Über IEA-Notfallpläne, Tempolimits als Energiepolitik und die erstaunliche Regelmässigkeit, mit der Krisen genau die Massnahmen ermöglichen, die sonst niemand wollte.

Energie-Armageddon - oder: Das Drehbuch, das wir schon kennen

Die IEA — die Internationale Energieagentur, jenes erlesene Gremium westlicher Industriestaaten, das seit Jahrzehnten die Energiepolitik der freien Welt koordiniert – hat ihr Notfall-Playbook aktiviert. Punkt für Punkt, wie aus einer Schublade, die schon lange bereit lag. Tempolimit auf Autobahnen. Homeoffice-Pflicht. Reduzierter öffentlicher Verkehr. Einschränkung nicht-essentieller Reisen. Rationierung von Treibstoff. Lebensmittelkontingente in bestimmten Märkten. Man kennt die Sprache. Man hat sie 2020 gelernt. Damals hiess es Gesundheitsmassnahme. Heute heisst es Energiemassnahme. Die Fehlermeldung auf dem Bildschirm ist dieselbe, nur der Absender hat gewechselt.

Das Absolute Zero Playbook – für alle, die es bisher nicht kennen
Es gibt ein britisches Regierungsdokument aus dem Jahr 2021, das den unfreiwillig ehrlichen Namen «Absolute Zero» trägt. Erstellt von Universitäten im Auftrag der Regierung, beschreibt es den Weg zur Klimaneutralität bis 2050. Die Massnahmen: Kein Flugverkehr ab 2030, keine neuen Benzinfahrzeuge, drastische Einschränkungen des Reisens, Umstrukturierung der Ernährung weg von tierischen Produkten. Nicht als Katastrophenszenario. Als Plan.
Was jetzt passiert – Flüge werden gestrichen, United Airlines hat bereits fünf Prozent seines Programms gekürzt, Treibstoff wird rationiert in Japan, Südkorea, Australien – sieht aus wie die beschleunigte Umsetzung dieses Plans. Nicht durch politische Entscheidung, nicht durch demokratische Debatte, nicht durch Volksabstimmung. Durch Krise.
Das Hormus-Ereignis liefert die Begründung. Der IEA-Notfallplan liefert die Struktur. Und die Bevölkerung liefert die Compliance – weil sie 2020 gelernt hat, dass vorübergehende Einschränkungen zum Schutz der Gemeinschaft akzeptiert werden. Niemand fragt mehr, wann vorübergehend endet.

Lebensmittelrationierung als neue Normalität
Das Wort klingt nach Krieg. Nach Rationierungsmarken, nach Warteschlangen, nach einer Epoche, die Europa überwunden glaubte. Es ist zurück. Nicht als Metapher. Australien empfiehlt, nicht notwendige Fahrten zu vermeiden. Japan rationiert Treibstoff. Südkorea rationiert Treibstoff. Shell warnt, Europa könnte bereits im nächsten Monat mit Treibstoffknappheit konfrontiert sein. QatarEnergy hat höhere Gewalt erklärt – die globalen LNG-Lieferketten sind gestört.
Und dann der Faktor, über den niemand laut spricht: Ein Drittel der globalen Düngemittellieferungen läuft durch die Strasse von Hormus. Jetzt, im Frühling. In der Pflanzsaison. Wenn in den nächsten Wochen kein Dünger auf die Felder kommt, gibt es im Herbst keine Ernte – nicht weil der Krieg die Felder zerstört hat, sondern weil die Lieferkette unterbrochen wurde. Das ist nicht spekulativ. Das ist Agrarökonomie.

Energie-Armageddon - oder: Das Drehbuch, das wir schon kennen

Die Demokratie der Notfallmassnahmen
Hier liegt der eigentliche Kern des Energie-Armageddon – nicht die Knappheit selbst, sondern die Mechanismen, die sie aktiviert. In einer normalen Demokratie würde man fragen: Wer hat entschieden, die Strasse von Hormus zu blockieren? Wer trägt die Konsequenzen? Welche politische Instanz hat genehmigt, dass das Notfall-Playbook der IEA aktiviert wird? Wer wählt die Technokraten, die entscheiden, welche Reisen «essentiell» sind?
Diese Fragen werden nicht gestellt. Nicht weil sie verboten wären – sondern weil Krisen eine eigene Legitimationslogik erzeugen. Notstand schafft Handlungsvollmacht. Wer in einer Krise nach demokratischer Legitimation fragt, wirkt unsolidarisch. Das war 2020 so. Es ist 2026 so.
Das «Absolute Zero»-Dokument beschreibt eine Welt ohne Flugverkehr, ohne freies Reisen, mit rationierter Ernährung und kontrollierten Energiebudgets. Es wurde vor fünf Jahren als langfristiger Klimaplan präsentiert. Es wird gerade als Notfallmassnahme implementiert. Die Ziele sind dieselben. Der Weg ist kürzer als geplant.

Wer profitiert
Öl bei 110, auf dem Weg zu 150 Dollar. Rüstungskonzerne mit Rekordumsätzen. BlackRock als grösster Aktionär sowohl der IT-Konzerne als auch der Rüstungsunternehmen – und bereits als Koordinator des Ukraine-Wiederaufbaus etabliert. Palantir mit Milliardenverträgen beim US-Militär.
Auf der anderen Seite: Ein Rentner in Deutschland, der zwischen Heizung und Lebensmitteln abwägt. Ein Landwirt in Afrika, der keinen Dünger bekommt. Ein Pilot, dessen Flüge gestrichen wurden. Ein Fernfahrer, dessen Routen teurer werden und dessen Mehrkosten jeder bezahlt, der im Supermarkt einkauft.
Die Umverteilung ist präzise, auch wenn sie als Krise verpackt ist. Von unten nach oben. Von vielen zu wenigen. Durch Mechanismen, die niemand gewählt hat und für die niemand zur Rechenschaft gezogen wird.

Das Drehbuch, das kein Drehbuch sein soll
Die grösste Stärke dieses Systems ist seine Deniability. Es gibt kein Dokument, in dem steht: «Plan: Energie-Armageddon als Hebel für technokratische Kontrolle.» Es gibt nur Krisen, die zufällig Massnahmen ermöglichen, die vorher nicht durchsetzbar waren. Zufällig immer dieselben Massnahmen. Zufällig immer mit denselben Profiteuren. Die IEA nennt es Notfallplan. Die Regierungen nennen es Krisenreaktion. Die Medien nennen es Sachzwang. Naomi Klein hat es Schockstrategie genannt. Das war 2007. Seitdem ist das Drehbuch nicht besser versteckt worden. Es wird nur mutiger vorgetragen – weil niemand es aufhält.

Das Playbook ist aktiviert.
Die Schublade war schon lange bereit.
Die Frage ist nicht, ob du das Tempolimit akzeptierst.
Die Frage ist, was als nächstes in der Schublade liegt…

Energy Armageddon Hits: Food Rationing & Lockdowns Begin
Energy Armageddon Hits: Food Rationing & Lockdowns Begin

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