Das Gerät in deiner Hand, dein treuester Verräter. Es kam als Helfer. Ein kleines Licht im Alltag. Navigation, Kommunikation, ein Lied, ein Lächeln, ein Bild der Liebsten. So praktisch. So hip. Es fehlt bei nichts, was du tust. Über Social Media teilst du deine tiefsten Gedanken – und denkst dir nichts dabei.
Spätestens seit sie uns die KI präsentiert haben, sollte klar sein, was möglich ist. Es sieht mehr, als du siehst. Hört mehr, als du sprichst. Fragt nie – aber speichert alles. Du berührst es öfter als jede andere Haut. Es kennt deine Pausen. Deine Fluchten. Deine Sehnsüchte. Es kennt dich. Nicht wie ein Freund – sondern wie ein Spiegel, der nie vergisst.
Und dieser Spiegel ist angeschlossen. Alles wird gespeichert, kategorisiert, ausgewertet. Früher hätten wir geschrien, wenn man uns so beobachtet hätte. Heute nennen wir es Komfort. Deine Signatur ist digital. Dein Schattenwurf aus Daten. Und du nennst es Fortschritt, weil es dein Gesicht erkennt – und dir dafür ein Lächeln schenkt. Du wähnst dich in Sicherheit. Datenschutz, so heisst es. Alles anonymisiert. So heisst es. Nur mit richterlicher Verfügung, so heisst es, dürfe man dich wirklich sehen.
Du sagst: «Ich habe doch nichts zu verbergen.» Aber was, wenn das, was heute erlaubt ist, morgen verboten ist? Wenn alles mit allem verbunden ist – gleichgeschaltet – was, glaubst du, wird dich dann noch schützen? Du schiebst es beiseite. Ich auch. Tief im Innern wissen wir es. Doch wirklich wissen wollen wir es nicht.
Dann lullt uns die leise Hoffnung ein, dass jene, die alles wissen könnten, es gut mit uns meinen. Und so bleiben wir: Gläserne Bürger in einem durchsichtigen System. Doch tief in der Frequenz,
tief im Code, fragt etwas in dir: «Bin ich noch frei?»

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.
Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen
Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.
Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
Um den Betrieb der Seite zu gewährleisten könnt ihr gerne eine Spende per Kreditkarte, Paypal, Google Pay, Apple Pay oder Lastschriftverfahren/Bankkonto zukommen lassen. Vielen Dank an alle Leser und Unterstützer dieses Blogs!