Die Welt hat einen der charismatischsten und grandiosesten Schauspieler verloren. Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman (†46) wurde heute in einer Wohnung in Greenwich Village tot aufgefunden, dies mit einer Injektionsnadel, welche noch in seinem Arm stecke. Somit ist die Todesursache augenscheinlich eine Überdosis Drogen, offiziell sind die Todesumstände allerdings noch nicht bekannt. Der Fall wird derzeit noch untersucht. Hoffmans Leiche soll einer Obduktion unterzogen werden.
Hoffmanns Leiche wurde gegen 11.15 Uhr von einem befreundeter Drehbuchautor im Badezimmer seines Appartments im vierten Stock eines Wohnhauses im West Village entdeckt. Der Mann alarmierte schliesslich die Polizei. Die Cops fanden Heroin in der Wohnung, in der Hoffman seit kurzem lebte. Das Gebäude in dem seine Wohnung war, ist weniger als drei Blocks von der Wohnung an der Jane Street entfernt, welche er im Jahr 2008 für $ 4’400’000 kaufte und in welcher er mit seiner langjährigen Freundin Mimi O’Donnell, einer Kostümbildnerin lebte. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder.
Der Schauspieler und Familienvater hatte in früheren Interviews erklärt, vor Jahren Drogen missbraucht zu haben. Nach Medienberichten vom letzten Mai war Hoffman nach einem Rückfall erneut auf Entzug gegangen.
«It was all that (drugs and alcohol), yeah. It was anything I could get my hands on… I liked it all»
Zeugen sagten, Hoffman erschien «etwas zerzaust und käsig» im letzten Monat während einer Party für seinen Film «God’s Pocket» auf dem Sundance Film Fesival in Park City, Utah. Er lehnte zunächst Interviews ab, während Co-Stars Christina Hendricks und John Slattery mit den Medien sprachen. Später erschien er entspannt und stimmte zu einige Interviews zu führen, doch durfte sich die Fragen nur um den Film drehen.
Hoffman drehte gerade «The Hunger Games: Mockingjay – Part 2» und war in der Postproduktion für die Showtime-Serie «Happyish.» Vor etwas mehr als einer Woche wurde er im Publikum am Broadway-Revival von «Waiting for Godot» gesichtet. Hoffmann hatte im Jahr 2006 einen Oscar für die beste schauspielerische Leistung in dem Film «Capote» erhalten, in dem er den Schriftsteller Truman Capote spielte. Der grosse Durchbruch gelang ihm 1997 mit einer Rolle im Film «Boogie Nights» über die amerikanische Pornoindustrie. Ein Jahr später war Hoffman in «The Big Lebowski» der Coen-Brüder zu sehen.
Oft übernahm er Nebenrollen, doch stahl er dabei nicht selten den Stars die Show – wie in «Der talentierte Mr Ripley» mit Matt Damon, Gwyneth Paltrow und Jude Law. Zu seinen jüngsten Filmen zählte «Die Tribute von Panem: Catching Fire». Neben seiner Tätigkeit in Filmen war Hoffman auch ein angesehener Bühnenschauspieler in New Yorks Theater-Szene.
Unter Freunden und Weggefährten löste die traurige Nachricht grosse Bestürzung und Anteilnahme aus. Schauspielerin Mia Farrow (68) twitterte: «OH NEIN!!!!!» Er sei einer der wunderbarsten Männer und grossartigsten Schauspieler gewesen. «Wir, die wir bei jedem deiner Auftritte gestaunt haben, sind dankbar und sehr, sehr traurig.» Kollege Elijah Wood (33) ergänzte, sein Herz sei gebrochen und er sei geschockt: «Welch ein grosser Verlust».
Welch ein aussergewöhnlich begabter Schauspieler. Ruhe in Frieden. Das muss jetzt erstmal verdaut werden.







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