Oder wie man eine Welt gleichzeitig entwaffnet, entindustrialisiert und entleert – und dabei noch Applaus bekommt. Es ist ein bemerkenswertes Kunststück, das die politische Klasse dieser Tage vollbringt. Während Millionen Menschen täglich mehr für Grundnahrungsmittel bezahlen, während Bauern auf mehreren Kontinenten ihre Felder brachliegen lassen, weil die Produktion schlicht nicht mehr rentabel ist, während Pakistan fast die Hälfte seiner Ernte verrottet, weil Kühlketten kollabieren – während alldem tagt man in klimatisierten Konferenzsälen, reist im Privatjet zu Nachhaltigkeitsgipfeln und beschliesst: Noch mehr Ackerland für Biokraftstoff.

Hunger by Design: Die künstliche Nahrungsknappheit als Regierungsprogramm

Die Trump-Administration hat vor Kurzem Rekord-Biokraftstoffziele für 2026 und 2027 finalisiert. Noch mehr US-Farmland wird für Treibstoff statt für Nahrung eingesetzt. Man könnte meinen, in einer Welt, in der Lebensmittelpreise laut einer KI-gestützten Analyse der Plattform Helios AI bis Ende 2026 um 12 bis 18 Prozent steigen werden – und das selbst im besten Falle – wäre das vielleicht nicht die klügste Priorität. Aber man wäre dann kein Technokrat.

Das Argument ist vorhersehbar: Es ist doch anderer Mais. GMO-Mais. Den wollten wir ohnehin nicht essen. Stimmt. Aber die Fläche existiert. Und auf dieser Fläche könnte etwas wachsen, das Menschen ernährt. Stattdessen landet sie im Tank – während Australiens Bauern ihre Anbauflächen um 30 Prozent reduzieren, weil Dünger, Diesel und Transport zusammen mehr kosten als der erzielte Marktpreis. In Indiens Uttar Pradesh ist Kartoffelanbau «strukturell nicht mehr lebensfähig» – ein charmanter Euphemismus dafür, dass Nahrung zu produzieren finanziell ruinös ist. In Südafrika, Griechenland, Moldau – überall dasselbe Bild. Betriebskosten steigen. Erträge lohnen sich nicht. Felder bleiben leer.

Düngemittelpreise sind um 180 Prozent gestiegen. Verpackungskosten in Israel klettern um 35 Prozent wegen höherer Ölpreise. Russland stoppt seine Benzinexporte mindestens bis August. Vietnam und Indonesien beschleunigen ihre Bioethanol-Mandate, weil Sprit teurer wird – die Lösung auf steigende Energiepreise ist also: Noch mehr Nahrungsmittelproduktion in Energieproduktion umzuwandeln. Die Logik ist bestechend in ihrer Vollständigkeit. Man könnte fast glauben, sie sei absichtlich bestechend.

Und dann ist da noch Israel, das drei der grössten iranischen Stahlwerke bombardiert hat – rund 60 Prozent der gesamten iranischen Stahlproduktion in einem Schlag. Der Iran kündigt Vergeltung gegen andere Stahlproduktionsanlagen in der Region an. Wer in diesem Moment in den «Absolute Zero»-Zeitplan schaut, einem der zahlreichen Dekarbonisierungsdokumente, die globale Politikinstitutionen in den vergangenen Jahren produziert haben, liest dort schwarz auf weiss: Bis 2030 soll die Produktion von neuem Stahl und neuem Zement auslaufen. Mehr Recycling. Weniger Neuproduktion. Der Krieg liefert gerade die Infrastruktur für diesen Zeitplan – gratis und schneller als jede Regulierung es je gekonnt hätte.

Hunger by Design: Die künstliche Nahrungsknappheit als Regierungsprogramm

Man muss kein Historiker sein, um das Muster zu erkennen. Es genügt, sich an John Podesta zu erinnern, der vor über einem Jahrzehnt ein Planspiel namens «Food Chain Reaction» leitete. Das Szenario: Eine Serie von Klimaschocks, geopolitischer Destabilisierung, Nahrungsknappheit, zivilem Aufruhr – und am Ende die unvermeidliche Schlussfolgerung: Globale Probleme erfordern globale Lösungen. Sprich globale Regierungsstrukturen mit Zugriff auf Nahrungsmittelversorgung. Das Spiel wurde gespielt. Der Fahrplan wurde erstellt. Und jetzt fährt der Zug. Bill Gates investiert derweil in «Apeel», eine synthetische Hülle für Obst und Gemüse, die Plastikverpackung ersetzen soll. Welch ein Zufall, dass Verpackungspreise gerade durch die Decke gehen. Welch ein Zufall, dass dieser Mann immer dann Lösungen in der Schublade hat, wenn die Probleme gerade erst für die breite Öffentlichkeit sichtbar werden. Man möchte ihn fast bewundern – für sein Timing, versteht sich.

