«Silent Night, Bloody Night: The Homecoming» ist ein Remake von «Silent Night, Bloody Night» aus dem Jahre 1974, damals von Theodore Gershunny. Die Fassung von 2014 basiert lose auf dem Original. Einige Charaktere wurden namentlich übernommen, wie Wildfred Butler und sein Enkel. Leider entbehrt diese neue Version um die Geschehnisse im ominösen «Butler-Anwesen» so ziemlich sämtlichen Zutaten, die einen gelungenen Slasher auszeichnen sollten. Sicherlich ist dieser Umstand auch dem äusserst schmalen Budget geschuldet, denn mit gerade einmal 20’000 $ ist die Geschichte nicht gerade üppig ausgestattet, dennoch hätte man auch mit kleinem Geld eine weitaus besser unterhaltende Umsetzung bewerkstelligen können.
Zugegebenermassen beinhaltet das Geschehen auch diverse gute Momente, die sich in erster Linie durch stellenweise recht ordentliche und handgemachte Effekte zu erkennen geben, doch insgesamt gesehen kann das eher schwache Gesamtbild dadurch auch nicht sonderlich aufgewertet werden. Das liegt eindeutig an der extrem schwachen Umsetzung des Ganzen, denn zu keiner Zeit will sich hier ein gelungener Spannungsaufbau zu erkennen geben und eine eventuell bedrohliche Grundstimmung sucht man auch vollkommen vergebens. Zu vorhersehbar gestalten sich die Abläufe, die zudem auch noch phasenweise mit einer absolut überflüssigen Split Screen Technik durchzogen sind. Hinzu kommen einige manchmal fast sinnlos erscheinende Passagen, die durch die etlichen völlig belanglosen Wortwechsel wie der pure Trash wirken, nur das dieser in vorliegendem Fall wenig unterhaltsam ist. Als wenn das noch nicht genug wäre wird man dann noch zusätzlich mit einem hölzern agierenden Darstelller-Ensemble konfrontiert, das diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient. Die deutsche Synchronisation dieses obskuren Werkes setzt allem dann die Krone auf und schon ist man bei einem trashigen Beitrag angelangt, der allerdings leider nicht zu den guten Vertretern des schlechten Geschmacks zu zählen ist. Es handelt sich also letztendlich um einen Slasher, bei dem es ganz erheblich in der Gesamt-Inszenierung mangelt und der grösstenteils sogar die pure Langeweile aufkommen lässt. Einfallslose Morde und wenig Abwechslung sind nicht unbedingt ein Gütesiegel, doch wenn auch der komplette Rest eines Filmes nicht überzeugen kann dann wird es schwierig, als eingefleischter Horror-Fan zumindest ein wenig Begeisterung für ein Remake aufzubringen das man sich besser hätte sparen sollen.
Es gibt genügend schlechte Horrorfilme, doch den meisten merkt man zumindest das Bemühen des Regisseurs an, dem Zuschauer möglichst nette Unterhaltung zu bieten. «Stille Nacht – Blutige Nacht» kommt jedoch dermassen uninspiriert und langweilig daher das man sich ganz ehrlich die Frage stellen muss, was man mit diesem Werk bezwecken wollte. Selbst im Schauspiel der Akteure vermeint man eine gewisse Unlust zu erkennen, denn anders sind die dargebotenen Leistungen nur schwerlich zu erklären. Andererseits kann man Plumb zumindest zu Gute halten, das der gute Mann ein durchgehend schlechtes Endprodukt abliefert, so das man ihm eine konstante Arbeit bescheinigen kann. Ob dies hier allerdings als Kompliment aufgefasst werden kann wage ich zu bezweifeln, denn meiner Meinung nach fehlt es ganz einfach am mangelnden Talent dafür, auch mit bescheidenen Mitteln einen ordentlichen Horrorfilm auf die Beine zu stellen, der zumindest durchgehend unterhaltsam gestaltet ist. Sorry Mr. Plumb aber das war rein gar nichts, denn «Stille Nacht – Blutige Nacht» ist lediglich ein lahmer und langweiliger Aufguss eines Filmes, der selbst im Original nicht zu den Grossen des Genres zählt. Im Endeffekt muss sich aber ein jeder selbst sein Bild von diesem Werk machen, das für mich persönlich jedoch die absolute Zeitverschwendung darstellt.








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