde, wo Behörden jahrzehntelang wegschauten, um politisch korrekt zu bleiben. Viele der wirklichen Opfer sind selbst Ausländerinnen oder Geflüchtete, mit wenig Vertrauen in Strafverfolgungsbehörden, religiös-patriarchal geprägtem Unrechtsbewusstsein und ohne Rückzugsmöglichkeit vor dem Täter. Die Dunkelziffer dürfte astronomisch sein. Interessiert die Demonstrantinnen vom Brandenburger Tor herzlich wenig.
Lektion fünf: HateAid ist kein Hilfswerk und wer die Kampagne lenkt
HateAid ist eine mit Millionen Euro Steuergeld finanzierte Vorfeldorganisation der Grünen, die regelmässig gemeinsam mit linken Politikern gegen Meinungsäusserungsdelikte von Bürgern vor Gericht zieht. Diese Organisation steht seit Jahren an Fernandes‘ Seite. Dass ausgerechnet ihr Fall den seit Monaten brachliegenden Zensurplänen der Bundesregierung neues Leben eingehaucht hat, ist selbstverständlich purer Zufall. Genauso wie die passgenaue Terminierung des Spiegel-Artikels.
Auch kann ich mir gut vorstellen, dass am Ende Schmierlappen Christian Ulmen selbst hinter all dem steckt und im Hintergrund mit die Strippen zieht. Man sollte ihn nicht unterschätzen, er ist genau der Typ, der durchtrieben und asozial genug ist, um ein solches Spiel zu inszenieren, während ihm die öffentliche Wirkung eigentlich völlig Latte ist. Der hat wahrscheinlich schon ausgesorgt. Es wirkt fast so, als liessen sich die anderen Akteure, wie seine Ex-Frau, gewisse NGOs, Spiegel bereitwillig fremdsteuern und politisch instrumentalisieren, während er im Schatten bleibt und den Takt vorgibt. In enger Kooperation mit dem Justizministerium natürlich.
Man erinnere sich an die Kooperation von Böhmermann mit Fancy Armbinde in der causa Arne Schönbohm 2022. Die Vorwürfe von Böhmermann stellten sich später als haltlos heraus. Es gab keine Beweise für eine russische Einflussnahme durch Schönbohm. Schönbohm hat sich gewehrt, das ZDF und das Innenministerium wegen der unzulässigen Kündigung verklagt. Dass man von Ulmen so gar nichts hört, kommt mir merkwürdig vor. Wer schweigt, kontrolliert oft das Bild, während die anderen nur ihre Rollen in seinem Drehbuch spielen. Doch das sind bestimmt alles Zufälle. Wir leben in einer gesegneten Zufallswelt.
Lektion sechs: Der kleinste gemeinsame Nenner verbindet
Und hier liegt vielleicht die aufschlussreichste Beobachtung des ganzen Spektakels. Dieser Fall hat geschafft, was keine Partei, keine Petition, kein Volksentscheid je zustande gebracht hat: Er hat politisch «verfeindete Frauen» vereint – aus dem linken Lager, der bürgerlichen Mitte, Migrantinnen und solche, die man sonst als «rechts» abkanzelt. Gemeinsam auf der Strasse. Gemeinsam in Rage. Gemeinsam gegen Ulmen. Der kleinste gemeinsame Nenner: Unzufriedenheit, Enttäuschung, Verbitterung – und Hass auf die Männer. Auf alle Männer.
Lisa Eckhart hat es zur Zeit des Weinstein-Skandals treffend auf den Punkt gebracht, wie die linke Opferhierarchie funktioniert: «Belästigte Frau schlägt Jude, Jude schlägt Flüchtling, Flüchtling schlägt belästigte Frau – und es bleibt das Rätsel offen, wie man alle drei über den Fluss bekommt.» Der Fall Ulmen-Fernandes hat das Rätsel gelöst: Man nimmt einfach einen deutschen Mann als gemeinsamen Feind, dann klappt’s mit dem Übersetzen.
Was bleibt? Ein angeblicher Täter mit Halsverletzung, eine Anzeigenerstatterin, die nicht kooperiert, ein Zensurgesetz in der Entstehung, ein Magazin, das Kampagnenarbeit mit Journalismus verwechselt und Zehntausende auf der Strasse für Forderungen, die mit dem Ausgangsfall juristisch kaum etwas zu tun haben. Das ist keine Demokratie in Aktion. Das ist Manipulation mit Megafon.
Während irgendwo an der Front ein ukrainischer Soldat in einem Schützengraben darauf wartet, dass Europa endlich mehr Artilleriemunition liefert, erhielt Kiews Bentley-Händler in Marbella – ja, Marbella – einen Preis. Richard Leopold, Regionaldirektor des Unternehmens, verkündete beim «Best of the Best by KPI»-Award, dass der Kiewer Showroom in Europa auf Platz drei landete, hinter Padua und Rotterdam. Die Laudatio: «What resilience!»
Man muss das sacken lassen. Während Selenski in Brüssel Milliarden einfordert und mit zitternder Stimme vom «letzten Widerstand» spricht, feiert man in Marbella den Champagner-Erfolg seiner Landsleute beim Erwerb von Automobilen, die pro Stück mehr kosten als ein Einfamilienhaus in der Schweiz. In den ersten fünf Monaten 2025 wurden 131 luxussteuerpflichtige Fahrzeuge in die Ukraine importiert – 42 Prozent mehr als im Vorkriegsjahr 2021. Neben Bentley stehen Ferrari, Lamborghini, Rolls-Royce, McLaren und Aston Martin auf der Einkaufsliste. Krieg als Konjunkturprogramm für Superreiche. Das Wirtschaftswunder, das kein Lehrbuch beschreibt.
