Mit «Alien: Covenant» kehrt Regisseur Ridley Scott zurück zum Kern der Reihe. Ein bildgewaltiger Sci-Fi-Action-Horrorfilm mit einigen grandios-intensiven Sequenzen, der zu viele Hintergründe einfach «erklärt» und darüber viele seiner eigentlich zentralen Figuren vernachlässigt.

Mit Alien ist es ähnlich wie mit Star Wars: Die ersten drei Teile aus den 80ern sind Meilensteine der Filmgeschichte. Intelligent, durchdacht, logisch und unglaublich fesselnd und trotz veralteter Effekte gigantisch. Es wurden Welten aufgebaut, die man vorher nur aus epischen Büchern kannte. Seit jeher beziehen die Alien-Filme ihre beunruhigende Wirkung nicht bloss aus ihrer nervenaufreibenden Inszenierung, sondern auch aus ihren Dystopien. Dabei ist das Franchise gleich auf mehreren Ebenen revolutionär. Zum einen gehört Raumfahrerin Ripley (Sigourney Weaver), die in den kalten Weiten des Weltraums auf eine tödliche Alienrasse stösst, zu den ersten weiblichen Action-Heldinnen, zum anderen sorgte das visionäre Design der Xenomorphen nach einem Entwurf von HR Giger damals wie heute für Gänsehaut. Nach dem Ende der ursprünglichen Reihe mit Teil 4 beschloss Ridley Scott, der Schöpfer der Alien-Reihe, die Vorgeschichte zu “Alien” innerhalb einer Tetralogie weiterzuspinnen. Und genau diese Welten werden demontiert und ins lächerliche gezogen – dank der Blockbuster Mentalität.

Der 2012 erschienene «Prometheus» erzählt eine Geschichte die vor den eigentlichen Alien Filmen spielt. Mit «Alien: Covenant» kommt nun die Fortsetzung von «Prometheus». Zeitlich spielt er vor «Alien 1». Doch leider ist «Alien: Covenant» storytechnisch eine Katastrophe. Bei manchen Szenen kann man einfach nur noch mit dem Kopf schütteln – schon fast unfreiwillig komisch sind die unlogischen Handlungsabläufe und Reaktionen der Protagonisten. Man merkt zwar, dass für den Film eine Menge Geld ausgegeben wurde und man profitiert davon, dass Ridley Scott Regie führte, aber was wirklich Gutes hat man leider nicht daraus gemacht. Ohne Scott wäre der Film wahrscheinlich noch schlechter geworden. Bis auf Michael Fassbender ist der Cast auch nicht wirklich der Rede wert. Selbst wenn man über die enormen Schwächen der Story hinweg sieht, bleibt trotzdem nur ein sehr spannungsarmer SciFi-Action-Horror übrig.

«Alien: Covenant» ist düster und kalt und blutig, visuell und akkustisch atemberaubend inszeniert. Das war’s dann aber auch schon, denn der Film hält sich auch nicht an die eigenen Gesetzmässigkeiten, die er geschaffen hat. So wurden unglaublich durchdachte Konzepte in den alten Alien-Teilen geschaffen wie zum Beispiel die Königin, die die Eier legt, aus welchen die Facehugger schlüpfen, um sich einen Wirt zu suchen. Aus diesem schlüpft schlussendlich ein Alien, welches sich mehrmals häuten muss, um seine vollständige Grösse zu erreichen. Wächst also nur langsam heran, ist intelligent und vorallem extrem gefährlich, düster und hartnäckig. In «Alien: Covenant» wird das alles über den Haufen geworfen, frei nach dem Motto: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. Da schlüpft ein Alien und wächst innerhalb einer Minute auf 2 Meter heran. In der ersten Szene ballern fünf Leute drauf und treffen es auch, doch das Viech bleibt völlig unbeeindruckt, in der anderen Szene reichen ein paar einzelne Schüsse um es zu erlegen. Und das ist nur ein Beispiel. Die Logik geht in dem Streifen so flöten, dass es fast schon weh tut.

Leider muss man wirklich bewusst sowohl sein Hirn ausschalten, als auch die alten Alienteile vergessen, um gefallen an diesem Film zu finden. Auch sehen die Alienszenen einerseits wie Computerspiele aus, andererseits wird alles was in den alten Filmen geschaffen wurde gegen die Wand gefahren. Im Vergleich zu «Prometheus» weniger Fragen, weniger Wucht, weniger Schauwerte. Dafür gute Action, viele Horrorelemente, ein hervorragender Fassbender, übrige Darsteller und vorallem die Story sehr schwach. Freue mich schon auf den nächsten Teil, hier werden die Aliens, die ja vom Androiden geschaffen wurden, auf die Kryptonit-Kristalle von Superman treffen und dann mit einem grossen und bunten S auf der Brust gegen den Silversurfer oder Green Lantern kämpfen, plus Gastauftritt von JahJah Binx. Schade, nur Popcorn-Kino, nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gut genug für einen Ridley-Scott-Film.


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