Man kann Impfstoffe feiern. Man kann sie verteufeln. Was man offenbar nicht darf, ist nüchtern über die ethischen Grauzonen sprechen, ohne sofort entweder als Pharma-Lobbyist oder als Telegram-Prophet abgestempelt zu werden. Also gut. Reden wir darüber.

Ja, bestimmte Impfstoffe wurden unter Verwendung sogenannter fetaler Zelllinien entwickelt. Diese Zelllinien gehen auf zwei Schwangerschaftsabbrüche in den 1960er-Jahren zurück. Aus diesen Proben wurden im Labor Zellkulturen etabliert, die sich seither künstlich vermehren. Die moralische Ausgangsfrage die sich hier stellt: Darf medizinischer Fortschritt auf einem historischen Ereignis basieren, das für viele ethisch hochproblematisch ist?

Diese Frage ist legitim. Was weniger legitim ist: Sie entweder hysterisch aufzublasen oder arrogant wegzulächeln.

Die Pharmaindustrie selbst ist dabei kein neutraler Schiedsrichter. Sie ist ein milliardenschwerer Wirtschaftszweig mit Aktionären, Quartalszielen und Lobbyisten. Wer glaubt, Konzerne handelten primär aus Menschenliebe, glaubt vermutlich auch, Fast-Food-Ketten seien eigentlich Ernährungsberater. Pharmaunternehmen sind keine karitativen Orden. Sie agieren in einem Markt. Märkte lieben Patente, Exklusivität und staatlich abgesicherte Abnahmeverträge.

Zulassungsverfahren gelten als streng. Und das sind sie – formal. Studienphasen, Sicherheitsdaten, Wirksamkeitsnachweise. Doch wer finanziert diese Studien? Wer wählt die Studiendesigns? Wer veröffentlicht welche Daten vollständig – und welche nur in Zusammenfassung? Die Behörden prüfen. Die Industrie liefert. Und irgendwo dazwischen sitzt das Vertrauen der Bevölkerung wie ein Jonglierball, der ständig fallen gelassen wird.

Die eigentliche Tragödie liegt nicht in der Existenz fetaler Zelllinien. Nicht in der Existenz von Pharmaunternehmen. Nicht einmal in politischen Fehlentscheidungen. Sie liegt in der Unfähigkeit, komplexe ethische Fragen auszuhalten, ohne sofort in Lagerdenken zu verfallen.

Ja, es gibt berechtigte ethische Debatten über die Herkunft bestimmter Zelllinien.
Ja, Pharmaunternehmen handeln wirtschaftlich.
Ja, Transparenz kann und muss besser werden.

Medizinischer Fortschritt entsteht in einem Spannungsfeld aus Wissenschaft, Ethik, Politik und Profit. Wer das ignoriert, macht es sich bequem…

Lerne die Babys kennen, welche zur Impfstoffherstellung verwendet wurden
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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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