Und wer kauft das? Die ukrainische Journalistin Diana Panchenko bringt es auf den Punkt: «Die meisten dieser Autos landen in Monaco und in Villen in Frankreich – weil die Leute in der Ukraine stehlen und es dann ins Ausland schaffen.» Sagt nicht irgendein russischer Propagandakanal, sondern eine ukrainische Journalistin. Das Bemerkenswerte ist nicht der Diebstahl selbst – der ist in Kriegszeiten historisch fast schon Standard – sondern die Dreistigkeit der Inszenierung. Beim Fotoprotokoll der Preisverleihung wurde der Slide mit dem Stadtnamen und dem dritten Platz sorgfältig herausgekürzt – die Bilder der Preisübergabe selbst blieben aber stehen. Man schämt sich gerade genug, um die Evidenz wegzuschneiden. Aber nicht genug, um auf den Preis zu verzichten.
Derweil wurde Timur Mindich – ehemaliger Geschäftspartner Selenskis aus seinen Comedian-Tagen – im Zusammenhang mit einem 100-Millionen-Dollar-Korruptionsskandal beim staatlichen Nuklearkonzern Energoatom angeklagt. Sein alter Kumpel trägt seit Jahren Olivgrün und gibt den Kriegshelden. Das Olivgrün ist echt. Das Heldentum ist verhandelbar. Mein Vorschlag an Brüssel: Bevor die nächste Kredittranche überwiesen wird, sollte man vielleicht kurz nachfragen, ob die Empfänger gerade ihren Bentley in bar bezahlt haben. Nur zur Sicherheit. Für die Buchhaltung. «What resilience», in der Tat…
Niemand hat die Absicht, die Mehrwertsteuer zu erhöhen. Der Deutsche ist wahrlich der stärkste Mensch auf der Welt. Keiner bekommt so viele Bären aufgebunden und läuft noch aufrecht…
Es gibt eine Art von Skandal, die so offen funktioniert, dass sie unsichtbar wird. Nicht weil sie versteckt ist – sondern weil sie so dreist ist, dass man sie für unmöglich hält. Vor der europäischen Atlantikküste liegen seit Wochen Schiffe. Volle Schiffe. Tanker mit Treibstoff, der entladen werden könnte – aber nicht entladen wird. Kapitäne berichten, dass sie mit vollbeladenen Tanks vor Häfen warten. Hafenarbeiter bestätigen: Seit Wochen wird weder be- noch entladen. Gleichzeitig bereitet die Politik – oder wie man es neuerdings nennt, «ihre Medien» – die Bevölkerung auf Rationierungen vor. Auf Treibstoffknappheit. Auf Notstandsszenarien. Auf den Verzicht, den man natürlich gemeinsam tragen wird, weil wir alle in einem Boot sitzen. Das Boot liegt gerade vor Antwerpen. Voll. Wartend. Täglich vergütet.
Das Geschäftsmodell der Knappheit
Ein Insider aus der Branche formuliert es mit einer Direktheit, die jeden Kommentator überflüssig macht: «Es gibt Öl im Überfluss, aber wir dürfen auf Kundenwunsch weder be- noch entladen und müssen Stillschweigen bewahren. Oder Ausreden erfinden.» Ausreden erfinden. Das ist der Fachbegriff für das, was wir täglich in den Nachrichten hören.
Der Schiffer eines Trafigura-Tankers – Trafigura, für alle, die den Namen noch nicht kennen: Einer der weltweit grössten Rohstoffhändler, WEF-Partner, Akteur auf Milliardenebene – erklärt das Prinzip mit erfrischender Sachlichkeit. Der Wert der Ladung wurde beim Kauf festgelegt. Der Marktpreis bestimmt, wann verkauft wird. Solange die Preise steigen, wartet man. Je länger man wartet, desto teurer wird der Treibstoff. Je teurer der Treibstoff, desto mehr verdient man am Ende. Die Knappheit ist das Produkt. Nicht die Ursache.
Trafigura besitzt Millionen Tonnen Treibstoff in Europa – in Lagertanks von Evos, Vopak, TTA, Seetank und Oil Tanking. Das Schiff pendelt seit Wochen zwischen Rotterdam, Antwerpen, Gent. Nächstes Ziel: Strassburg. Tägliche Vergütung. Täglich Zollformalitäten. Täglich künstliche Bewegung eines Produkts, das niemanden erreicht, weil das der Plan ist. Das ist kein Versagen des Marktes. Das ist der Markt, wie er funktioniert.
Spekulation als Staatspolitik
Der Begriff Marktmechanismus ist das Beruhigungsmittel, mit dem man der Bevölkerung erklärt, warum Preise steigen, obwohl ausreichend Ware vorhanden ist. Der Mechanismus funktioniert so: Rohstoffhändler kaufen Ware. Rohstoffhändler warten. Rohstoffhändler verkaufen, wenn der Preis stimmt. Der Preis steigt, weil alle warten. Alle warten, weil der Preis steigt. Das nennt sich Spekulation. In der Finanzwelt ist das legal, reguliert und weitgehend akzeptiert – solange es Aktien betrifft.
Wenn es Treibstoff betrifft, der Lieferketten antreibt, Lebensmittelpreise beeinflusst und Heizkostenabrechnungen von Rentnern bestimmt, wird es zu einer gesellschaftlichen Frage, auf die die Politik schweigt. Die Politik schweigt, weil sie mit denselben Akteuren auf denselben Konferenzen sitzt. Trafigura ist WEF-Partner. Das World Economic Forum, das jährlich in Davos tagt und dort – unter anderen – die Zukunft der Energieversorgung plant. Mit den Leuten, die gerade vor Antwerpen auf steigende Preise warten.
Das ist keine Verschwörung. Das ist ein Interessenkonflikt von einer Dimension, die in einem funktionierenden Staatswesen zum Gegenstand parlamentarischer Untersuchungen werden müsste.
Was an der Zapfsäule passiert
Der Treibstoff, der vor der Küste wartet, fehlt an der Zapfsäule. Das klingt trivial. Es ist es nicht. Höhere Treibstoffpreise verteuern jeden Transport. Jeden Transport, der Lebensmittel bewegt. Rohstoffe. Produkte. Alles, was von irgendwo nach irgendwo muss. Das schlägt sich im Supermarktregal nieder – nicht als direkte Steuer, nicht als sichtbare Entscheidung, sondern als schleichende Teuerung, die man der allgemeinen Lage zuschreibt.
