Die Macher von «Final Destination 5» und «Conjuring 2» haben sich mit dem Autor von «Annabelle» unter der Leitung von Regisseur Phil Claydon, der 2009 den Trash-Film «Lesbian Vampire Killers» gedreht hat, zusammengetan und einen soliden Horrorfilm, der zwar nicht viel neues bringt aber spannungstechnisch, gerade zum Schluss hin, doch einigermassen unterhaltsam ist, auf die Beine gestellt. Leider entschlüsselt der Titel quasi das, worauf der Streifen abzielt. Dumm gelaufen.

Hat man die ersten Filmminuten gesehen und zieht den Filmtitel für Erklärungsversuche heran, wird schnell klar, wohin die Reise gehen wird. Weil «Within» von einem grösseren Studio produziert wurde, kann es sich definitiv um keinen Anfängerfehler handeln. Da war wohl jemand einfach nur dumm und hat nicht mitgedacht. «Within» oder «Crawlspace», so wie der Film wohl anfangs heissen sollte und umbenannt wurde, weil die Auflösung dann zu offensichtlich gewesen wäre, ist leichte Thrillerunterhaltung mit ein paar unterwarteten Wendungen und dem obligatorischen Überraschungstwist. Letzterer ist im Horrorfilm mittlerweile so oft zu sehen, dass es fast schon überflüssig ist, ihn als raffiniertes Filmelement erwähnen zu müssen. Mit Spuk hat Gezeigtes wenig gemein. Die Bedrohung ist greifbar und die mysteriösen Ereignisse lassen sich rational erklären. So dürften geübte Zuschauer recht schnell erraten, worauf es hier hinauslaufen wird, obwohl lang suggeriert wird, dass «Within» ein weiterer Spukstreifen ist. Das macht den Film vorhersehbar, weil der Regisseur mit allerhand Klischees und bekannten Schreckmomenten arbeitet, um auf falsche Fährten zu locken. Leider hat man viele der Schockmomente und Handlungsabläufe so ähnlich bereits in vielen anderen Filmen gesehen, weshalb die Irreführung nur sehr bedingt funktioniert. Hinzukommt, dass der Streifen dann doch so einige Zeit braucht, bis es wirklich mal interessant wird. Für Zwischendurch reicht das Gruseltheater, sonderlich hohe Erwartungen sollte man aber nicht haben.


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