Im deutschsprachigen Raum ist die Figur des Weltraumpiraten Harlock wenig bekannt. Einige kennen sie wohl am ehesten durch die Ausstrahlung der Serie im französischen Fernsehen in den 80er Jahren, wo Harlock Captain Albator genannt wurde. Natürlich wissen auch viele Anime-Fans von wem die Rede ist, aber man hätte sich nie getraut, den Film offiziell ins Kino zu bringen und einem breiten Publikum vorzustellen – in Frankreich schon.
Leiji Matsumoto, der kreative Kopf hinter Anime-Weltraumopern wie «Galaxy Express 999» und «Space Battleship Yamato» hat die ikonografische Figur des freiheitsliebenden, für Gerechtigkeit kämpfenden, rebellischen Piraten erschaffen. Ohne viele Worte zu verlieren, steht Captain Harlock zwar für das Gute ein und widersetzt sich jeder Form von Bürokratie und festgefahrenen Institutionen, eigentlich findet er seinen Antrieb aber tief in seinem Herzen. Ein klassischer «Romantic Hero», Kapitän der Arcadia und Anführer einer kunterbunten Mannschaft, die sich aus einer Mischung aus Spezialisten und Individualisten zusammensetzt. Matsumoto hat Harlock von 1977 – 1979 als Manga gezeichnet und auch als Anime-Serie auf die heimischen Bildschirme gebracht. Regisseur Shinji Aramaki hat den Piraten 2013 mittels Motion-Capture-Technik am Computer wiederbelebt. Auch wenn Aramaki in seinen aktuellen Filmen nach einem realistischen Look strebt, so hat er die stilistischen Merkmale der Charaktere beibehalten und ein visuell herausragendes Weltraum-Spektakel erschaffen, das die Fans glücklich macht. Obwohl einige Stellen der Geschichte nicht immer schlüssig sind, so beeindruckt die Auferstehung dieser Kultfigur mit seiner authentischen «Space-Opera»-Atmosphäre und den herausragenden Animationen.

«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








