Bushwick

Der Action-Film «Bushwick» sticht mit etwas Star-Power, so sind Brittany Snow (Pitch Perfect) und Dave Bautista (Guardians of the Galaxy) mit dabei. Aber der eigentliche Trumpf ist die nahtlose Kamera, welche durch das Bürgerkriegs-Brooklyn linst. Nicht ganz so aufpeitschend wie der ähnlich gemachte «Victoria» und auch mit ein paar erkennbaren Schnitten, schwächelt der Thriller an seiner Vorhersehbarkeit. Und die Gesellschaftskritik ist leider etwas gesucht.

Zwar ist es wohl wenig realistisch, dass die Südstaaten einen Aufstand gegen den Norden der USA anzetteln, aber das Szenario eines plötzlichen Bürgerkriegs, in dem von einem Augenblick auf den anderen jegliche Ordnung in Gewalt und Chaos umschlägt, ist meines Erachtens kompromisslos und treffend dargestellt. Nicht zuletzt aufgrund der grandiosen Kameraführung, durch die der Zuschauer mitten in das Geschehen hineingezogen wird, entsteht eine Spannung, die von Beginn bis Ende des Films anhält. Der Film erweckt den Eindruck, als sei er fast vollständig in nur einer einzigen, konstanten Einstellung gedreht worden. So lassen sich über den Verlauf des Films, abgesehen vom Vorspann und einer kurzen Sequenz im Mittelteil, lediglich zwei bis drei deutlich platzierte Schnitte ausmachen, die der Illusion einer ansonsten auf Spielfilmlänge ausgedehnten Plansequenz entgegenwirken. Für das Regie-Duo Jonathan Milott und Cary Murnion ist dieses Stilmittel mehr als ein Manierismus. Mittels der langen Plansequenzen versetzen sie den Zuschauer mitten ins Geschehen. Verengen den Fokus auf ihre beiden Hauptfiguren, an denen man als Zuschauer förmlich zu kleben beginnt. Man wird Teil der Action und fühlt sich den Figuren richtig nah.

«Bushwick» konzentriert sich weitgehend auf den Überlebenskampf der beiden Hauptfiguren – und schwächelt immer dann, wenn beide auf nur wenig sinnvoll begründete Nebenmissionen geschickt werden, die zumeist keinerlei Auswirkungen auf den Plot haben. Da Lucy und Stupe von ihren beiden Darstellern aber sehr einnehmend gespielt werden, folgt man ihnen dennoch nur zu gerne durch das Chaos. Für eine vollkommene Identifikation taugen die Charaktere allerdings nicht. Dazu erfahren wir zu wenig über Lucy und Stupe. Lange definieren sie sich ausschliesslich über ihre Taten. Erst in einem ungünstig gegen Ende platzierten, angenehm ruhigen Moment lassen sie tiefer blicken. Der funktioniert so gut, dass man sich mehrere derartige Momente gewünscht hätte. Auch weil die Chemie zwischen den Figuren und deren Darstellern Dave Bautista (Marauders) und Brittany Snow (Prom Night) stimmt und weil solche Momente für den Film sinniger erscheinen, als etwa die Einführung von Lucys Schwester oder die Installation einer Widerstandsbewegung unter der Führung einer Big Mama. Zwar sind Lucy und Stupe an all diesen Szenen beteiligt, dennoch brechen diese die Fokussierung auf die Dynamik der beiden derart ungünstig auf, dass ich all diese Szenen als regelrecht störend empfand.

