Der Mensch: Erst geboren, dann versichert, bewertet, bepfändet – und am Ende filetiert fürs System. Willkommen im Finanzkasino des Todes, wo selbst der Leichengeruch noch bilanziert wird.

Man könnte meinen, der Kapitalismus würde wenigstens vor Friedhöfen Halt machen. Falsch gedacht. Wo Leben ist, ist Markt – und wo Tod ist, erst recht. Denn Tote reden nicht, klagen nicht, widersprechen nicht. Perfekte Anlageobjekte.

Schon im 17. Jahrhundert wusste man: Papier lebt länger als der Mensch. Heute heissen die «Bonds» halt «Zertifikate», «Fonds» oder «soziale Verantwortung». Und irgendwo dazwischen tanzt der Staatsanwalt als Versicherungsvertreter der Moral, verkauft Haftpflicht für Sündenfälle und nennt’s Justiz.

Geboren wirst du als «Sprössling», doch kaum bist du atmungsfähig, bist du auch schon «wertschöpfungsfähig». Eine Unterschrift hier, ein Stempel da – und zack, du bist Eigentum im Wartungsmodus. Eltern? Nur Treuhänder deiner zukünftigen Arbeitskraft. Sorgerecht? Ein euphemistisches Wort für Sicherheitenverwaltung.

Wer sich dem System entzieht, landet in der staatlichen Ersatzfamilie – «Pflege» nennt man das, wenn der Mensch zum Pfand geworden ist. Es ist eine perfekt durchkalkulierte Gleichung aus Bürokratie und Biologie: Fleisch als Anlageklasse, Seele als Collateral Damage.

Und irgendwo im Hintergrund sitzen jene unsichtbaren «Security Companies», die im Namen von Ordnung und Haftung unterschreiben – für dein Leben, deinen Fehler, dein Kind. Der Mensch als wandelnder Bond, das Dasein als gedeckte Schuld.

Manche nennen das Fortschritt, ich nenne es Leichenfledderei. Solange der Körper noch warm ist, kann man ja Rendite draus machen. Und wenn er kalt wird, gibt’s wenigstens Steuernachschlag. Willkommen im Endstadium der Zivilisation: Wo der Tod kein Ende ist, sondern ein Produkt…

Wer tot ist, wird zur Handelsware in deren Geschäftsmodell
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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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