Man weiß von Schiffen und von Sternen,
Von Münzen und sogar vom Licht,
Von Kolibris und Samenkernen
Und von Vulkanen das Gewicht.
Man kennt es auch von Schneekristallen
Und Blättern, die der Herbst zerbricht.
Man kennt’s von allem und von allen.
Nur was ein Wort wiegt, weiß man nicht.
Was wiegt ein Wort — was ist es wert?
Was macht es leicht wie Blust im Mai?
Was, daß sich’s handkehrum verkehrt
In einen Berg von purem Blei?
Was wiegt ein Wort — was ist es wert?
Warum wohl ein Leben lang
Gilt ein «Ja» vom Traualtar?
Warum eines von den Russen
Nicht einmal ein halbes Jahr?
Warum hat die Silbe «Brot»
Für den Schweizer keinen Klang?
Warum tönt sie einem Tschechen
Wie vergessener Gesang ?
Warum wirkt das Wörtchen «Ende»
Hinter Ferien kalt und roh?
Warum hinter Fernsehfilmen
Stimmt es einen eher froh?
Man weiß von Schiffen und von Hunden,
Von Filmstars und sogar vom Licht
In Tonnen, Zentnern, Kilo, Pfunden
Und Milligrammen das Gewicht.
Man kennt es auch von den Metallen
Und vom Atom, das man zerbricht.
Man kennt’s von allem und von allen.
Nur was ein Wort wiegt, weiß man nicht.
Was wiegt ein Wort — was ist es wert?
Was macht es lieb und leicht und licht,
Wenn man es sagt?
Und was beschwert es tonnenschwer,
Wenn man’s nicht spricht?
Was wiegt kein Wort — was ist das wert?
Warum ist ein Ausdruck wahr,
Gut und ehrlich ebenfalls?
Warum Andern gegenüber
Lügt man ihn in seinen Hals?
Warum läßt ein böses Wort
Dich vom einen gänzlich kalt?
Warum trifft es Dich vom ändern
Mit erschreckender Gewalt ?
Warum setzt zum Wörtchen «Lieber»
Manchmal man so leichthin an ?
Warum ein paar Jahre später
Schon erstickt man fast daran?
Man weiß von Schiffen und von Sternen,
Von Münzen und sogar vom Licht,
Von Kolibris und Samenkernen
Und von Vulkanen das Gewicht.
Man kennt es auch von Bahnhofshallen
Und von den Punkten auf dem i.
Man kennt’s von allem und von allen.
Nur was ein Wort wiegt, weiß man nie. . .
Werner Wollenberger für das Cabaret Federal 1953, Text aus Werner Wollenberger Nachlass

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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.
Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen
Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.
Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
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