«Afterparty – Feiern bis der Tod kommt» ist ein ganz netter Slasher, der versucht mit einem Twist in der Mitte des Films zu überzeugen. Der Film hat einige nette Ideen, die aber leider meistens recht spannungsarm umgesetzt werden. Für einen FSK18 sieht man etwas wenig Blut und Gore, da hätte es FSK16 auch getan. Ein ganz ordentlicher Film für zwischendurch, der mir persönlich besser gefiel als so mancher Teenie-«Horror» den man die letzten Jahre vorgesetzt bekam. Ein gutes Beispiel dafür, dass man auch mit kleinem Budget einen unterhaltsamen Film drehen kann.
Was anfangs noch wie ein standardmässiger 08/15-Teenie-Horror beginnt, entwickelt sich nach gut der Hälfte der Laufzeit zu einem ganz netten Zeitvertreib mit viel nackter Haut, dafür aber etwas weniger Blut. Bei spanischen Horrorfilmen denkt der eine oder andere vielleicht im ersten Moment an wirkliche Schocker wie [REC] oder [REC]², doch falsch gedacht. «Afterparty – Feiern bis der Tod kommt» springt viel eher auf die Mainstream-Schiene auf und versucht mit einer nicht allzu vorhersehbaren Wende zur Mitte hin beim Zuschauer zu punkten. Trotz kleinerer Startschwierigkeiten in den ersten 20 Minuten nimmt der Film nach dem Überschreiten dieser Schwelle so langsam Fahrt auf. Nach gut 40 Minuten kommt dann der angesprochene Twist in der Storyline, der dem ganzen Geschehen etwas mehr Würze verleiht und den Film letztendlich doch noch ganz spannend gestaltet. In jedem Fall kann man sich den Titel mit gutem Gewissen als Genre-Fan – mit nicht allzu grossen Erwartungen – gerne einmal antun. Die blutigen Parts kommen leider für einen Horrorfilm etwas zu kurz, aber die Grundidee und besonders die Kulisse mit dem abgeschotteten Haus vermögen durchaus zu gefallen, wenngleich es teilweise dann doch alles wieder extrem preiswert produziert aussieht und kein wirkliches Grusel-Feeling aufkommen will.
Weitere Kritikpunkte sind die etwas zu leere Story, die recht durchschnittlichen Darsteller mit zahlreichen etwas sinnfreien Dialogen, welche hin und wieder dann doch ein wenig mehr in die Tiefe zu gehen versuchen, was letztlich allerdings in den meisten Fällen misslingt. Übrig bleibt natürlich ausserdem noch die an diversen Stellen zu kurz kommende Spannung, aufgrund der eher dünnen Haupthandlung, die für weitere Abzüge im Gesamtbild sorgt. Ein Katz- und Mausspiel bei dem keiner so recht zu wissen scheint, hinter wem er eigentlich her ist. Dennoch sind diverse Aspekte soweit in Ordnung und für einen Low-Budget-Teenie-Horror fühlt man sich in «Afterparty – Feiern bis der Tod kommt» sogar stellenweise ganz gut unterhalten. Zu mehr als einem netten Zeitvertreib bringt es der Streifen allerdings nicht. Als Genre-Fan kann man «Afterparty – Feiern bis der Tod kommt» gerne eine Chance geben und sich von der netten kleinen Wendung zur Mitte hin überraschen lassen. Allen anderen Betrachtern, die nicht so Teenie-Horror-Begeisterte-Zuschauer sind, rate ich von dem Streifen aber dringendst ab! Ein B-Movie-Titel wie er im Buche steht!








«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