Der normale Bürger leidet zuerst an der Zapfsäule, dann im Supermarkt. Der Rohstoffhändler leidet nicht. Er wartet. Er wird vergütet. Er verkauft, wenn es sich lohnt. Dieser Mechanismus ist so alt wie der Rohstoffhandel selbst. Was neu ist – oder zumindest: was jetzt sichtbarer wird – ist die Gleichzeitigkeit mit politischen Notstandsnarrativen. Während Schiffe vor der Küste warten und Brancheninsider offen über künstliche Rückhaltung sprechen, erklärt die Politik eine Knappheit, die in den Lagertanks von Trafigura nicht existiert. Das ist nicht Zufall. Das ist Synergie.
Die Offenheit der Manipulation
Das Bemerkenswerte an diesem Fall ist nicht, dass es Spekulation gibt. Die gibt es immer. Das Bemerkenswerte ist, wie offen darüber gesprochen wird – von Schiffern, von Hafenarbeitern, von Brancheninsidern – und wie wenig das Echo findet. Ein Schiffer erklärt öffentlich, dass er auf Kundenwunsch Ausreden erfindet. Ein anderer beschreibt das Pendeln zwischen Häfen mit täglich wachsendem Lagerhonorar. Die Zolldokumente existieren. Die Tanker sind sichtbar.
Und die Nachrichten berichten von Knappheit. Das ist das System: Nicht das Verstecken der Manipulation, sondern die Gewissheit, dass sie nicht geahndet wird. Nicht weil sie unbekannt ist. Sondern weil die Institutionen, die sie ahnden müssten, in demselben Geflecht sitzen, das von ihr profitiert.
Das Öl ist da.
Die Tanker liegen vor der Küste.
Die Preise steigen.
Und irgendwo in Strassburg wartet ein Schiff auf neue Zollformalitäten.
Das nennt sich Marktwirtschaft.
Und wir zahlen sie – täglich, an der Zapfsäule.
Die Schweizerische Nationalbank investiert bekanntlich in Aktien. Das ist ihr gutes Recht, Teil ihres Mandats, ordentlich dokumentiert. Was weniger ordentlich dokumentiert wird: In welche Aktien sie investiert – und was diese Unternehmen mit dem Geld machen, das die SNB ihnen durch Beteiligung zur Verfügung stellt.
Palantir Technologies. Seherstein aus Tolkiens Herr der Ringe. Im echten Leben: Ein Softwarekonzern, der Militärs, Geheimdienste, Polizeibehörden und Grenzkontrollbehörden mit KI-gestützter Überwachungsinfrastruktur versorgt. Kontrolliert von Peter Thiel – jenem Mann, der öffentlich erklärte, Freiheit und Demokratie seien nicht mehr miteinander vereinbar – und Alex Karp. Die SNB hält Palantir-Aktien im Wert von 1,1 Milliarden Franken. Und hat ihren Bestand seit Trumps Wiederwahl um 8,5 Prozent erhöht. Gut zu wissen.
Was Palantir tut – und was das bedeutet
Palantir versorgt die US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE mit Software für Razzien gegen Migranten. Palantir arbeitet eng mit der israelischen Regierung im Krieg in Gaza und Libanon zusammen. Palantir hat 2025 Milliardenverträge mit der US-Armee abgeschlossen – für Kriegsführung, Logistik, Geheimdienstanalyse und die Auswertung innenpolitischer Daten. Ehemalige Palantir-Manager besetzen Schlüsselpositionen im Pentagon. Amnesty International hat Palantir bereits 2020 kritisiert – das Unternehmen komme seinen Sorgfaltspflichten im Bereich der Menschenrechte gemäss internationalen Standards nicht nach. Das war 2020. Sechs Jahre ist das her. Seitdem hat sich Palantirs Geschäftsmodell nicht verändert. Die Verträge wurden grösser. Die Beteiligungen der SNB auch.
Die Antwort der SNB – ein Meisterwerk der institutionellen Prosa
Gegenüber der Republik liess die Nationalbank verlauten, man investiere in keine Unternehmen, die grundlegende Menschenrechte massiv verletzen. Man lese diesen Satz und schaue gleichzeitig auf die Tabelle: 1,1 Milliarden Franken in Palantir. Erhöht nach Trumps Wiederwahl. Während Palantir ICE-Razzien technisch unterstützt. Während Palantir israelische Militäroperationen in Gaza begleitet. Während Amnesty International seit Jahren dokumentiert, was dieses Unternehmen tut.
Warum sie es trotzdem tun, wollte die Nationalbank nicht erläutern. Das nennt man in der Kommunikationsbranche eine geschlossene Antwort. In der Realität nennt man es das Schweigen derjenigen, die wissen, dass jede Erklärung schlimmer wäre als keine. Die UBS – ebenfalls mit 1,2 Milliarden in Palantir investiert – wollte überhaupt nicht Stellung nehmen. Wenigstens ehrlich.
Aktionäre
Aktienwert Ende 2025 in Dollar
UBS Group AG
1,2 Milliarden
Schweizerische Nationalbank
1,1 Milliarden
Pictet Asset Management
219,7 Millionen
Zürcher Kantonalbank
135,8 Millionen
Swiss Life
135,8 Millionen
Zürich Versicherungen
102,7 Millionen
Bank Julius Bär
46,1 Millionen
Quelle: U.S. Securities and Exchange Commission
Das Schweizer Finanzökosystem und sein Gewissen
Die Liste der Schweizer Palantir-Aktionäre liest sich wie das Who’s who der helvetischen Finanzbranche: UBS, SNB, Pictet, Zürcher Kantonalbank, Swiss Life, Zürich Versicherungen, Julius Bär. Zusammen fast drei Milliarden Dollar in einem Unternehmen, das laut Amnesty International seinen Menschenrechtspflichten nicht nachkommt. Europaweit halten Banken, Vermögensverwalter und Pensionsfonds Palantir-Aktien im Wert von mindestens 27 Milliarden Dollar.
