Es ist rührend, wie hartnäckig man uns jahrelang erzählt hat, 5G sei für schnelleres Internet. Für Videos ohne Puffer. Für das Internet der Dinge. Für smarte Kühlschränke mit Minderwertigkeitskomplexen. Und dann steht da plötzlich diese Antenne, schaut über Dächer, Wälder und Schlafzimmer hinweg und denkt sich vermutlich: Telefonieren? Wie süss. Denn seien wir ehrlich. Telefonieren konnte man schon vor 5G. Sogar erstaunlich gut. Teilweise mit Kupferkabeln. Steinzeitlich, ich weiss. Also warum das alles?

5G - Telefonieren war nie der Plan

Die Antwort ist banal und deshalb so unerquicklich: 5G ist keine Komforttechnologie. Es ist Infrastruktur. Und Infrastruktur ist Macht.

Die Antenne als modernes Geschütz
Früher stellte man Kanonen auf Hügel. Heute stellt man Sendemasten hin. Sie sehen harmloser aus, haben keine Rauchfahnen und brauchen keine Uniformen. Aber sie teilen eine entscheidende Eigenschaft mit klassischen Waffen: Sie kontrollieren Raum. Denn 5G kann nicht nur kommunizieren. Es kann lokalisieren, verfolgen, kartieren, priorisieren, drosseln, analysieren. Und ja, auch Dinge ansteuern, die sich bewegen. Flugzeuge, Autos, Drohnen, autonome Systeme. Nicht zwingend heute. Aber ganz sicher nicht nie. Wer glaubt, diese Netze seien ausschliesslich passive Datenrutschen, glaubt auch, Überwachungskameras seien nur zur Dekoration da.

Alles eine Frage der Steuerung
Das eigentlich Niedliche an der Debatte ist nicht die Technik. Es ist die Naivität bei der Eigentumsfrage. Diese Antennen gehören selten dem Land, auf dem sie stehen. Sie gehören Konzernen. Beteiligungsgesellschaften. Internationalen Konstrukten mit Briefkästen, Holdings und Geschäftsberichten, die klingen wie IKEA-Möbel. Die Schweiz? Darf oft den Mast dulden, den Strom liefern und hoffen, dass alles gut geht.

Wer steuert die Systeme?
Wer wartet sie?
Wer entscheidet über Updates, Prioritäten, Notfallprotokolle?

Das sind keine esoterischen Fragen. Das sind strategische Fragen. Militärische, wirtschaftliche, geopolitische. Und sie werden garantiert nicht an Gemeindeversammlungen diskutiert.

Dual Use, nur ohne Warnhinweis
Man nennt das Dual-Use-Technologie. Etwas, das zivil daherkommt, aber militärisch einsetzbar ist. GPS war auch mal nur zur Navigation da. Heute ist ohne GPS kein Krieg führbar. 5G ist perfekt dafür:

  • extrem niedrige Latenz
  • hohe Gerätedichte
  • präzise Ortung
  • Echtzeitsteuerung

Das ist kein Netz. Das ist ein nervales System für Maschinen, Fahrzeuge und Infrastrukturen. Ein Nervensystem kann man beruhigen. Oder lahmlegen. Oder umleiten. Je nachdem, wer Zugriff hat.

Die grosse Beruhigungspille
Natürlich wird sofort beschwichtigt. «Niemand würde so etwas missbrauchen.» «Es gibt Gesetze.» «Die Technik ist neutral.» Diese Sätze sind immer die Vorhut des Problems. Technik war noch nie neutral. Sie folgt Interessen. Und Interessen haben selten Landesgrenzen. Niemand behauptet, morgen würde jemand per 5G die Schweiz ausschalten. Das wäre plump. Eleganter ist es, Abhängigkeiten zu schaffen. Systeme, die ohne permanente Verbindung nicht mehr funktionieren. Fahrzeuge, die ohne Netz nicht fahren. Logistik, die ohne Echtzeitdaten kollabiert.

Dann braucht es keine Waffen mehr. Dann reicht ein Update. Oder ein Ausfall. Oder eine Priorisierung, die zufällig woanders greift.

Telefonieren als Alibi
Das Tragikomische ist, dass wir das alles unter dem Label «besseres Internet» verkauft bekommen. Ein paar Megabit mehr. Ein paar Millisekunden weniger. Dafür ein flächendeckendes, fremdgesteuertes Hochleistungsnetz, das jedes Objekt, jede Bewegung, jede Funkzelle kennt.

5G telefoniert nicht.
5G beobachtet, verbindet, lenkt, synchronisiert.

Telefonieren ist das Alibi. Wie bei jeder guten Waffe steht auf der Verpackung etwas Harmloses.

Fazit, ohne Trostpflaster
Man muss keine Angst haben. Angst ist ineffizient. Aber man sollte aufhören, so zu tun, als sei 5G nur eine technische Evolution.

Es ist eine strategische Aufrüstung, getarnt als Serviceverbesserung.
Und wer glaubt, Waffensysteme würden nur dann Waffen sein, wenn sie laut sind und explodieren, hat den letzten Jahrhundertwechsel verpasst.

Der Mast vor deinem Haus telefoniert nicht.
Er wartet…

5G – Telefonieren war nie der Plan


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«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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