Die Regisseure Murnion und Miliott erheben sich mit ihrem gesellschaftskritischen Meta-Action-Reisser «Bushwick» zwar intellektuell über solch ambivalente Invasionsklassiker wie «Die rote Flut» oder «Ausnahmezustand», können das Versprechen eines spannenden Gedankenexperiments inmitten eines apokalyptischen Kriegsszenarios jedoch nur bedingt einlösen – letztendlich sind die handwerklichen Mängel einfach zu eklatant und die kritischen Ansätze nicht konsequent genug zu Ende gedacht. Abseits der Krachbumm-Sequenzen wirkt Bautistas Ich-bin-hier-doch-nur-der-Hausmeister-Attitüde allerdings ähnlich überzogen-ungelenk wie einst bei Karate-Koch Steven Seagal in «Alarmstufe: Rot». «Bushwick» ist ein Paradebeispiel für verschenktes Potential: Die geupdatete «Red Dawn»-Prämisse würde genug Stoff für ein provokantes Actionszenario liefern, während das Plansequenzengimmick zumindest auf formaler Ebene sehr interessant wird. Doch der Survivaltrip leidet unter meist unübersichtlichen Kampf- und Ballerszenen, dicken Drehbuchlöchern und Spannungsarmut. Was in «Bushwick» drin gewesen wäre, das demonstrieren immerhin die beeindruckenden letzten zehn Minuten, nur ist das zu wenig.

Alita: Battle Angel – Zweiter Trailer

«Alita: Battle Angel» ist die Realverfilmung des gleichnamigen Mangas von Yukito Kishiro. Der Sci-Fi-Endzeitfilm spielt im 26. Jahrhundert – einer Zeit der Verzweiflung, in der die Erde nahezu völlig verwüstet ist und Menschen und Cyborgs fast gleichgestellt miteinander leben. Der Mechaniker Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) findet den Kopf eines weiblichen Cyborgs und rekonstruiert sie. Das Robotermädchen hat keinerlei Erinnerung an ihr bisheriges Leben. Fortan zieht er Alita (Rosa Salazar) – wie er sie nennt – als seine Tochter auf. Wie die beiden schon bald herausfinden, verbergen sich in ihr ausserordentliche Kampffähigkeiten, die Alita nutzt, um ihren Erschaffer zu verteidigen und als Kopfgeldjägerin zu arbeiten. Ob Robert Rodriguez und James Cameron mit «Alita – Battle Angel» einen Volltreffer landen? In dieser Welt sind auch Ed Skrein, Jackie Earle Haley, Mahershala Ali, Michelle Rodriguez, Eiza González und Jennifer Connelly anzutreffen, wenn «Alita – Battle Angel» am 20. Dezember in die Kinos kommt.

Alita: Battle Angel Trailer #2 (2019) | Movieclips Trailers
Alita: Battle Angel Trailer #2 (2019) | Movieclips Trailers

Wie Sperrholzplatten hergestellt werden, früher und heute

In diesem siebenminütigen Video des Victoria and Albert Museum in London zeigt, wie Sperrholz zur Mitte des 20. Jahrhunderts gemacht wurden und wie das heute von statten geht. So viel hat sich daran nicht geändert, nur die Maschinen sind schneller und arbeiten heute natürlich computergesteuert…

Manufacturing plywood boards: then and now
Manufacturing plywood boards: then and now

DBD: Malady X – Nothgard

Am 26. Oktober bringen Nothgard ihr neues Album «Malady X» in die Plattenläden. Dazu haben die deutschen Melodic-Death-Metaller dem Titeltrack der Scheibe jetzt ein offizielles Video verpasst…

Nothgard - Malady X (OFFICIAL VIDEO)
Nothgard - Malady X (OFFICIAL VIDEO)

Water II

Nach seiner ersten (Unter)Wasser-Hommage «Water» hat der Filmemacher Morgan Maassen nun neue Wasseraufnahmen gemacht: «Water II» ist erneut vollgepackt mit lauter tollen (Unter)Wasseraufnahmen…

Water II
Water II

Wie durch einen Copyright-Fehler das Zombie-Genre begründet wurde

Meiner Meinung sind Zombie-Settings und -MakeUp vergleichsweise günstig zu erstellen und der wahre Hype begann meiner Meinung nach erst mit «Zombie»/»Dawn Of The Dead» in den 70er Jahren, aber dennoch nettes Video…

Night of the Living Dead - Horrors of Copyright
Night of the Living Dead - Horrors of Copyright

