Für die Überlebenden rund um Rick war die 11. Episode eine wichtige Etappe auf ihrem Weg zu einer neuen Zuflucht. Indem sich unsere Gruppe nach eingehender Untersuchung und Befragung des unbekannten Kerls namens Aaron dafür entschieden hatte, ihm zu vertrauen, fanden wir zum Ende der Folge unsere Truppe vor den Toren der Alexandria Schutzzone wieder, hinter deren Mauern wir fröhliches Kindergeschrei hören konnten. Hatte Aaron recht, als er ihnen ein neues, sicheres Zuhause hinter diesen Mauern versprach?

Vorschau "The Walking Dead" Staffel 5, Episode 12 - Promo und Sneak Peak

In der kommenden neuen Folge („Remember“) von „The Walking Dead“ werden wir sehen, dass die Gruppe rund um Rick einige Schwierigkeiten damit hat, sich an einen neuen Lebensstil anzupassen, was sie dazu zwingt, sich damit auseinanderzusetzen, ob sie wieder zu den Menschen werden können, die sie einst waren. In folgenden Videos zur Episode 12 beginnt mit der Ankunft der gesamte Truppe vor den Toren von Alexandria. Dazu ist Ricks Stimme zu hören, der sagt: „I’ve killed people. I don’t even know how many by now, but I know why they’re all dead.“ Im Inneren der Alexandria Schutzzone sehen wir jede Menge sehr gut erhaltene, von der Zombie-Apokalypse beinahe unberührt erscheinende Häuser, die geradezu einladend wirken. Einen Augenblick später sehen wir Rick ein geschmackvoll eingerichtetes Wohnzimmer inspizieren, während Daryl mit seiner Armbrust auf einer Veranda Platz nimmt.

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Ricks Sohn Carl macht sich unterdessen auf, das obere Stockwerk dieses Hauses zu untersuchen, wobei er angesichts einer verschlossenen Tür sein Messer zückt. Was erwartet ihn hinter dieser Tür? Was oder genauer wer wartet also in dieser neuen Community auf unsere Gruppe? Wer lebt hinter den Mauern der Alexandria Schutzzone? Wie Michonne bereits im Auto festgestellt hatte, war Aaron diese Frage nie gestellt worden bzw. hatte er nie darauf geantwortet… Ob die Alexandria Schutzzone (kurz „ASZ“) wirklich einen Ort des Friedens darstellt? So mancher vermutete bereits eine erneute Falle, da Aaron der Gruppe seine Siedlung zwar beschrieben, aber nie auch nur ein Wort über die anderen Bewohner verloren hatte, die mit ihm und Eric dort leben. Auch in den Videos zur kommenden 12. Folge sehen wir die Strassen Alexandrias komplett verlassen, was offenbar auch unsere Überlebenden ziemlich misstrauisch macht. Doch woher kam dann das Kinderlachen, das Rick vor den Toren Alexandrias hörte und das wohl letztlich entscheidend dafür war, dass er seine Gruppe schliesslich durch die Tore in die Stadt führte? Bevor wir weitere Spekulationen um mögliche (böse) Absichten der ASZ-Bewohner anfangen, lasst uns doch einmal einen Blick darauf werfen, was wir aus den Comics von Robert Kirkman über diesen Ort wissen!

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ASZ besteht aus einigen geräumten Strassenblöcken der Stadt Alexandria im US-Bundesstaat Virginia. Diese liegt ungefähr sechs Meilen entfernt von Washington D.C. und bestehe erst seit weniger als einem Jahr. Nach Ende des Krieges, der in Alexandria zu einer erheblichen Zerstörung geführt hatte, sei die Stadt kurzzeitig komplett verlassen gewesen, bis einige Überlebende zurückkehrten und mit den Aufräumarbeiten begannen. In den Comics werde Alexandria etwa zwei Jahre nach Ende des Krieges wieder komplett aufgebaut und weitgehend verbessert worden sein – so würden etwa auch neue Häuser gebaut sowie Felder und Obstgärten angelegt. In der TV-Serie scheint diese Entwicklung hingegen bereits weit fortgeschritten zu sein, da Aaron zum Beispiel gegenüber Rick schon stolz von seinen Apfelbäumen erzählte…

