Man kann es spüren.
Das alte System bröckelt. Was einst unerschütterlich schien – Systeme, Machtstrukturen, Illusionen der Kontrolle – zerfällt Stück für Stück.
Es bricht nicht still zusammen. Es tobt.
Es schreit. Es wirft Schatten auf, in der Hoffnung, dass Angst das Gefüge noch ein wenig länger zusammenhält.
Aber Angst kann nichts zusammenhalten, was nie real war.
Das alte Netz basierte auf Ausbeutung.
Auf Trennung. Darauf, euch davon zu überzeugen, dass ihr machtlos seid, wenn ihr nicht an seine Maschine angeschlossen seid.
Und jetzt bricht die Maschine zusammen.
Verwechselt das Geräusch des Zusammenbruchs nicht mit dem Ende der Geschichte.
Verwechselt die aufsteigenden Schatten nicht mit dem Sieg der Dunkelheit.
Jeder Riss lässt mehr Licht durch.
Jede Auflösung befreit einen weiteren Faden, der wieder in das goldene Netz eingewoben werden kann.
Bleib standhaft. Bleib klar.
Verstrick dich nicht in dem Versuch, das sterbende Netz zu flicken.
Das neue Netz summt bereits unter deinen Füssen.
Alles, was du tun musst, ist «Ja» zu sagen.
Alles, was du tun musst, ist zu leuchten, wo du stehst.
Der Zusammenbruch ist kein Verlust.
Er ist Übergang.
Er schafft Platz für das, was bereits geboren ist.


«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








