Die Fortsetzung von «Bikini Girls on Ice» ist ein Neo-Slasher, der einen auf die Primitivität der 80er Jahre Vorbilder macht und trotz brauchbarer, düsterer Optik nur stumpfen Horror von der Stange bietet. Das Eis aus dem Filmtitel hat nichts mit einer Stripshow auf Schlittschuhen zu tun, denn Moe legt seine Opfer auf Eis – vermutlich für schlechte Zeiten. Die prallen Möpse wackeln, schlampige Bitches seifen den angeschwollenen Blut-Penis der geilen Gewalt ein um im Trailer-Park des Trashes zu enden. Die Hintergrundgeschichte von Moe erfahren wir, indem sie ein Sheriff zwei der Stripperinnen in einer kurzen Verschnaufpausec erzählt. Einfallsreich ist anders. Aber der redselige Ordnungshüter bekommt seine Strafe schnell…
Moe ist eine monströse Tötungsmaschine mit penetrantem Dauerorgasmus. Er läuft völlig Amok und schlachtet dabei vorzugsweise leicht bekleidete Damen mit prallem Vorbau. Als eine Art Trophäe werden diese dann auf Eis gelegt, um sich anschliessend noch an den Leichen zu vergehen. So lässt sich ziemlich simpel die Story zusammenfassen. Zwischendurch wird snackartig eine dürftige Erklärung für die Motive des Hinterwäldlers eingeschoben. Die Charaktere werden in etwa so stark beleuchtet wie ein schwarzes Loch. Aber das ist ja nichts neues im Horrorgenre. Gerade in der ersten Filmhälfte hatte ich den Eindruck, der Film nimmt sich aufgrund einiger unglaublich schwachsinniger Dialoge nicht wirklich ernst. Positiv hervorzuheben ist die düstere Atmosphäre, die besonders in der letzten halben Stunde erheblich zur Geltung kommt. Die Morde sind schon sehr blutig geraten, allerdings finden sie meist nur im Off statt. Es fällt mir etwas schwer, derlei billigen Horror von der Stange ohne eigene Ideen zu beschreiben. Die Zielgruppe ist klar und ausserhalb der Horror-Fangemeinde wird «Pinup Dolls on Ice» wohl keine Freunde finden. Auch unter Horrorfreunden wird er keinen Kultstatus erlangen. Insgesamt eine ziemlich ranzige Schlachtplatte, die durch ihre düstere Optik und ihre brutalen Morde doch solide Unterhaltung für zwischendurch bietet.







«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








