Es gibt hier so einen Mann (Hier, Willy, HIER?? Wo IST hier? Wo lebst du? WIE lebst du??) Shhht… ganz ruhig… auch ICH esse morgens nur gegrillte Raupenweibchen und nippe dazu einen Schluck süd-französische Mäusemilch wie ihr alle…
Es gibt hier so einen Mann mit dem ich mich ab und zu kurz unterhalte. Ich weiss seinen Namen nicht… und auch WENN ich ihn wüsste, würde ich ihn hier nicht nennen, denn der MANN ist nicht das Wichtigste an dieser Geschichte. Jeden Morgen frage ich ihn: Lebst du an der maximalen Obergrenze deiner Fähigkeiten? Lebst du FÜR die Menschheit anstatt VON ihr? Schaust du zu den Sternen? Jedesmal lächelt er und langweilt mich dann relativ intensiv mit irgendwelchen abgedroschenen Phrasen über «Betrieb» und «Renteneintrittsalter». Ist ja auch alles nicht mehr so einfach. Die Familie. Wahlen. Strompreise. Ich lächele, aber höre nicht zu. Er hat ein gutes Herz, aber er ist – wie so viele – freiwilliger Sklave. Normies jetzt so: «Das ist töricht! Nicht jeder kann… Man muss ja auch… Wer BIST du, dass du SO darüber…»
Alles sinnlose Sklavenworte, die sich in meinem Kopf zu nutzlosem, rumänischen Jofreysk-Nachmittags-Brei vermengen. Ich halte mich von dieser Energie fern, wie Vampire von Sonnenlicht. Unsere Zeit auf diesem Planeten ist einfach zu kurz, um sich zum Opfer dieser konstruierten Limitationen zu machen. Zum Glück fand ich schon sehr früh Mittel und Wege, um RELATIV bequem von den LEICHT vorhersehbaren Bewegungen am internationalen Aktienmarkt zu leben, ansonsten spräche ich wahrscheinlich anders. Das ist gelogen.
Würden wir als Menschheit unseren Fokus auch nur eine EINZIGE Sekunde weg von diesen HIRNZERSCHMETTERNDEN Abhängigkeiten bewegen… das Ausmass an Freude, innerer Freiheit und Gemeinschaftssinn wäre geradezu WAHNSINNIG. So aber gilt jeder sofort als PSYCHOPATH, der dies vorschlägt. Zu tief im Käfig des Aufoktroyierten, zu eng die Fesseln der freiwilligen Versklavung, zu unsichtbar der Pfad hinaus, der Weg zurück zum Ursprung.
Heute reichte es mir.
Verge-Wach-igung®
Der einzige Weg.
Der Mann grüsste mich, doch ich grüßte nicht zurück.
Ich machte einen Satz hinter ihn, nahm ihn wie einen wehrlosen Säugling in einen Nelson-Griff, so dass er unfähig war sich zu bewegen. Zunächst kämpfte er – so wie jeder kämpft – doch schon bald fügte er sich seinem Schicksal wie ein erstarrtes Reh auf der Fahrbahn. Als er vollständig ruhig und entspannt war, flüsterte ich ihm ins Ohr:
«Nichts von dem, wovor du dich fürchtest ist real. Wach auf!»
Dann berührte ich mit meinem Zeigefinger seine Stirn und spürte, wie sein kompletter Körper zusammenzuckte. Dann flossen – wie immer – die Tränen. Shhhhh, mein Freund… ich weiss.
Ich weiss 🖤

(via Snickers für Linkshänder)






«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








