Eine neue Heimat für die erwachsenen Potterheads, startet ab dem 30. August 2019 auf Amazon Prime Video (als OV) als Fantasyserie «Carnival Row», in der sich Orlando Bloom und Cara Delevingne in eine magische Welt begeben, in der nicht nur eine dunkle Kreatur für Angst und Schrecken sorgt.
Am 30. August 2019 feiert die englische Version von «Carnival Row» Premiere auf Amazon Prime, im November folgt die synchronisierte Fassung. Die insgesamt acht Episoden entführen uns in eine magische Welt mit alltäglichen Problemen. In der London der viktorianischen Ära ähnelnden Stadt Burge, in der die Fee Vignette Stonemoss (Delevingne) und der Ermittler Rycroft Philostrate (Bloom) leben, wird von mythologischen Geschöpfen bewohnt. Hier leben unter anderem Zentauren, Faune oder Werwölfe unter den Menschen, doch die politische Lage ist angespannt: Die (übernatürlichen) Flüchtlinge, die in die Heimat der Menschen dringen und dort Schutz suchen, sind nicht gern gesehen. Immer häufiger kommt es zu Ausschreitungen zwischen Menschen und den Kreaturen, die unter Rassismus und Vorurteile leiden müssen. Besonders hart trifft es dabei die Feen, die aus ihrer Heimat Tirnanoc fliehen mussten. Viele von ihnen prostituieren sich, um geduldet zu werden. Ein Schicksal, dem Vignette bei ihrer Ankunft in Burge entkommt.
Vignette landet in dem Haushalt von Imogen Spurnrose (Tamzin Merchant, «Die Tudors») und deren Bruder Ezra (Andrew Gower, «Outlander»), in dem sie als Minderheit nichts zu sagen hat und nur niedere Arbeiten übernehmen darf. Bei einem Gespräch mit einer alten Freundin erfährt Vignette schliesslich, dass ihr vermeintlich toter Liebster, der Mensch Rycroft Philostrate (kurz: Philo), noch immer am Leben ist und sich ebenfalls in Burge befindet. Wutentbrannt macht sich Vignette auf die Suche nach dem Mann, der seinen Tod nur vortäuschte und ihr damit das Herz gebrochen hat, um Antworten zu erhalten. Stück für Stück erfährt der Zuschauer schliesslich, welche besondere Geschichte die beiden verbindet, deren Liebe in Burge nicht gern gesehen ist und einst in Tirnanoc begonnen hat. Doch “Carnival Row” ist mehr als nur eine übernatürliche Liebesgeschichte.
Die tragische Geschichte von Vignette und Philo gibt den Ton an, doch im Fokus von «Carnival Row» stehen mysteriöse Morde, in denen man es offensichtlich vor allem auf die unterdrückten Feen abgesehen hat. Ganz in «Jack the Ripper»-Manier werden unschuldige Feen regelrecht ausgeweidet und in den Strassen zurückgelassen, ein Anblick, der definitiv nichts für zartbesaitete Zuschauer ist. Unruhen machen sich in den Strassen von Burge breit und heizen die ohnehin angespannte Stimmung noch mehr an. Philo nimmt die Ermittlungen auf und ahnt dabei noch nicht, mit welch dunklen Mächten er sich dabei einlässt. Je näher er der Lösung kommt, umso mehr Geheimnisse deckt er auf und bringt dadurch nicht nur sich, sondern auch in Vignette in Lebensgefahr.
Das erste Kapitel von “Carnival Row” umfasst acht Episoden. Eine 2. Staffel wurde bereits im Vorfeld in Auftrag gegeben, womit schon jetzt klar ist, dass wir nach Burge zurückkehren dürfen. Fest steht, es braucht ein paar Folgen, bis man mit «Carnival Row» warm wird. Immerhin wird man aus dem Nichts in eine magische, komplexe Welt geworfen, in der man sich erst langsam zurechtfinden muss. Die Stärke liegt vor allem in der zweiten Staffelhälfte, in der einige spannende Geheimnisse gelüftet werden – mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Mit allzu grossen Erwartungen sollte man sich der Serie nicht nähern, die Fussstapfen von «Game of Thrones» füllt es nicht aus. Während sich Orlando Bloom in der Rolle des grüblerischen Ermittlers sichtlich wohl fühlt, wirkte Cara Delevingne, obwohl sie den interessanteren Charakter der beiden mimt, oftmals deplatziert. Was in jedem Fall viel Potenzial hat, ist die magische Welt, die in «Carnival Row» kreiert wurde. Nach einem etwas holprigen Start, überzeugt die Serie vor allem in der zweiten Hälfte. Ein Highlight ist in jedem Fall die magische Welt, die erschaffen wurde und viel Potenzial besitzt.










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