Es gibt Institutionen, die predigen Verantwortung. Und es gibt Institutionen, die sich diese Verantwortung fürstlich bezahlen lassen. Willkommen bei der SRG SSR – dem öffentlich-rechtlichen Gewissen der Nation, finanziell so stabil wie die Alpen, moralisch selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben.

Sieben TV-Programme, siebzehn Radiosender. Dazu Spartenkanäle wie Radio Swiss Pop, Classic und Jazz, Internetportale, Apps, Social Media, TikTok. Man könnte meinen, die halbe Republik sende bereits. 2024 zählte die SRG 5727 Vollzeitstellen. Rechnet man sauber, sind es 6554 Personen. 3146 davon in den Redaktionen. Ein kleiner Staat im Staat – nur mit besserem Tonstudio.

Für Löhne flossen 668 Millionen Franken. 94 Millionen davon an 519 Kadermitglieder. Durchschnitt: 181’233 Franken pro Kopf. Öffentlich-rechtliche Bescheidenheit hat offenbar eine sehr grosszügige Definition. Der Generaldirektor – bis November 2024 Gilles Marchand, danach Susanne Wille – verdient 517’959 Franken plus Nebenleistungen. Mehr als ein Bundesrat. Aber gut, wer das Land moralisch einordnet, sollte auch entsprechend entlohnt werden.

Das Eigenkapital? Über eine halbe Milliarde Franken. Jährlich steigend. Man ist also nicht nur systemrelevant, sondern auch systemstabil. Das alles finanziert durch Gebühren, die man selbstverständlich entrichtet – alternativlos, versteht sich. Solidarität nennt man das. Oder Zwangsabgabe, je nach Perspektive.

Die eigentliche Ironie liegt jedoch nicht in den Zahlen. Sie liegt im moralischen Anspruch. Während man im Programm über soziale Gerechtigkeit, Transparenz und staatliche Integrität diskutiert, sitzt man selbst auf einem Gehaltsgefüge, das mit der Lebensrealität vieler Gebührenzahler ungefähr so viel zu tun hat wie ein Studio-Spot mit Tageslicht.

Und wenn es um Kritik geht, wird es plötzlich juristisch sensibel. Der Rechtsstaat ist heilig – ausser wenn es um strukturelle Fragen zur eigenen Finanzierung oder internen Entscheidungsprozessen geht. Dann wird differenziert, relativiert, eingeordnet. Kritik wird zur Randnotiz, Systemfragen zur Populismuswarnung.

Der Rechtsstaat lebt von Gleichheit. Doch Gleichheit wirkt merkwürdig dehnbar, wenn Institutionen sich selbst überwachen, ihre Mittel selbst verteilen und ihre Narrative selbst definieren. Man kontrolliert – und wird kontrolliert – in einem Kreislauf, der erstaunlich geräuschlos funktioniert.

Finanziell steht die SRG auf sicheren Füssen. Moralisch auch. Zumindest im eigenen Programm. Die Frage ist nur: Wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure, wenn sie gleichzeitig Meinungsmacher, Gebührenempfänger und Systemverteidiger sind?

Öffentlich-rechtlich heisst offenbar: Öffentlich finanziert, rechtlich abgesichert – und komfortabel eingerichtet.

Mehr als ein Bundesrat: Die Bescheidenheit der SRG-Spitze


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Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

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