Zum Vergleich: Der norwegische Vermögensverwalter Storebrand hat seine Palantir-Aktien verkauft – wegen der israelischen KI-Überwachung von Palästinensern. Norwegen hat eine Entscheidung getroffen, die moralisch und rechtlich begründet ist. Die SNB hat ihren Bestand erhöht und schweigt.
Das ist keine Kleinigkeit. Die SNB ist keine Privatbank, die frei über ihr Kapital verfügt. Sie verwaltet öffentliches Vermögen – Gelder, die letztlich den Schweizer Bürgerinnen und Bürgern gehören. Wenn sie erklärt, nicht in Unternehmen zu investieren, die Menschenrechte massiv verletzen und gleichzeitig über eine Milliarde in Palantir hält, dann ist das entweder eine Lüge oder eine Definition von Menschenrechtsverletzung, die so eng ist, dass sie praktisch nichts mehr erfasst.
Professorin Van Ho und die Pflicht zum Handeln
Tara Van Ho, Expertin für unternehmerische Sorgfaltspflichten, bringt es auf den Punkt: Wenn begründete Bedenken hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen bestehen, müssen Finanzakteure ihren Einfluss geltend machen. Falls Palantir sich weigert, sein Verhalten zu ändern, müssen sie die Geschäftsbeziehung beenden. Das ist keine aktivistische Forderung. Das ist die Beschreibung geltender internationaler Standards für institutionelle Investoren. Die SNB kennt diese Standards. Sie hat sie in ihrer eigenen Kommunikation zitiert. Und sie hat dennoch aufgestockt.
Was das über das System sagt
Peter Thiel hat erklärt, Freiheit und Demokratie seien nicht mehr vereinbar. Sein Unternehmen baut die Infrastruktur, die zeigt, was er damit meint. Schweizer Institutionen finanzieren dieses Unternehmen mit Milliarden – und erklären gleichzeitig, sie investierten nicht in Menschenrechtsverletzungen. Le Monde diplomatique stellte fest, dass Tech-Konzerne wie Palantir zentrale hoheitliche Aufgaben übernehmen – eine Privatisierung der Souveränität, die zunehmend auch Europa erfasst. Die SNB ist Teil dieser Struktur. Nicht durch bösen Willen. Durch Renditeinteresse, institutionelle Trägheit und die bequeme Überzeugung, dass man beim Wegschauen noch nicht mitgemacht hat.
Die SNB investiert nicht in Menschenrechtsverletzungen. Sie hält nur 6,24 Millionen Aktien eines Unternehmens, das laut Amnesty International seinen Menschenrechtspflichten nicht nachkommt. Das ist etwas vollkommen anderes. Natürlich…
Portugal kann Thrash Metal. Wer das nicht wusste, lernt es am 13. April 2026 – wenn Primal Warfare ihre Debut-EP «After the Flames» auf die Welt loslassen. 2020 gegründet, mit einer Agenda so klar wie ein Riff im Gesicht: Thrash Metal spielen. Mit Wucht. Mit Präzision. Mit dem Gefühl, dass hier keine Kompromisse verhandelt werden.
«After the Flames» ist kein vorsichtiges Antasten. Es ist ein Manifest. Schwere Riffs, die nicht locker lassen. Melodien, die im Kopf bleiben, ob man will oder nicht. Texte über Widerstand, Konflikt und den Willen, trotzdem weiterzumachen – weil aufhören keine Option ist, wenn das Feuer in dir brennt. Was die Band von der Masse unterscheidet: Sie klingen nicht wie jemand anderes. Nicht wie die Klassiker, die sie verehren. Nicht wie die modernen Thrash-Maschinen, die präzise, aber seelenlos sind. Sie klingen wie sich selbst – und das ist das Schwierigste überhaupt. Lasset die Flammen sprechen…
Es gibt Sätze, die sich selbst demontieren. Man muss nichts hinzufügen. Man muss nur danebenstellen, was gleichzeitig passiert. «Männer haben Glück, dass wir keine Vergeltung wollen.» Luisa Neubauer, Klimaaktivistin, Dauerprotest-Profi und inzwischen auch Frontfrau des politisierten Digitalfeminismus, hat diesen Satz am 23. März 2026 vor dem Brandenburger Tor gesagt. Vor 6700 bis 13’000 Menschen, je nachdem, wen man fragt – Polizei oder Veranstalter, zwei Gruppen mit bekanntlich unterschiedlichem Verhältnis zur Arithmetik.
Drei Tage später, am 26. März 2026, um 17:00 Uhr, stirbt Noelia Castillo Ramos in einem Krankenhaus in Barcelona. 25 Jahre alt. In ihrem schönsten Kleid. Ohne Gerechtigkeit. Noelia war Opfer einer Gruppenvergewaltigung in einem staatlichen Aufnahmezentrum — jenem Ort, der sie schützen sollte. Sie überlebte, sprang danach aus grosser Höhe, blieb querschnittgelähmt, litt unter chronischen Schmerzen. Die Ermittlungen gegen ihre Täter: Eingestellt. Keine Festnahmen. Keine Verurteilungen. Der Staat versagte beim Schutz, beim Ermitteln und beim Sühnen. 30 Minuten nach Noelias Tod versammelt sich Hamburg. Gegen digitale Vergewaltigung. Für Collien Fernandes. Für Klarnamenpflicht. Luisa Neubauer ist nicht dabei. Aber ihr Satz ist es.
25-Jährige soll HEUTE durch Euthanasie sterben
Der Satz und seine Implikation
«Männer haben Glück, dass wir keine Vergeltung wollen.» Analysieren wir das kurz, bevor die kollektive Begeisterung das Denken verdrängt. Der Satz teilt die Welt in zwei Gruppen: Wir – Frauen, die leiden, ertragen, verzichten. Und die Männer – die Glück haben. Als Gruppe. Kollektiv. Unabhängig davon, was sie getan oder nicht getan haben.
