Es gibt in diesen Tagen eine erstaunlich populäre Frage: «Auf wessen Seite stehst du?»
Israel oder Iran?
Ukraine oder Russland?
Die geopolitische Version von «Team Blau oder Team Rot». Nur mit etwas mehr Raketen.
Und weil offenbar jede Meinung sofort in ein Lager sortiert werden muss, wirkt es für manche Menschen irritierend, wenn jemand antwortet: Auf keiner.
Nicht auf der Seite Israels.
Nicht auf der Seite des Iran.
Nicht auf der Seite der Ukraine.
Nicht auf der Seite Russlands.
Schockierend, ich weiss. In einer Welt, in der Konflikte inzwischen wie Fussballspiele kommentiert werden, gilt Neutralität fast schon als moralischer Defekt.
Der Grund ist allerdings ziemlich banal: Regierungen sind selten altruistische Wohltätigkeitsvereine. Sie führen Kriege nicht aus Nächstenliebe, sondern weil Interessen auf dem Spiel stehen. Rohstoffe. Macht. Einflusszonen. Finanzströme.
Und irgendwo im Schatten dieser Interessen sitzen die üblichen Profiteure: Banken, milliardenschwere Investoren, Rüstungsfirmen und jene diskreten Institutionen, die offiziell gar nicht existieren, aber erstaunlich häufig in der Nähe von geopolitischen Katastrophen auftauchen.
Der Preis dieser grossen strategischen Spiele wird allerdings nicht in Konferenzräumen bezahlt.
Er wird von Menschen bezahlt, die nie an diesen Tischen sitzen.
Von Männern, Frauen und Kindern, die zufällig dort leben, wo gerade eine «Sicherheitsoperation», eine «Verteidigungsmassnahme» oder ein «Stabilisierungseinsatz» stattfindet.
Deshalb fällt die Entscheidung eigentlich leicht.
Man steht nicht auf der Seite von Regierungen.
Man steht auf der Seite der Menschen, die unter ihnen leben müssen.

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.
Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen
Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.
Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
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