Überall sieht man sie, die «Gangs». Jugendliche, oder genauer Jungs mit seltsamen Frisuren, die direkt aus einer von Detlef D. Soosts Zappel-Castingshows entsprungen sein könnten. Wenn die Sonne zu sinken beginnt, finden sich diese netten jungen Menschen auf öffentlichen Plätzen oder Parks ein, um sich erzählen, dass sie gestern gegenseitig ihre Mütter gebumst haben und anfangen, mit nackter Brust aneinander zu hüpfen, wobei sie sich laute entringen wie «Ahhlda! Woz hasst du übr maine Mudder gsagt? Aaahldär!! Mann!!!!».
Die Frisuren finde ich bei den Buben, mal abgesehen davon, dass jeder Satz mit «Alder» beginnt und mit «Mann» endet, noch am interessantesten. Hey, dass muss man sich mal vorstellen, der Herr Beckham hat vor gefühlten 50 Jahren bei einer EM den Irokesen, oder kurz Iro in der breiten Masse eingeführt. Absolut jeder Modehampel damals meinte trendy zu sein, als er sich die Haare a la Beckham zurecht schnippslen liess. Heute ist das ganze zu einer Mischung aus 50s-Iro-Schmier-Tolle mit Mainstream-Punk verkommen, inklusive eines mit Gel an die Stirn geklatschten Ponys.
Ich finde Intimfrisuren für den Kopf sind bei Jungs einfach – naja, sagen wir mal unerotisch. Genau so wie offene Klettverschluss-Sneaker oder Hosen in die Socken.
Aber vielleicht gehören diese lustigen Jungs mit den Fructis-Gedächtnis-Frisuren zu der grossen Gang der «Kakadus»? Was? Noch nie gehört? Da sind die Hells Angels Schulbuben dagegen
Wir haben uns immerhin noch Löcher in die Jeans gerissen…
Ich muss nicht alles verstehen.







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