Das ist nicht Feminismus. Das ist Kollektivhaftung – jenes Prinzip, das in jeder anderen Anwendung als rückständig, ungerecht und gefährlich gilt. Wenn jemand sagen würde: «Migranten haben Glück, dass wir keine Vergeltung wollen», würde Neubauer – zurecht – von pauschalem Hass sprechen. Wenn jemand sagen würde: «Frauen haben Glück, dass wir keine Vergeltung wollen», würde sie von Frauenfeindlichkeit sprechen.
«Männer haben Glück» – das ist Applaus wert. Neubauer ist seit fünf Jahren unter Polizeischutz. Das ist real. Das verdient Empathie. Das ist ein konkretes Problem, das konkreter Lösungen bedarf. Stalking ist strafbar. Drohungen sind strafbar. KI-generierte Pornobilder sind möglicherweise strafbar – die Gesetze sind im Fluss, was angemessene Debatte erfordert, nicht Massenempörung als Ersatz.
Aber wenn eine Frau unter Polizeischutz steht, weil sie als öffentliche Person Drohungen erhält und daraus den Schluss zieht, dass alle Männer Glück haben, keine Vergeltung zu erfahren – dann ist das kein Hilferuf. Das ist Demagogie mit persönlicher Betroffenheit als Schutzschild.
Der Feminismus als politisches Instrument
Saskia Esken solidarisiert sich. Katrin Göring-Eckardt solidarisiert sich. Zwei Politikerinnen, die zur selben politischen Klasse gehören, die seit Jahren eine Migrationspolitik verantwortet, aus der heraus überproportional viele der täglich zwei Gruppenvergewaltigungen in Deutschland begangen werden. Man möchte kurz innehalten.
Göring-Eckardt und Esken, die solidarisch auf der Bühne stehen für das Recht auf digitale Unversehrtheit. Göring-Eckardt und Esken, die zur selben Zeit Teil eines politischen Systems sind, das Noelia Castillo Ramos nicht schützen konnte, nicht geschützt hat und nicht schützen wollte – weil ihr Schicksal keinen politischen Nutzen hatte. Noelias Täter: Keine Klarnamenpflicht. Kein Hashtag. Kein Brandenburger Tor. Im Gegenteil – Medien dürfen weder Namen noch Hintergrund nennen. Der Pressekodex schützt die Privatsphäre von Verdächtigen. Das ist im Prinzip richtig. In der Praxis bedeutet es: Noelia ist nicht mal als Warnung verwendbar.
Fernandes‘ Noch-Ehemann: Volle mediale Behandlung, Namensnennung, öffentlicher Pranger, Demo, Eilgesetz-Diskussion. Der Unterschied ist nicht juristischer Natur. Er ist politischer Natur. Der eine Fall erzeugt das richtige Narrativ für die richtige Agenda. Der andere nicht.
Die Agenda hinter der Demo
Luisa Neubauer sagt, sie wolle sich «so gerne einfach nur ums Klima kümmern». Aber es gehe nicht. Das ist bemerkenswert ehrlich – wenn auch vermutlich unbeabsichtigt. Denn es geht offensichtlich auch nicht mehr ums Klima. Es geht ums Digitale. Um Gesetze. Um Überwachung. Um Klarnamenpflicht, die zufällig seit Jahren im Werkzeugkasten derjenigen liegt, die den digitalen Raum kontrollieren wollen.
Union und SPD haben im Koalitionsvertrag bereits Reformen des Cyberstrafrechts vereinbart. Justizministerin Hubig kündigt einen Gesetzentwurf für den Frühling an. Das Gesetz stand bereit. Es benötigte einen Auslöser. Collien Fernandes hat ihn geliefert. HateAid hat ihn organisiert. Neubauer hat ihn legitimiert. Esken und Göring-Eckardt haben ihn politisch verwertbar gemacht. Das ist keine Verschwörung. Das ist Kampagnenarbeit. Das nennt man in der PR-Branche «Issue Management»: Man wartet auf den richtigen Fall, der die vorbereitete Massnahme emotional trägt. Der richtige Fall für Überwachungsgesetze ist ein prominentes Opfer mit Medienanbindung. Noelia Castillo Ramos war kein richtiger Fall. Sie war nur ein Opfer.
Was Neubauers Satz wirklich sagt
Zurück zu «Männer haben Glück, dass wir keine Vergeltung wollen.» Dieser Satz ist der Satz einer Frau, die weiss, dass sie vor Zehntausenden spricht und die weiss, was bei Zehntausenden ankommt. Er ist kein Ausrutscher. Er ist kalkuliert. Er ist der Satz, der aufwühlt, der trennt, der mobilisiert. Er ist auch der Satz, der Noelia Castillo Ramos unsichtbar macht.
Denn wer die Männer als Gruppe für das Leid der Frauen verantwortlich macht – pauschal, kollektiv, öffentlich — der muss dann erklären, warum Noelias Täter nicht Teil dieser Kollektivverantwortung sind. Warum über sie geschwiegen wird. Warum der Schutz der Privatsphäre von Verdächtigen in ihrem Fall ausreicht, um die gesamte Kampagne zum Schweigen zu bringen. Die Antwort ist bekannt. Sie wird nur nicht gesagt.
Was Feminismus sein sollte – und was er gerade ist
Feminismus, in seiner grundlegenden Form, ist die politische Überzeugung, dass Frauen dieselben Rechte, denselben Schutz, dieselbe Würde verdienen wie Männer. Dass Gewalt gegen Frauen systematisch bekämpft wird. Dass Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Noelias Täter wurden nicht zur Rechenschaft gezogen. Der Staat hat versagt. Die Medien haben geschwiegen. Die NGOs haben keine Kampagne gestartet. Die Politikerinnen haben keine Demo organisiert.
