«Deathgasm» ist kurzweiliger Splatterspass für Metalfans! Zombie-Apokalypse, Kettensägen, rollende Köpfe und spritzendes Blut in Kombination mit einem passenden Soundtrack und Headbang-Garantie. Mit ungezügelter Energie zeigt eine Heavy-Metal-Band der Hölle den Stinkefinger und bietet Unterhaltung für Hartgesottene.

Deathgasm

Seit flächendeckend um Lemmy Kilmister getrauert wird und das Wacken-Festival zum Spass für die ganze Familie geworden ist, vermag man es sich gar nicht mehr so recht vorzustellen. Aber es ist gerade einmal ein Vierteljahrhundert her, da galt Heavy Metal auch bei durchschnittlich hysterischen Erziehungsberechtigten als brandgefährlich und böse. Der Weg zur Hölle war in der Fantasie der Erwachsenen klar vorgezeichnet: Wo die Haare wucherten und die Aufnäher auf der Jacke prangten, mussten die Schulnoten zwangsläufig in den Keller gehen. Bis zur rituellen Tierschlachtung war es da nicht mehr weit. Die drastischeren Metal-Spielarten sind eng mit der Horrorfilmästhetik verbandelt, was sich in den Plattencovern von Bands wie «Cannibal Corpse» oder den «Pungent Stench» zeigte: Leichenberge und Hektoliter Kunstblut. Beide Bands werden in «Deathgasm», der nun auf DVD erschienen ist, zitiert. Der hochkomische Splatterfilm des neuseeländischen Regisseurs Jason Lei Howden versetzt den Zuschauer zurück in die Zeit, als laute Gitarrenriffs und Gekreische es dem jungen Menschen noch erlaubte, sich von der Welt der Erwachsenen mit Nachdruck abzugrenzen.

Deathgasm

In der ersten halben Stunde erzählt «Deathgasm» mit grimmigen Witz davon, dass die Hölle etwas sehr Weltliches ist. Ihr Personal besteht in diesem Film aus Lehrern, Stiefeltern und mobbenden Mitschülern. Was wie eine finster gestimmte Tennie-Komödie beginnt, entpuppt sich im Weiteren aber schnell als stilsichere Hommage an die Splatterfilme der Achtziger- und Neunzigerjahre und der Plot ist an Sam Raimis «Tanz der Teufel» angelehnt. Auch die Verbindung von detailfreudigem Splatter und Slapstick orientiert sich am grossen Vorbild Raimi, vor allem an dessen «Tanz der Teufel 2». Furchteinflössend ist hier nichts, dafür aber ausgesprochen eklig und immer wieder zum Schreien komisch. Zum Einsatz kommen vor allem Äxte, die seit «The Texas Chainsaw Massacre» obligatorische Kettensäge und, in einer besonders grotesken Szene, ein überdimensionierter Dildo. Von am Computer generierten Pixelblutwolken scheint Regisseur Howden nicht viel zu halten, hier ist alles noch handgemacht.

Deathgasm

Was die Visual-Effects anbelangt stand der nach wie vor unübertroffene «Braindead» Pate. Und wie in Peter Jacksons Frühwerk steckt auch in «Deathgasm» mehr als nur Jux und Dollerei. Die Szene, in der die Band, standesgemäss im Corpse Paint angemalt, durch das Wäldchen vor der Stadt stolpert, um einen Videoclip zu drehen, zeigt stellvertretend für den gesamten Film, wie man ein Genre, das man liebt, ernst nehmen und sich zugleich über es lustig machen kann. Die auf gängigen Metal-Klischees basierende, aber liebevoll inszenierte Horror-Komödie macht trotz ihrer wenig überraschenden Handlung viel Spass und punktet mit metallischem Soundtrack und Themen wie Religion, Freundschaft, Liebe, familiäre Probleme, mangelndes Selbstbewusstsein und Ausgrenzung Andersdenkender durch die Gemeinschaft. Masslose Übertreibung und ein humoristisches Augenzwinkern stehen ebenso auf dem Programm wie eine (wenig tiefgehende) Liebesgeschichte zwischen dem Hauptdarsteller und einer Vorzeigetochter, die im Laufe der Handlung selbstverständlich zur Metal-Braut mutiert. Wer einen Film für einen kurzweiligen und wenig anspruchsvollen Abend mit vielen Lachern und der Möglichkeit zum Luftgitarrespielen sucht, ist mit dem grandiosen Splatterfilm «Deathgasm» definitiv gut bedient. Im Gegensatz zu Peter Jacksons «Bad Taste» und «Braindead» ist «Deathgasm» dabei zwar weit weniger grotesk und zügellos geraten, lustiger war eine in Blut getränkte Aussenseiterstory aber schon lange nicht mehr. Grossartig!

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