Es gibt diese Zufälle, die so perfekt ineinandergreifen, dass man sie eigentlich nur noch bewundern kann. Nicht hinterfragen, nicht zweifeln, einfach ehrfürchtig staunen. Zum Beispiel den Moment, wenn ein CEO eines Impfstoffherstellers 2019 darüber sinniert, wie man im nächsten Jahr eine Milliarde Dosen produzieren könnte – und dabei noch scherzhaft fragt, ob denn dafür eigentlich eine Pandemie nötig sei. Spoiler: Sie kam. Pünktlich. Wie bestellt. Lieferung inklusive.
Natürlich war das alles reiner Unternehmergeist. Visionäres Denken. Andere planen neue Sneaker-Kollektionen, Moderna plant halt Milliarden Impfdosen. Weitsicht nennt man das. Oder Risikomanagement. Oder – je nach Geschmack – ein Geschäftsmodell mit sehr gutem Timing.
Besonders hübsch wird es, wenn man sich das erwähnte Patent anschaut. Nein, nein, die ominöse Vorinspaltstelle ist natürlich nicht patentiert. Gott bewahre. Sie taucht nur zufällig als Sequenz im Patent auf. Reiner Dekor. Wissenschaftliche Lyrik. Wer daraus Zusammenhänge konstruiert, hat vermutlich auch Angst vor Mikrowellen.
Und dann dieses Zitat aus dem Jahr 2019. «We made 100’000 doses this year. How do we make a billion next year?» Gesagt beim Spaziergang mit dem Produktionsleiter. Der schaute angeblich etwas irritiert. Verständlich. Wer rechnet denn schon mit einer globalen Ausnahmesituation, wenn gerade noch alles friedlich ist? Ausser man tut es eben doch.
Aber es wäre unfair, das Ganze isoliert zu betrachten. Schliesslich war da auch noch Bill Gates mit seinem TED-Talk von 2015. Damals warb er charmant für die Militarisierung der Medizin. Impfstoffe als strategische Verteidigungslinie. Gesundheit als Sicherheitsfrage. Wer heute sagt, das klinge nach NATO-Denke im weissen Kittel, hat vermutlich den Fortschritt nicht verstanden.
Apropos NATO: Es dauerte keine Wochen, bis in zivilen Gesundheitsstrukturen plötzlich Generäle sassen. Ende März 2020, ganz entspannt. Man wollte ja nur effizient sein. Wenn etwas nicht rund läuft, hilft militärische Logik immer. Das hat sich schon in vielen zivilen Bereichen bewährt. Krankenhäuser sind schliesslich auch nur Schlachtfelder mit besserem Marketing.
Und hier stellt sich die wirklich unbequeme Frage: Was war eigentlich die Biowaffe? Das Virus selbst? Eher nicht. Sars-CoV-2 war offenbar zu instabil, mutierte fröhlich vor sich hin und verlor schnell an Schärfe. Selbst Nobelpreisträger wie Luc Montagnier wiesen darauf hin, dass bestimmte Sequenzen dort eigentlich nichts verloren hätten. Aber geschenkt. Natur ist halt kreativ. Manchmal zu kreativ.
Das eigentliche Meisterstück kam später. Das Spike-Protein. Unverändert. Stabil. Genetisch konserviert. Verpackt in mRNA und verteilt – nicht an ein paar Risikogruppen, sondern an Milliarden Menschen. Global. Flächendeckend. Wiederholend. Wenn man also unbedingt eine «Biowaffe» definieren wollte, dann weniger als Virus, sondern als Produkt. Als Injektionslösung mit Marketingkampagne.
Denn seien wir ehrlich: Hätte man nicht getestet wie ein Weltmeister auf Speed, hätte niemand bemerkt, dass da überhaupt etwas Neues unterwegs war. Die Krankheitslast bewegte sich laut eigenen Daten im Bereich einer starken Grippesaison. Aber dann kam der PCR-Test. Christian Drosten. 45 Zyklen. Kein definierter Cycle Threshold. Keine Korrelation zur Viruslast. Kein Bezug zur Infektiosität. Einfach positiv oder nicht. Binär ist so schön übersichtlich.
