Ein römischer Senator, gestorben 43 vor Christus, ermordet auf Befehl von Marcus Antonius, hat den aktuellen Zeitgeist präziser beschrieben als jeder lebende Kommentator. Das sollte uns alle beunruhigen. Es tut es nicht. Punkt acht erklärt warum.

Marcus Tullius Cicero – Redner, Philosoph, Staatsmann, unbequemer Zeitgenosse – hat vor über zweitausend Jahren neun Beobachtungen formuliert, die sich lesen wie ein Protokoll des gegenwärtigen Zustands westlicher Demokratien. Kein Prophet. Kein Mystiker. Einfach jemand, der hinschaute und aufschrieb, was er sah. Schauen wir gemeinsam hin.

1. Wenn die Dummen lauter sind als die Klugen
Soziale Medien haben diesen Prozess nicht erfunden – sie haben ihn demokratisiert und beschleunigt. Lautstärke ist Währung. Substanz ist Hindernis. Die lauteste Meinung gewinnt den Algorithmus, nicht die durchdachteste. Cicero hätte Twitter geliebt. Oder gehasst. Vermutlich beides gleichzeitig.

2. Wenn die Faulen mehr haben als die Fleissigen
Bürgergeld, Subventionen, staatliche Alimentierung auf Lebenszeit – während der mittelständische Handwerker 60 Stunden die Woche arbeitet und am Monatsende fragt, warum er sich das eigentlich noch antut. Eine Frage, auf die der Staat keine befriedigende Antwort hat. Nur höhere Steuern.

3. Wenn die Ehrlosen respektierter sind als die Ehrlichen
Lauterbach sagte «nebenwirkungsfrei». Er ist noch immer im Amt. Wer das damals anzweifelte, wurde gesperrt, gemassregelt, gesellschaftlich isoliert. Der Ehrlose trägt heute Anzug und Bundesadler. Der Ehrliche trägt das Etikett «Verschwörungstheoretiker». Cicero nickt aus dem Jenseits.

4. Wenn die Moral predigen, die selbst keine Moral haben
Die Grünen fliegen Business-Class zur Klimakonferenz. Politiker, die Verzicht fordern, leben in Dienstwillen mit beheizten Garagen. NGO-Chefs mit sechsstelligen Gehältern erklären der Bevölkerung, wie man nachhaltiger lebt. Das Wort Heuchelei reicht nicht mehr aus. Es braucht ein neues Wort. Vorschläge willkommen.

5. Wenn der Charakter weniger zählt als das Ansehen
Die politische Karriere funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Wer das richtige Narrativ bedient, die richtigen Talkshows besucht und die richtigen Feinde hat, steigt auf. Charakter ist dabei nicht Voraussetzung – er ist Hindernis. Zu viel davon macht unberechenbar und Unberechenbarkeit ist das Letzte, was das System toleriert.

6. Wenn Kinder keine Kinder mehr sein dürfen
Genderideologie im Kindergarten. Sexualkunde für Sechsjährige. Identitätsdebatten, die Zehnjährige in existenzielle Krisen stürzen, für die sie schlicht noch nicht ausgerüstet sind. Eine Gesellschaft, die ihre Kinder nicht schützt, schützt sich selbst nicht. Cicero hätte das nicht als progressiv bezeichnet.

7. Wenn die Täter geschützter werden als die Opfer
Die Opfer von Straftaten navigieren durch Bürokratie, Psychologenengpässe und Prozessverzögerungen. Die Täter erhalten Resozialisierungsprogramme, Anwälte auf Staatskosten und das wohlwollende Interesse einer Öffentlichkeit, die nach Erklärungen für das Böse sucht – während das Böse bereits wieder auf freiem Fuss ist.

8. Wenn Wahnsinn als «Normal» gefeiert wird
Das ist der Masterkey zu allem anderen. Wenn eine Gesellschaft verlernt hat, zwischen normal und nicht normal zu unterscheiden – wenn jede Kritik an offensichtlichem Irrsinn sofort als Intoleranz, Phobie oder Hass umgedeutet wird – dann ist das Immunsystem der Gesellschaft kollabiert. Was dann folgt, hat Cicero erlebt. Rom auch.

9. Wenn der Politiker nicht für das Volk, sondern vom Volk lebt
Der finale Punkt. Der ehrlichste. Die politische Klasse hat sich von ihrem ursprünglichen Auftrag vollständig emanzipiert. Sie verwaltet sich selbst, finanziert sich selbst, schützt sich selbst – mit dem Geld derer, die sie eigentlich vertreten sollte. Diäten, Pensionen, Nebeneinkünfte, Lobbykarrieren nach dem Amt. Ein geschlossenes Ökosystem der Selbstbedienung, demokratisch legitimiert und faktisch unkontrollierbar.

Cicero wurde ermordet, weil er zu laut hinschaute und den Untergang Roms erfasste. Der Untergang der sogenannten westlichen Welt folgt demselben Drehbuch…

9 Symptome des gesellschaftlichen Todes – wie viele erkennst du?


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Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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