Die Antarktis, dieser gigantische Eisschrank am unteren Ende der Weltkarte, hat tatsächlich eine Sehenswürdigkeit, die klingt wie ein Marketing-Gag für einen Gothic-Themenpark: Den Bloodfall. Ein Wasserfall, der aussieht, als hätte sich der Gletscher beim Rasieren geschnitten. Ja, wirklich. Und nein, niemand muss deswegen sofort die Apokalypse planen.
Der Bloodfall entspringt tief unter dem Taylor-Gletscher, wo Wasser seit Millionen von Jahren flüssig bleibt – völlig unbeeindruckt von Temperaturen, bei denen selbst Pinguine innerlich «meh» sagen. Der Trick dahinter ist wissenschaftlich ganz unspektakulär und trotzdem beeindruckend: Salz. Und zwar nicht die Prise fürs Pastawasser, sondern dreimal so viel Salz wie im Meer. Das sorgt dafür, dass das Wasser einfach weiterfliesst, während drumherum alles in einen ewigen Tiefkühlschlaf fällt.
Und die blutrote Farbe? Nein, es ist kein geplatztes Mammut oder ein unsauber entsorgter Hollywood-Spezialeffekt. Die Erklärung ist weniger dramatisch, aber nicht weniger cool: Das Wasser ist reich an Eisen, das dort unten seit dem Zeitalter der Dinosaurier herumdümpelt. Kommt es an die frische Luft, oxidiert es – was ein elegantes Wort für «es rostet» ist. Ergebnis: Der Wasserfall glüht rot, wie ein übermotivierter Halloween-Dekorateur.
Natürlich regt so etwas die Fantasie an. Der eine sieht darin ein Zeichen des Universums, der andere ein geheimes Alien-Loch und die dritte Gruppe sucht vermutlich schon nach einer Möglichkeit, das Ganze als supernatürliches Wohlfühl-Elixier in 30-ml-Fläschchen zu verkaufen. Die Realität ist aber: Die Natur spielt einfach gelegentlich gern mit Farbe und wir stehen staunend daneben wie Leute, die zum ersten Mal ein Kunstmuseum besuchen und nicht ganz sicher sind, ob das so gehört.
Der Bloodfall zeigt vor allem eines: Unser Planet hat noch Überraschungen auf Lager. Keine düsteren Prophezeiungen, keine Panik – einfach ein aussergewöhnliches Naturphänomen, das uns daran erinnert, dass die Erde manchmal spektakulärer malt als jeder Künstler…

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Mein Blog war niemals darauf ausgelegt Nachrichten zu verbreiten, geschweige denn politisch zu werden, doch mit dem aktuellen Zeitgeschehen kann ich einfach nicht anders, als Informationen, welche sonst auf allen anderen Kanälen zensiert werden, hier festzuhalten. Mir ist dabei bewusst, dass die Seite mit dem Design auf viele diesbezüglich nicht «seriös» wirkt, ich werde dies aber nicht ändern, um den «Mainstream» zu gefallen. Wer offen ist, für nicht staatskonforme Informationen, sieht den Inhalt und nicht die Verpackung. Ich habe die letzten 2 Jahre genügend versucht, Menschen mit Informationen zu versorgen, dabei jedoch schnell bemerkt, dass es niemals darauf ankommt, wie diese «verpackt» sind, sondern was das Gegenüber für eine Einstellung dazu pflegt. Ich will niemandem Honig ums Maul schmieren, um auf irgendwelche Weise Erwartungen zu erfüllen, daher werde ich dieses Design beibehalten, denn irgendwann werde ich diese politischen Statements hoffentlich auch wieder sein lassen können, denn es ist nicht mein Ziel, ewig so weiterzumachen
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Es fällt mir schwer zu beschreiben, was ich hier eigentlich tue, DravensTales wurde im Laufe der Jahre Kulturblog, Musikblog, Schockblog, Techblog, Horrorblog, Funblog, ein Blog über Netzfundstücke, über Internet-Skurrilitäten, Trashblog, Kunstblog, Durchlauferhitzer, Zeitgeist-Blog, Schrottblog und Wundertütenblog genannt. Was alles etwas stimmt… – und doch nicht. Der Schwerpunkt des Blogs ist zeitgenössische Kunst, im weitesten Sinne des Wortes.
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