Es ist wieder so weit. Der Himmel färbt sich rostbraun, die Autos sind über Nacht mit einem rötlichen Schleier überzogen, und die Meteorologen lächeln entspannt in die Kamera: Saharastaub, alles ganz normal, nichts zu sehen, weiterfahren. Und die Bevölkerung nickt, wischt die Windschutzscheibe ab und denkt sich nichts dabei. Genau so soll es sein. Nur: Was, wenn dieser «Saharastaub» gar nicht das ist, wofür man ihn verkauft?
Eine Vergleichsanalyse, die unabhängige Forscher aus Bosnien-Herzegowina beim Institut für chemische Verfahrenstechnik in Tuzla in Auftrag gaben, liefert Ergebnisse, bei denen man den Kopf nicht mehr in den Sand stecken kann. Die Methodik war simpel: Man schickte zwei Proben ins Labor. Einmal echten Saharasand von einem Seeufer in Südtunesien. Und einmal eine Probe aus Dobošnica Donja bei Lukavac, entnommen am 7. April 2022, direkt nach einem der üblichen «Saharastaub-Niederschläge». Bosnien, wohlgemerkt, wo überwiegend Westwind herrscht – also keine nahegelegene Industrie oder Kraftwerke als Erklärung in der Hinterhand.
Das Ergebnis: Im angeblichen Saharastaub-Regen wurden nicht weniger als 26 teils hochgiftige Elemente nachgewiesen. Aluminium, Arsen, Barium, Beryllium, Bismut, Blei, Bor, Cadmium, Chrom, Eisen, Kobalt, Kupfer, Lithium, Mangan, Molybdän, Nickel, Antimon, Selen, Strontium, Thallium, Vanadium, Zink, Zinn – die Kollektion liest sich wie das Horrorkapitel eines Toxikologie-Lehrbuchs.
Und jetzt die Zahlen, bei denen das behördliche Lächeln gefrieren sollte: Der Aluminiumanteil im bosnischen Niederschlag war laut Analyse 728-mal höher als im originalen Saharasand. Barium 660-mal höher. Nickel sage und schreibe 2500-mal höher. Arsen 44-mal, Zink 64-mal, Eisen 23-mal. Das ist kein Spurenelement-Rauschen mehr. Das ist eine andere Substanz, die mit echtem Wüstensand ungefähr so viel gemeinsam hat wie Mineralwasser mit Industrieabwasser.
Der bequeme Erklärungsrahmen
Natürlich wird jetzt reflexartig das Wort «Verschwörungstheorie» aus der Schublade gezogen. Es ist das Schweizer Taschenmesser der Debattenvermeidung: Vielseitig einsetzbar, scharf genug, um jeden unbequemen Gedanken abzuwürgen und man muss sich dabei nicht mal die Hände schmutzig machen. Nur hat das Etikett ein strukturelles Problem – es erklärt nichts. Es ersetzt Analyse durch Abwehr.
Was es hingegen gibt, sind Patente. Konkret: US-Patent 9924640, das beschreibt, wie Boeing-Flugzeuge umgerüstet werden, um jeweils bis zu 25 Tonnen sandartige Nanopartikel in 18’000 Meter Höhe auszubringen – zum Zweck der Wetter- und Klimasteuerung. Das ist kein Gerücht aus einem Telegram-Kanal. Das ist ein eingereichtes, erteiltes Patent. Öffentlich einsehbar. Und es ist nur eines von Dutzenden ähnlicher Patente.
Gleichzeitig enthält der NATO-Treibstoff JP-8, der nach vorliegenden Analysen in erheblichem Umfang auch an zivilen Flughäfen weltweit verkauft wird, nachgewiesenermassen Aluminium, Barium, Beryllium, Blei, Cadmium, Chrom, Kobalt, Strontium, Vanadium und weitere Substanzen – also eine bemerkenswert grosse Schnittmenge mit genau dem, was die bosnische Niederschlagsanalyse zutage förderte. Zufall ist ein nettes Wort. Man darf es ruhig öfter verwenden.
Was da vom Himmel fällt, landet überall
Wer jetzt denkt, das sei ein akademisches Problem für Labortechniker und Umweltjuristen, denkt zu klein. Nanopartikel, die in der oberen Atmosphäre ausgebracht werden, schweben laut den zitierten Wettermanipulations-Patenten bis zu zwei Jahre dort oben herum – bevor sie auf Felder, Gärten, Gewässer, Insektenpopulationen und menschliche Lungen herabrieseln. Aluminium-Feinstaub steht im Verdacht, Alzheimer zu begünstigen sowie Nieren, Leber und Knochen zu schädigen. Cadmium ist ein anerkanntes Humankarzinogen. Beryllium ebenfalls. Thallium ist akut toxisch. Barium greift das Nervensystem an.
Das landet auf dem Biogemüse im Garten. Im Trinkwasser. Auf der Haut der Kinder, die draussen spielen, während die Nachrichtensprecher von einem «schönen Wüstenphänomen» berichten.
Dass Regierungen zu solchen Experimenten an der eigenen Bevölkerung grundsätzlich fähig sind, ist keine Spekulation – es ist dokumentierte Geschichte. In den USA wurden nachweislich 1994 ganze Grossstädte durch Militärflugzeuge mit Substanzen besprüht, darunter Zink-Cadmium-Sulfid. Eine Grundschule wurde drei Monate lang täglich damit eingenebelt. Die späteren gesundheitlichen Folgen für Schüler und ihre Nachkommen waren verheerend. Die Justiz deckte das. Die Verantwortlichen wurden nicht bestraft. Wer damals fragte, bekam die Antwort: Harmlose Chemikalien. Rein gar nichts zu befürchten.
Dieselbe Antwort gibt es heute, wenn man Behörden nach dem Inhalt der über unseren Köpfen versprühten Millionen Tonnen Nanopartikel befragt.
Die eigentliche Frage
Die Analyse aus Bosnien ist ein Anfang. Kein Abschluss. Sie belegt eine dramatische Abweichung zwischen realem Wüstensand und dem, was auf Europa herabrieselt – und sie wirft die Frage auf, die eigentlich Regierungen, Parlamente und Medien stellen müssten: Was genau fällt da vom Himmel, in wessen Auftrag, und mit welchen Zielen?
Stattdessen: Schweigen der Behörden. Schweigen der Mainstreammedien. Und das freundliche Lächeln der Meteorologen.
Der Saharasand wischt sich leicht weg. Die Fragen bleiben.


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