Gründer der Alexandria Schutzzone war ein gewisser Alexander Davidson, der mit dem Aufbau begonnen hatte. Gemeinsam mit seinem guten Freund Douglas Monroe war er der Anführer der Gemeinde Überlebender dort, bis er irgendwann jedoch begann, seine Macht zu missbrauchen und sich u.a. an einigen dort lebenden Frauen vergriff. Dies zwang seinen Freund Douglas dazu, seinem Treiben ein Ende zu setzen, doch weil Douglas ihn nicht töten wollte und konnte, verbrannte er stattdessen einen Walker und behauptete, dies sei Davidson gewesen. Selbigen verbannte er aus der ASZ, der Meinung, dass dies auf dasselbe rauskomme, wie ihn zu töten. Nach dem Verschwinden von Davidson sei das Leben in Alexandria unter Monroes Herrschaft recht friedlich weitergegangen.

Die Sicherheit der ASZ scheint dank ihrer starken Mauern tatsächlich gewährleistet zu sein. Allerdings lauert in den Comics die Gefahr zunächst auch eher innerhalb der Mauern. Falls ihr euch an das Gespräch zwischen Aaron und Noah im Wohnwagen erinnert, erklärte ihm Aaron zuversichtlich, dass im Camp ein „sehr talentierter Chirurg“ lebe, der ihm sicherlich helfen könne. „Pete“ oder auch Peter Anderson scheint zumindest in den Comics nicht nur ein talentierter Arzt zu sein, sondern auch ein zunehmend gewaltbereiter Soziopath, so beschreibe ihn zumindest seine Frau Jessie. Ebenso wie eine wilde Bande Plünderer („D.C. Scavengers“), die in den Ruinen von Alexandria leben, werde Pete demnach die Bewohner der Stadt nach Ankunft von Rick & Co. attackieren, was Douglas Monroe dazu zwingen werde, seine Führungsqualitäten nochmals zu überdenken.

Neben Aaron lernten wir in der zurückliegenden 11. Folge auch seinen Freund Eric kennen, der ebenfalls als Recruiter für die ASZ tätig ist. Aaron und Eric sind das erste homosexuelle Paar in der TV-Serie und in den Comics stets an der Seite von Rick und den anderen zu finden. Insgesamt leben in der ASZ etwas weniger als 60 Bewohner, als Rick & Co. zu ihnen stossen und speziell für Rick dürfte es in der ASZ endlich auch in Sache Liebe wieder interessant werden: So wurde er bei den Dreharbeiten zu Folge 12 bereits gemeinsam mit einer blonden Frau auf der Strasse gesehen, mit der er sich offenbar sehr angeregt unterhalten habe. Ob es sich dabei tatsächlich um Andrea handelt, die in den Comics zu seiner neuen Partnerin wird, sehen wir wohl schon nächste Woche.

Wenn man Robert Kirkmans wiederholter Aussage Glauben schenken darf, wird sich die Serie zunehmend an den Comics orientieren und so dürfen wir wohl davon ausgehen, dass unsere Gruppe tatsächlich erst einmal in der Alexandria Schutzzone bleiben wird. In den Comics werden Rick & Co. dort immerhin drei Jahre lang leben. Nach den Attacken von Pete und den Scavengers werde Douglas Monroe sein Amt als Anführer der ASZ niederlegen und dieses auf Rick übertragen. Doch komme auf Rick noch eine deutlich grössere Herausforderung zu, denn angelockt durch den Schusswechsel mit den Plünderern nähere sich eine gigantische Herde Walker der Siedlung, wobei die Zombies mit aller Gewalt versuchten, die Mauern einzureissen. Wenn man in Betracht zieht, dass uns mit der kommenden 12. Folge nur noch fünf Episoden dieser 5. Staffel erwarten, kann man davon ausgehen, dass diese Attacke wohl erst in den letzten 2-3 Folgen von Staffel 5 zu sehen sein wird. Was die unzähligen Gerüchte über die Ankunft von Mega-Bösewicht Negan und seinen „Saviors“ angeht, so können wir davon ausgehen, dass diese – auch entsprechend der Aussagen von Robert Kirkman – erst in der 6. Staffel zu sehen sein werden. Diese Storyline dürfte dann aber ähnlich wie damals beim Governor einen Grossteil der kommenden Staffel ausmachen. Wann dann auch noch die „Whisperers“ auftauchen, ist unklar, in den Comics ist dies erst lange nach Negan & Co. der Fall. Klar ist, dass wir in den kommenden Folgen wohl einige neue Serienfiguren kennenlernen dürften.