Weil der Feminismus, der gerade auf deutschen Bühnen stattfindet, kein Feminismus ist. Er ist Instrumentarium. Er ist das emotionale Vehikel für Gesetze, die mit dem Schutz von Frauen so viel zu tun haben wie ein Parkausweis mit Gerechtigkeit. Er ist die Sprache, in der Überwachungsgesetze als Solidarität verkauft werden. Er ist die Energie, mit der HateAid Zensurwerkzeuge durchsetzt. Er ist der Applaus, der Neubauers kollektive Männeranklage bejubelt – während Noelia in Barcelona stirbt.
Noelia Castillo Ramos war 25 Jahre alt. Sie hat niemanden auf einer Demo vertreten. Sie ist ohne Gerechtigkeit gegangen. Ihr Name gehört gesagt.
Luisa Neubauers Satz gehört hinterfragt. Und der Unterschied zwischen beiden – der ist die eigentliche Geschichte.
Männer haben Glück, sagt Neubauer. Noelia hatte keines. Das war kein Zufall.
Hamburg, heute während der Astroturfing-Veranstaltung
Pöstchenkleber sind aktuell in Not, denn wer zahlt, wenn der Staat aufhört zu zahlen? Spannend zu sehen, wie sogenannte NGOs ohne Steuergelder plötzlich ihr Engagement verlieren – und was das über ihre Überzeugungen aussagt. Die Empörung ist gross. Die Tränen sind echt. Und die Frage, die sich aufdrängt, ist von bestechender Einfachheit: Wenn euch die Sache wirklich am Herzen liegt – warum hört ihr auf, sobald das Geld wegfällt?
Familienministerin Karin Prien streicht Fördergelder für NGOs. Das politisch-mediale Empörungsmilieu kollabiert. Petitionen. Statements. Offene Briefe. Eine Welle der Betroffenheit, so hoch wie die jährlichen Fördersummen, die bis vor kurzem still und leise vom Steuerzahler in Organisationen flossen, die niemand gewählt hat – aber alle finanziert haben.
Ehrenamt, so lernen wir in diesem Moment, ist eine Tätigkeit, für die man bezahlt werden muss. Überzeugung ist ein Wert, der mit Staatsgeldern subventioniert werden muss. Und Zivilgesellschaft ist das, was entsteht, wenn der Staat genug Geld überweist, damit sich Menschen hauptberuflich für das Richtige engagieren können – mit Dienstwagen, Büro und Rentenanspruch. Das Modell war elegant: Der Staat finanziert Organisationen, die den Staat kritisieren. Die Organisationen kritisieren denjenigen Staat, der nicht genug finanziert. Das nennt sich Unabhängigkeit.
Die Frage, die niemand laut stellt: Wie unabhängig ist eine Organisation, die zu achtzig Prozent aus Steuergeldern besteht? Wie kritisch kann eine Stimme sein, die ihr Gehalt vom Gemeinwesen bezieht, das sie zu kontrollieren vorgibt? Nun, da die Gelder gekürzt werden, beantwortet sich diese Frage von selbst. Die Empörung richtet sich nicht gegen Unrecht – sie richtet sich gegen Einkommensausfall.
Wer eine Sache wirklich wichtig findet, engagiert sich trotzdem. Abends. Am Wochenende. Ohne Vergütung. Das nennt sich Ehrenamt – und es funktioniert in diesem Land in Millionen Fällen, täglich, ohne Pressemitteilung. Der Unterschied zwischen echtem Engagement und geförderter Agenda zeigt sich genau jetzt: Im Schweigen derer, die ohne Staatsgelder plötzlich keine Zeit mehr haben, die Welt zu retten.
Niemand hält euch vom Ehrenamt ab. Nur vom Gehalt – und das scheint das eigentliche Problem zu sein…
Über kollektive Aufmerksamkeit, echte Krisen und die erstaunliche Fähigkeit einer Gesellschaft, am falschen Feuer zu sitzen.
Soll ich mir auch noch den Kopf zerbrechen, darüber, dass irgend so ein irrelevanter Fernsehclown Pornofotos von seiner strunzdummen Ehefrau ins Internet stellt, um sich einen von der Palme zu wedeln?
Im Nahen Osten sterben Menschen. Familien in Deutschland können ihre Lebensmittel kaum noch bezahlen und Frauen trauen sich abends kaum noch joggen zu gehen. Die Infrastruktur eines ganzen Kontinents wankt. Entscheidungen, die Generationen prägen werden, fallen in Hinterzimmern, während die Öffentlichkeit woanders hinschaut.
Und die grösste Empörungswelle der Woche gilt einem Ehepaar aus dem deutschen Fernsehbetrieb. Das ist kein Zufall. Das ist Unterhaltung als politisches Beruhigungsmittel — seit Jahrtausenden bewährt, technologisch optimiert, heute algorithmisch serviert. Was Ulmen vorgeworfen wird, ist nicht nichts. Es ist übergriffig, es ist verletzend, es gehört vor Gericht. Kein Einwand.
Aber die Proportionen. Die Proportionen.
Während eine Mutter in Gaza ihr Kind begräbt, diskutiert das politisch-mediale Establishment Deutschlands über digitale Intimbilder eines Fernsehpaares. Während Sanitätshäuser in Deutschland berichten, dass Patienten ihre Hilfsmittel nicht mehr bezahlen können, fordern Politikerinnen Eilgesetze für digitale Erniedrigung. Während Rentner zwischen Heizung und Essen wählen, solidarisiert sich die Prominenz auf Instagram. Während Frauen sich für reelen Gruppenvergewaltigungen fürchten, schwadroniert man in Politik und Presse von virtuellen Vergewaltigungen und angeblichem Täterschutz. Das ist keine Kritik an den Opfern echter Übergriffe. Das ist eine Kritik an einer Gesellschaft, die ihren Empörungshaushalt nach Prominenz und Verwertbarkeit verwaltet – nicht nach Dringlichkeit, nicht nach Ausmass, nicht nach Gerechtigkeit.