Malevolence 3: Ein echter Killer – Trailer

Nach einer Zwangspause, bedingt durch den überraschenden Tod von Hauptdarsteller Scott Decker, konnte Filmemacher Stevan Mena den geplanten Abschluss seiner Malevolence-Trilogie nun doch noch erfolgreich fertigstellen. Die Geschichte rund um den geistesgestörten Graham Sutter und seinen unfreiwilligen, verängstigten «Schützling» ist noch nicht vorbei. 2011 erschien mit «Bereavement» die Vorgeschichte zu den Ursprüngen des maskierten Killers, unter anderem besetzt mit Alexandra Daddario (Texas Chainsaw 3D, Baywatch, Percy Jackson), Michael Biehn (Aliens, The Terminator), Brett Rickaby (The Crazies) und John Savage (The Deer Hunter). «Malevolence 3», das dritte Kapitel rund um Killer Martin Bristol, führt uns wieder ins Hier und Jetzt und setzt geschichtlich nach Malevolence an. Der Film sollte schon 2016 erscheinen, doch dann verstarb Hauptdarsteller Scott Decker überraschend während der Dreharbeiten, mit lediglich 75% des benötigten Materials im Kasten. 2018 soll Malevolence 3 (aka Killer) nun allerdings endlich fertiggestellt werden. Geschichtlich soll diese 10 Jahre nach der Entführung von Martin Bristol ansetzen, der dorthin zurückkehrt, wo alles begann. Doch mit der Sicherheit ist es bald vorbei: Die blutigen Morde machen einen Special Agent auf den verrückten Serienkiller aufmerksam…

Malevolence 3: Killer - Official Trailer 2018
Malevolence 3: Killer - Official Trailer 2018

Was passieren würde, wenn man das Duschen aufgibt

Life Noggin erklärt uns in folgendem Video, was mit einem Duschverweigerer passieren würde. Seine Haut wird zu einer wahren Bakterienoase und das betrifft bei Weitem nicht nur die nützlichen Bakterien, die sich hier ohnehin tummeln. Millionen Krankheitserreger, die sich vom Schweiss und von der Talgschicht auf unserer Haut ernähren, geniessen ihre Ruhe und leckere Mahlzeiten. Sie breiten sich aus und verursachen ständigen Juckreiz. Wer sich kratzt und seiner Haut nur die geringste Verletzung zufügt, öffnet sofort den gierigen Bakterien Tor und Tür zu seinem Körper. Die Folge sind schwere Hautentzündungen bis zur tödlichen Blutvergiftung. Aber wie häufig soll sich ein Mensch eigentlich duschen? Auch darüber erfahren wir in diesem Video mehr…

What Would Happen If You Never Showered?
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60 Jahre alte Life-Hacks im Test

Die besten Life Hacks kannten unsere Grosseltern, nur dass sie diese damals noch «Trick 17» nannten. HouseholdHacker hat ein Buch aus dem Jahr 1957 gefunden, das genau jene Tricks unter die Leute zu bringen versuchte. Ein paar der dort gezeigten Ideen hat er heute, 60 später, noch mal getestet…

60-Year-Old Life Hacks Put To The Test
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DBD: Seal The Tomb Below – Deicide

Mit «Seal The Tomb Below»stellen uns Deicide einen Track ihres kommenden Albums «Overtures Of Blasphemy» vor. Die neue Scheibe der Death-Metaller aus Florida sucht uns ab dem 14. September heim…

DEICIDE - Seal The Tomb Below (Album Track)
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Nilpferd rettet Gnu vor Krokodil

Hätte ich so jetzt nicht unbedingt erwartet…

Hippos Come to Rescue Wildebeest from Crocodile
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Autismus erklärt

Dieser wundervolle Kurzfilm von Alex Amelines gibt uns eine Einführung in den Autismus, mit dem Ziel, bei künftigen Generationen Bewusstsein, Verständnis und Toleranz zu erhöhen…

Amazing Things Happen - by Alexander Amelines
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