Es war einmal, in jenem sagenumwobenen Zeitalter der «höheren Schwingung», als die Menschheit kollektiv beschloss, endlich aufzusteigen. Weg vom Dichten, hin zum Lichten. Nur leider nicht ohne WLAN, Snacks und Selfie-Filter mit Engelsflügeln.

Die spirituelle Elite erklärte feierlich den Eintritt in die 5. Dimension – einen Ort, an dem angeblich Liebe, Licht und Premium-Abos für Bewusstseinserweiterung herrschen. Dort sollte man nur noch «vibrieren», nicht mehr denken. Denken war ja 3D und das war out.

Also kamen sie, die selbsternannten Sternensaaten, Lichtarbeiter und DNA-Flüsterer. Sie verkauften «kosmische Frequenz-Boosts» wie andere Leute Proteinshakes und ihre Instagram-Bios klangen wie göttliche Stellenanzeigen: «Priesterin des galaktischen Aufstiegs – 144’000 verified.» Jeder wollte den Early Access zum Paradies.

Dann kam der grosse Moment: Das göttliche Download-Update. Nur dummerweise brach das Wi-Fi des Universums genau da zusammen. Die 5D-Erde hing beim Puffern – und niemand wusste, ob das jetzt eine «Zeitlinie» oder nur ein technisches Problem war.

Als die erleuchtete Software dann endgültig abstürzte und das Licht der Liebe auf den Stromausfall der Realität traf, reagierten die Erwachten mit spiritueller Reife: Sie gaben dem rückläufigen Merkur die Schuld. Oder der «kollektiven Schattenarbeit». Oder beidem.

Und siehe da, die viel gepriesene 5D-Erde war gar kein neues Bewusstseinsreich. Nur dieselbe alte Welt, diesmal mit Glitzer, Räucherstäbchen und einem Abo für Quantenheilung. Dieselben Dramen, dieselben Egos – nur mit «Erleuchtung» als Filter.

Am Ende hatte niemand die Matrix verlassen. Man hatte sie nur hübscher tapeziert, mit Goldfolie und Affirmationen. Statt Einsicht gab’s Engel-Orakel. Statt Freiheit: Frequenz-Delusion.

So stand sie da, die Menschheit – erleuchtet, erschöpft und immer noch auf Ladebalken-Level 87 %. Zwischen Himmel und WLAN, auf einer Erde, die nie in die fünfte Dimension aufstieg, sondern höchstens in den Selbstbetrug.

Namaste – aber mit Glitzer…

Die Matrix trägt jetzt Räucherstäbchen - Die 5D-Erde und andere Premium-Illusionen


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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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