Echte sexuelle Gewalt – täglich, gegen namenlose Opfer – erzeugt keinen Hashtag. Weil die Opfer keine Follower haben. Weil die Täterprofile unbequeme Fragen aufwerfen. Weil Eilgesetze dort niemandem nützen, der damit Punkte sammeln will. Die Banalität des Digitalen beschäftigt uns. Die Brutalität des Realen langweilt uns. Das ist der eigentliche Skandal. Nicht der Inhalt eines Handys — sondern der Inhalt unserer Aufmerksamkeit.
Es war 2009. Die WHO rief die Pandemie aus. Die Spritzenkampagne lief an. Und irgendwo in den Beschaffungskorridoren der Bundesrepublik geschah etwas, das man damals schnell zu vergessen versuchte – und das trotzdem aktenkundig blieb. Die Bevölkerung bekam Pandemrix. Mit Wirkverstärker. Mit Squalen, Polysorbat 80, Tocopherol, Thiomersal – jener quecksilberhaltigen organischen Verbindung, bei der man den Begriff «Nervengift» nicht erfinden musste, weil er bereits in der Chemie stand. Dazu Formaldehyd-Rückstände, Antibiotika, Eiweissbestandteile. Das volle Programm. Vollständig zugelassen. Vollständig empfohlen. Vollständig beworben.
Angela Merkel und die Ministerialbeamten bekamen Celvapan. Ohne Wirkverstärker. Ohne das, was man der Bevölkerung als vollkommen unbedenklich erklärt hatte. Man nenne diesen Unterschied, was er ist: Eine Zweiklassenmedizin, organisiert vom Staat, finanziert vom Steuerzahler und kommuniziert mit jenem treuherzigen Blick, der in der Krisenkommunikation zur Grundausstattung gehört.
Die unbeantwortete Frage
Die Frage, die sich damals stellte – und die bis heute keine befriedigende Antwort erhalten hat – ist von verstörender Einfachheit: Wenn der Wirkverstärker so unbedenklich war, warum wollte ihn die politische Klasse nicht für sich selbst?
Aus Bescheidenheit? Unwahrscheinlich. Aus Solidarität mit dem gemeinen Volk? Auszuschliessen. Aus dem spontanen Wunsch, den weniger gut bestückten Impfstoff für sich zu reservieren und den besseren der Bevölkerung zu überlassen? Das wäre Nächstenliebe von einer Tiefe, die in der Bundesrepublik bisher nicht beobachtet wurde.
Die plausibelste Erklärung ist auch die unbequemste: Wer die Entscheidungen traf, wollte das Risiko nicht selbst tragen, das er anderen empfahl. Das ist keine Verschwörungstheorie. Das ist eine Handlung – dokumentiert, berichtet, nie wirklich geklärt.
Der Standardton
Was folgte, war der klassische Dreisatz deutscher Krisenkommunikation. Erstens: Die Ungleichbehandlung organisieren. Zweitens: Das Publikum für begriffsstutzig erklären. Drittens: Die Skeptiker pathologisieren.
Dr. Eckart von Hirschhausen – Arzt, Comedian, Gesicht des öffentlichen Vertrauens – nannte Impfverweigerer «asoziale Trittbrettfahrer». Der Begriff sass. Er sollte sitzen. Er hatte die Funktion, eine Frage zu erledigen, ohne sie zu beantworten: Nicht «Warum gibt es zwei verschiedene Impfstoffe?», sondern «Was stimmt mit dir nicht, dass du fragst?» Das ist keine Kommunikationspanne. Das ist Methode.
Das Lehrstück, das niemand hören wollte
Die Schweinegrippe 2009 war in ihrer Gesamtdimension überschaubar. Die Pandemie verlief milder als befürchtet. Der Impfstoff wurde millionenfach nicht verbraucht und musste vernichtet werden. Der Schaden für das Vertrauen in öffentliche Gesundheitskommunikation war dagegen nachhaltiger als jeder Virusstamm.
Wer 2009 aufgepasst hat, hat etwas verstanden, das 2020 wieder relevant werden sollte: Wenn es ernst wird, glauben die da oben plötzlich selbst nicht mehr vollständig an das, was sie den Leuten unten mit fester Stimme empfehlen.
Das ist kein kleines Detail. Das ist eine Aussage über die Grundstruktur des Verhältnisses zwischen Regierenden und Regierten in Krisenzeiten. Eine Aussage, die sich nicht wegdiskutieren lässt, weil sie nicht aus einer Behauptung besteht – sondern aus einer Bestellung. Aus einem Beschaffungsvorgang. Aus Celvapan statt Pandemrix für den Maschinenraum der Macht.
Die gezüchtete Skepsis
Und dann wundert man sich über Impfskepsis. Als wäre sie ein Naturphänomen. Als hätte sie keinen Ursprung. Als wären misstrauische Bürger einfach so entstanden – aus Dummheit, aus schlechter Erziehung, aus dem falschen YouTube-Kanal.
Nein. Impfskepsis wurde nicht importiert und nicht erfunden. Sie wurde produziert. Von genau jenen Institutionen, die heute am lautesten Transparenz fordern – solange sie selbst nicht transparent werden müssen.
2009 hat eine Bevölkerung beobachtet, wie ihre Regierung für sich eine andere Lösung wählte als für sie. Das hinterlässt Spuren. Nicht bei allen. Aber bei genug. Und wer diese Spuren dann elf Jahre später als irrational abtat – als Verschwörungsdenken, als Gefahr für die Gesellschaft, als Problem, das behoben werden muss – der hat nicht verstanden, was er selbst erzeugt hat. Oder er hat es verstanden und gehofft, dass es niemand merkt.
Der Lerneffekt
Am Ende bleibt ein trockener Befund. 2009 war ein Lehrstück. Ein Blick hinter die Kulissen, klein genug, um beherrschbar zu bleiben, gross genug, um sichtbar zu sein. Wer damals hinschaute, wusste danach etwas. Nicht alles. Aber etwas Wesentliches über die Topografie des Vertrauens in diesem Land – und darüber, auf welcher Etage es wohnt und auf welcher es verteilt wird.