Was folgt, ist nicht schwer vorherzusagen. Länder werden beginnen, ihre Nahrungsmittelexporte zu beschränken – wie 2022 bei Weizen, Rindfleisch und Palmöl. Lieferketten, die ohnehin schon unter dem Iran-Konflikt leiden, werden enger. Die Frühjahrsaussaat war in mehreren Schlüsselregionen unzureichend. Die Ernte wird es zeigen. Und dann, wenn die Regale dünner werden und die Preise sprunghaft steigen, werden die gleichen Institutionen, die diese Entwicklung durch ihre Politikentscheidungen beschleunigt haben, mit Lösungen aufwarten: Synthetische Nahrungsmittel, vertikal integrierte Agrarkonzerne, staatlich kontrollierte Verteilungssysteme, Biosurveillance auf dem Farmland – bereits in Entwicklung, längst in Ausrollung.

Denn Düngemittelknappheit schafft ein Vakuum. Und Vakua werden gefüllt – von synthetischer Biologie, von biotechnologischen Saatgutkonzernen, von einem Bioüberwachungssystem, das sich laut einiger Analysten durch horizontalen Gentransfer auch in die Nahrungskette selbst einschreiben könnte. Das klingt nach Science Fiction. Es ist Agrarpolitik 2026. Das Zynische daran ist nicht, dass all dies passiert. Krisen entstehen. Kriege brechen aus. Preise steigen. Das Zynische ist die Choreografie. Die Gleichzeitigkeit der Schocks. Die Tatsache, dass jede einzelne Massnahme – Biokraftstoffmandate, Deindustrialisierung durch Krieg, Exportstopps, steigende Inputkosten – für sich allein als bedauerlicher Sachzwang verkauft wird, während die Summe ein Bild ergibt, das auffallend präzise den Zeitplänen entspricht, die in Policy-Dokumenten der letzten zwanzig Jahre skizziert wurden.

Traditionelle Landwirtschaft wird nicht durch schlechtes Wetter ruiniert. Sie wird durch Politikentscheidungen ruiniert, die dafür sorgen, dass sie sich schlicht nicht mehr lohnt. Das ist keine Knappheit. Das ist Design. Und das Menü für morgen wird gerade gedruckt – von Leuten, die selbst nie Hunger kennen werden.

Hunger by Design: Die künstliche Nahrungsknappheit als Regierungsprogramm
Hunger by Design: Die künstliche Nahrungsknappheit als Regierungsprogramm

ANZEIGE: Du suchst nach dem einfachsten Weg, Bitcoin zu kaufen und selbst zu verwahren? Die Relai-App ist Europas erfolgreichste Bitcoin-App. Hier kaufst Du Bitcoin in wenigen Schritten und kannst auch Sparpläne einrichten. Niemand hat Zugriff auf Deine Bitcoin, ausser Du selbst. Relai senkt jetzt die Gebühr auf 1 %, mit dem Referral-Code REL105548 sparst Du weitere 10 %. (keine Finanzberatung). Disclaimer wg. EU-Mica-Regulierung: Die Dienste von Relai werden ausschliesslich für Einwohner der Schweiz und Italien empfohlen.

Psst, folge uns unauffällig!

Unterstütze uns!

 
«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.

Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen ;) Ich überlasse es jedem selbst, wie er damit umgeht. Gerne dürfen die Inhalte aber auch einfach kopiert und weiterverbreitet werden, mein Blog stand schon immer unter der WTFPL-Lizenz.

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.

Um den Betrieb der Seite zu gewährleisten könnt ihr gerne eine Spende per Kreditkarte, Paypal, Google Pay, Apple Pay oder Lastschriftverfahren/Bankkonto zukommen lassen. Vielen Dank an alle Leser und Unterstützer dieses Blogs!
 


Wir werden zensiert!

Unsere Inhalte werden inzwischen vollumfänglich zensiert. Die grössten Suchmaschinen wurden aufgefordert, unsere Artikel aus den Ergebnissen zu löschen. Bleib mit uns über Telegram in Verbindung, spende, um unsere Unabhängigkeit zu unterstützen oder abonniere unseren Newsletter.

Newsletter

Nein danke!