Der Test wurde der WHO präsentiert, bevor irgendein ernsthaftes Peer-Review hätte stattfinden können. Und warum auch warten? Zeit ist schliesslich Leben. Oder Umsatz. Oder Macht. Je nach Perspektive. Dass Drosten sein Protokoll ausgerechnet in einer Zeitschrift veröffentlichte, bei der er selbst Mitherausgeber ist, verleiht der Sache eine fast künstlerische Note. Einreichung am 21. Januar 2020. Akzeptiert am 22. Januar. Veröffentlicht am 23. Januar. Wissenschaft im Expressmodus. Peer Review als Speed-Dating.
Später kam dann tatsächlich ein internationales Gutachten. Über 20 Wissenschaftler. November 2020. Titel: Ein Desaster. Zehn gravierende methodische Fehler. Molekularbiologisch fragwürdig. Methodisch mangelhaft. Hohe Rate falsch-positiver Ergebnisse. Kurzfassung: Der Test taugt hervorragend, um Angst zu messen. Weniger gut, um Infektionen festzustellen.
Und es wurde noch besser. Studien zeigten später, dass nur etwa 10 bis 14 Prozent der PCR-Positiven tatsächlich infiziert waren. Der Rest? Exposition. Fragmente. Rauschen. Statistische Kollateralschäden. Aber diese Zahlen waren ausreichend, um Lockdowns zu verhängen, Familien in Quarantäne zu sperren und Gesellschaften stillzulegen.
Auf Nachfrage erklärte Drosten später sinngemäss: 45 Zyklen seien eigentlich negativ. Ein Satz. Eine Bombe. Damit war die gesamte Pandemie-Logik rückwirkend ein Kartenhaus. Hätte man das 2020 offen kommuniziert, wäre der grösste medizinisch-politische Ausnahmezustand der Nachkriegszeit vermutlich als peinliches Missverständnis in die Geschichtsbücher eingegangen.
Doch stattdessen lief das Narrativ weiter. Geheimdienste wussten früh vom Laborursprung. USA, Grossbritannien, Deutschland. Das Robert Koch-Institut wusste laut internen Protokollen ebenfalls, dass das Virus nicht die apokalyptische Bedrohung war, als die es öffentlich verkauft wurde. Mitte März 2020 war die Lage laut RKI überschaubar. Aber diese Information war offenbar nicht systemrelevant.
Denn ein Geschäftsmodell läuft nicht von selbst. Es braucht Zahlen. Tests. Inzidenzen. Schlagzeilen. Angst. Und vor allem: Keine Differenzierung. PCR positiv = krank = gefährlich = Notstand. Dass PCR lediglich Exposition nachweist und keine Erkrankung, kein Übertragungsrisiko, keine klinische Relevanz, war bekannt. Wurde aber elegant ignoriert.
So entstand eine Testpandemie. Kein Massensterben, sondern Massentestung. Kein Kollaps der Realität, sondern der Statistik. Und auf dieser Statistik wurde eine beispiellose Umverteilung von Macht, Geld und Entscheidungsgewalt errichtet.
Am Ende bleibt ein Bild, das irritierend rund wirkt: Patente mit passenden Sequenzen. Produktionspläne für Milliarden Dosen vor dem ersten Lockdown. Militärische Strukturen im Gesundheitswesen. Ein PCR-Test ohne saubere wissenschaftliche Basis als Goldstandard. Und eine Öffentlichkeit, die gelernt hat, Zahlen zu fürchten, ohne sie zu verstehen.
Man kann das alles Zufall nennen. Oder Verkettung unglücklicher Umstände. Oder Fortschritt. Man kann es auch einfach als das bezeichnen, was es war:
Die perfekte Symbiose aus Angst, Technik und Geschäftsinteresse.
Aber eines ist sicher: Diese Pandemie war vieles. Vor allem aber war sie kein medizinisches Rätsel. Sie war ein ökonomisches, politisches und kommunikatives Meisterstück. Und wer das heute noch nicht sehen will, testet vermutlich immer noch bei 45 Zyklen – auf kritisches Denken.

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