Eines Tages beschloss der Teufel, sich vom Geschäft zurückzuziehen und den Meistbietenden jedes seiner Werkzeuge und Waffen zu verkaufen. Am Abend vor dem Verkaufstag stellte er sie aus und versah alle mit einem kleinen Schild, auf dem das Mindestgebot zu lesen war.
Die Pfeile der Eifersucht, die Keule des Neides, den Hammer des Zorns, die Stachel der Wollust, den Dolch des Stolzes, die Spritze der Sorgen, die Axt des Hasses, den Speer der Bosheit, das Gift der Lüge, den Bohrer des Geizes, die Krallen des Betruges, die Nägel der Gier, das Gift der Faulheit und noch einige andere befanden sich darunter.
Etwas abseits von seinen Instrumenten lag ein unscheinbares, keilförmiges Etwas, das abgenutzter als alle anderen aussah. Jemand fragte den Teufel: «Was ist das? Der Teufel antwortete: «Das ist die Entmutigung.» «Aber warum ist dieses Werkzeug um so viel teurer, als all die anderen zusammen?» beharrte der Betrachter. «Weil», erwiderte der Teufel, «es meine wirksamste Waffe ist! Ich kann mit diesem Keil das Bewusstsein der Menschen öffnen, tief darin eindringen und es spalten. Das gelingt mir mit keinem der anderen Werkzeuge oder Waffen. Mit diesem Keil kann ich Zwietracht und Zweifel säen, wo immer und wann immer es mir beliebt. Sobald sich dann die Entmutigung eingenistet hat, kann ich auch alle anderen Werkzeuge und Waffen benutzen…


«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








