Nick Menza spielte gerade mit seiner neuen Band „Ohm“ im Jazz-Club Baked Potato in Los Angeles, als er beim dritten Song plötzlich am Schlagzeug zusammenbrach. Menza wurde 51 Jahre alt und soll einen Herzinfarkt erlitten haben. Sein ehemaliger Megadeth-Kollege, Dave Mustaine, zeigte sich erschüttert.

Ehemaliger Megadeth Schlagzeuger Nick Menza bei Auftritt gestorben

Menzas Management teilte laut „Guardian“ in einem Statement mit, dass der Drummer auf der Bühne zusammengebrochen sei. Man gehe von einem massiven Herzinfarkt aus. Menza sei beim Eintreffen im Krankenhaus für tot erklärt worden. Menza war von 1989 bis 1998 Drummer bei Megadeth, er wirkte an vier Alben der Thrash-Metal-Band mit, darunter „Rust in Peace“, „Countdown to Extinction“ und „Youthanasia“. Während der Tour zum Album „Cryptic Writings“ bekam Menza Knieprobleme – ein gutartiger Tumor, wie sich herausstellte. Zur Behandlung musste Menza die Band verlassen, sein Ersatzmann wurde der neue Drummer der Gruppe. Im Jahr 2004 wurde er zu einer Reunion eingeladen, dann aber während der Proben wieder gefeuert. Er sei körperlich nicht fit genug für eine US-Tour, hiess es damals. Im vergangenen Jahr schloss Menza sich der Band Ohm an, einer Rock-Jazz-Fusion-Gruppe, die vom ehemaligen Megadeth-Gitarristen Chris Poland gegründet wurde.

„RIP Nick Menza“ vermeldete der Club auf seiner Facebook-Seite am Sonntag. Dave Mustaine von Megadeth schrieb bei Twitter: „Sagt mir, dass das nicht wahr ist!“ Menza hatte vor allem in den 90er Jahren mit Megadeth grosse Erfolge gefeiert. Danach hatte er mit zahlreichen anderen Bands gespielt.

Der frühere Megadeth-Gitarrist Marty Friedman erinnerte auf Facebook an Menza als „einzigartigen Drummer“, aber auch „vertrauenswürdigen Freund, lustigen Band-Kollegen und liebevollen Vater“.

Wir trauern mit Nick’s Freunden und seiner Familie. R.I.P. einer der besten seines Faches und für mich der beste Schlagzeuger, der je bei Megadeth spielte.