Reverber treten nicht an, um zu gefallen. Sie treten an, um alles niederzumähen. Die italienische Thrash-Walze Reverber präsentiert mit «Kill the Clown» einen weiteren Schlag ins Gesicht der gepflegten Mittelmässigkeit – entnommen aus dem Album «The Satan Creation». Und ja, der Titel meint genau das, was du denkst. Symbolisch natürlich. Oder auch nicht.
Gegründet 2007 von jungen Musikern mit exakt einem Ziel – Thrash Metal auf Anschlag – setzt die Band auf die klassische Bewaffnung: zwei Gitarren, Bass, Drums, Vocals. Kein Firlefanz, kein Esoterik-Gedöns. Der Sound bewegt sich irgendwo zwischen Bay-Area-Abrissbirne und nordischer Betonwand. Old School im Herzen, modern im Nacken, ständig im Clinch mit der Gegenwart.
Politisch neutral? Offiziell ja. Aber Reverber haben eine bemerkenswerte Allergie gegen neoliberale Heilsversprechen, Finanz-Eliten und die schicke Neuauflage der Lohnsklaverei. «Kill the Clown» ist genau das: Ein wütender Mittelfinger an das Zirkuspersonal der Macht, verpackt in Highspeed-Riffs und messerscharfe Hooks. «The Satan Creation», erschienen am 5. Oktober 2024, enthält neun neue Tracks plus eine thrashige Abrissversion von Thor (The Powerhead) von Manowar.

«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