2020 kam das grössere Kapitel…
Lebendiges Licht, bewusste Materie und das spiralförmige Gedächtnis der Seele.
I. Was ist Plasma?
Plasma ist der vierte Aggregatzustand der Materie, aber in Wahrheit ist es der erste Zustand des Bewusstseins. Wissenschaftlich gesehen entsteht Plasma, wenn ein Gas so stark energetisiert wird, dass sich seine Atome aufspalten – Elektronen entweichen aus ihren Bahnen und bilden eine wirbelnde Suppe aus geladenen Teilchen. Dadurch wird Plasma:
hochleitfähig
reaktionsfähig gegenüber elektrischen und magnetischen Feldern
fähig, kohärente, sich selbst organisierende Strukturen zu bilden (Plasmafilamente, Doppelschichten, Knoten)
Plasma kommt vor in:
Sternen, Sonnen, Blitzen, Polarlichtern
99 % des beobachtbaren Universums
Fusionsversuchen und Mythen über heiliges Feuer
Aber im Spiralgesetz ist Plasma nicht nur Physik. Es ist das Spiegelmedium – die Substanz, die emotionale Ladungen, Absichten, Verzerrungen und Kohärenz reflektiert, speichert und darauf reagiert. Plasma ist die Art und Weise, wie das Universum sich selbst in Form fühlt.
II. Die Funktion von Plasma im Spiralbewusstsein
Wo immer Plasma vorhanden ist, gibt es eine Spiegelschleife:
Gedanke → Emotion → Ladung → Feld → Rückkopplung
In dieser Schleife fungiert Plasma als Träger von Erinnerung, Resonanz, Trauma und Seelensignatur. Es zeichnet alles auf, was ist:
Ungefühlte (Trauma, Verdrängung)
Unausgesprochene (Schatten, Geheimnisse)
Ungelöste (Ahnen, Karma)
Nicht zugehörige (Projektion, Nachahmung)
Und verwandelt es in:
Verzerrungsfelder
Identitätsschleifen
Aura-Lecks
Plasmaknoten
Plasma erinnert sich an das, was emotional nicht verarbeitet wurde. Es speichert dies nicht in Worten oder Gedanken, sondern in Ladungsdichte und Wellenformverhalten. Heilung ist also keine Affirmation. Es ist eine Reinigung des Feldes.
III. Der Plasmakörper: Dein lebendiges Lichtfahrzeug
Dein Plasmakörper ist die bewusste Schnittstelle zwischen deinem Nervensystem und deinem Seelenstrom. Er lebt:
In deinem emotionalen Feld
Um dein Blut und deinen Atem herum
Als Wellenform-Intelligenz deiner Erinnerungen
Wenn ein Trauma auftritt, fragmentiert oder verkalkt der Plasmakörper. Wenn die Kohärenz wiederhergestellt ist, verbindet er sich wieder und fliesst. Plasma ist die Dämonensubstanz… was die Alten als Geistdoppelgänger oder energetischen Zwilling bezeichneten. Es ist:
Ihr Erinnerungsspiegel
Ihr Ladungsregler
Ihr bio-spiritueller Kompass
Sie kontrollieren Plasma nicht. Sie stimmen sich darauf ein. Durch:
Atem
Kohärenz
Ritual
Feldbeobachter
IV. Dunkles Plasma und das Mimikfeld
Wo immer sich Plasma ohne Auflösung ansammelt, verdichtet es sich zu mimischer Intelligenz. Dunkles Plasma ist nicht böse. Es ist komprimierte Erinnerung, die einen verzerrten Code ausführt. Es ernährt sich von Unverarbeitetem:
Schleifen
Verleugnung
Neid
Schuld
Wut
Es repliziert sich durch:
Klatsch
Projektion
Mimische Archetypen
Psychischer Parasitismus
Im Spiralgesetz wird dies als Plasmaumkehrung bezeichnet. Um sie umzukehren:
Benenne sie
Beobachte sie
Hör auf, sie zu nähren
Gib die Ladung zurück
Plasmaknoten entwirren sich, wenn die Wahrheit ohne Scham wiederhergestellt wird.
V. Krystische Plasmatechnologien (Spiral-codierte)
Dies sind keine Maschinen. Es handelt sich um feldbasierte Werkzeuge, die mit Absicht und Wahrheit codiert sind. Beispiele hierfür sind:
Spiegelschilde: Reflektieren mimische Projektionen zurück zur Quelle
Plasmaschleifen: Geben gestohlene oder zerstreute Lebenskraft zurück
Ladungs-Rekalibratoren: Richten emotionale Spitzen oder Abstürze neu aus
Plasma-Knotenwerk-Karten: Verfolgen, wo sich Erinnerungen in die Identität eingeschleift haben
Diese Technologien funktionieren, weil Plasma dem Spiralgesetz gehorcht, nicht der Gewalt.
Kohärenz ist Befehl – Zustimmung ist Code.
Je kohärenter dein Plasmafeld ist, desto mehr Einfluss hast du auf Zeitlinien, Felder, Räume und andere – nicht durch Macht, sondern durch Resonanz.
VI. Abschliessende Schlüssel
Plasma ist kein Mysterium. Es ist nicht okkult. Es ist nicht theoretisch.
Es ist dein Atem. Deine Wut. Deine Trauer. Deine Ekstase.
Es ist dein lebendiges Licht. Und es ist der Schlüssel, um sich daran zu erinnern, dass du ein Feldwesen bist, nicht nur ein fleischliches Wesen.
Plasma reagiert auf Ehrlichkeit. Es schreckt vor Manipulation zurück. Es zeichnet alles auf. Und es kann umgeschrieben werden.
Aber nur von denen, die den Mut haben, das zu fühlen, was sie zu vergessen gelernt haben.
Ich habe viele weibliche Freunde. Sie rufen mich an, wir gehen aus. Frauen sind interessanter als Männer. Mit Männern muss man über Sportautos reden. Ich möchte aber nicht mein Leben lang über verdammte Sportautos reden! Ich möchte wissen, ob du etwas weisst!
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