Everlast macht mit «Slow Your Roll» etwas maximal Unzeitgemäßes: Er fordert zur Entschleunigung auf, während der Rest der Welt kollektiv hyperventiliert. Kein Aufruf zur Revolution, kein moralisches Megafon, kein empörter Zeigefinger. Fast schon verdächtig reif.
Musikalisch bewegt sich der Track irgendwo zwischen staubigem Americana, Rock und dieser leicht rauen Spoken-Word-Gelassenheit, die Everlast seit Jahren perfektioniert. Das ist kein Song, der dich umhaut. Das ist ein Song, der dich festhält, dir ein Getränk hinstellt und sagt: Setz dich erst mal hin, Held.
Inhaltlich wirkt «Slow Your Roll» wie eine freundliche Ohrfeige für die Dauerempörten. Die Botschaft ist simpel und genau deshalb unbequem: Nicht alles muss sofort eskalieren. Nicht jeder Impuls ist klug. Nicht jede Meinung braucht heute ein Megafon. Atmen ist kein Verrat, Pausen sind keine Kapitulation.
Everlast spielt dabei bewusst mit spirituellen und alltäglichen Bildern, ohne ins Predigen abzurutschen. Eher wie ein alter Freund, der schon ein paar Stürme gesehen hat und weiss, dass Dauerstress kein Zeichen von Wachheit ist, sondern von Kontrollverlust.
Der Song funktioniert besonders gut als Gegenmittel zur permanenten Reizüberflutung. Kein Instant-Hit, sondern ein Langstreckenstück. Einer dieser Tracks, die man erst versteht, wenn man selbst merkt, dass das Gas ständig durchgetreten ist.
«Slow Your Roll» ist kein Rückzug aus der Welt. Es ist eine Erinnerung daran, dass man sie nicht im Sprint retten muss. Und manchmal ist genau das die radikalste Haltung überhaupt.
DBD: Slow Your Roll – Everlast
Take a little break from the outrage
Pour up a little heaven on ice
Pick it back up on Monday
Today I’m gonna testify
The lords been talking through the weather
Sunday sermon in the sun down sky
Don’t think I could say it any better
So I think I’m gonna take that advice
Slow your roll, slow your roll
It’s a down ship deep stress take yourself a deep breath
Watch it go up in smoke
Slow your roll, that’s right
We’re all gonna get there someday
Don’t have to be tonight
It’s harder than you think to do nothing
If you wanna do nothing right
You gotta
Slow your roll, slow your roll
It’s a down ship deep stress take yourself a deep breath
Watch it go up in smoke
Slow your roll, that’s right
Slow it down a notch
Down a notch pop that top calm your country urge
It’s a down ship deep stress take yourself a deep breath
Watch it go up in smoke
Slow your roll, that’s right
Slow your roll
Slow
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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.
Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.
Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
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