In einer großen Stadt, die keine Helden hat
Da kämpfst du einsam um dein Glück
Und keiner steht dir bei, hält dir den Rücken frei
Denn für dich gibt es kein Zurück
Ihre Schläge haben nur dein Feuer geschürt
Denn es war dir klar, dass sich nichts ändern wird
Du warst zu stolz zum Weinen, du lachtest nur vor Zorn
Und du wolltest eines nur: Du wolltest nach vorn
Rennen … Rennen … Rennen … Rennen – nicht laufen!
Rennen … Rennen … Rennen … Rennen – nicht laufen!
Sie sagten nein zu dir, sie warn gemein zu dir
Doch nie verlorst du deinen Mut
Jetzt schmeicheln sie sich ein, wolln deine Freunde sein
Doch dein Gedächtnis ist zu gut
Vor den Feuern der Hölle hast du keine Angst
Du wirst alles bekommen, wenn du alles verlangst
Du bist nicht verbittert, fährst nie Karussell
Sie fürchten sich vor dir, denn du rennst zu schnell
Wieder einmal hat «Beware, there’s a crosseyed Cyclops in my Basement!!!» etwas ganz besonderes am Start, dieses Mal gibts Planet of the Apes Comics. Have fun!
Eines Vorweg, ein Muse Konzert, resp die ganze Show haut einem aus den Socken. Pompöser gehts kaum noch, auch wenn man selbst vielleicht kein allzu dermassen grosser Fan der Band ist, gibt es doch für diese absolut grandiose Inszenierung meinerseits ein: Woooooooooooah!!! Ich war in meinem Leben an so manchem Konzert und für mich darf auch gerne die Musik alleine im Mittelpunkt stehen, aber was Muse am letzten Mittwoch geboten haben, hab ich noch nicht gesehen! Kurz vor halb neun Uhr marschieren rund 70 Demonstranten spielende Fans auf die Bühne und die Lichter der spektakulären Bühnenkonstruktion gehen an.
Wie sicherlich allgemein bekannt sein dürfte, schleppen die Rolling Stones ihre Show jeweils mit knapp 60 Sattelschleppern durch die Welt. Muse schafft zum Auftakt ihrer Stadiontournee ihr beeindruckendes Bühnen-Bauwerk mit rund 50 LKWs nach Bern und ragten locker über das Dach des Stade de Suisse hinaus. Seine futuristische Architektur erinnerte irgendwie an neuzeitliche Bahnhof-Bauten gewisser Schweizer Städte nur mutiert dieser bei Dunkelheit zum imposant blinkenden Licht-Monument, das auch schon mal als Startrampe einer fliegenden Untertasse dient.
Muse wurden 1994 in Teignmouth, Devon in England gegründet und bestehen aus Matthew Bellamy (Gesang, Gitarre, Klavier und Keyboards), Christopher Wolstenholme (E-Bass) und Dominic Howard (Schlagzeug und Percussion). Die Band verbindet stilistisch Alternative, Hard und Progressive Rock sowie klassische Musik und Electronica und traten vor Jahren als bescheidene, scheue Indie-Hoffnung im Freiburger Frison auf. Heute gibts Laser-Gewitter, Videoscreens und ein riesiges Ufo mit einer daran hängenden Akrobatin, welch eine Materialschlacht!
Muse - New Born Live @ Stade de Suisse 02.06.2010
So verwundert es auch nicht, dass wie eingangs beschrieben der Konzertauftakt sich um das Thema Machtdemonstration drehte und 70 Fans als Pseudo-Demonstranten gewählt wurden, welche vermummt über die Bühne randalieren dürften, bewaffnet mit Transparenten und doch verkommt die Rebellion zur Farce, zu stumpf. «Fight for our rights» – abgedroschene Floskeln gegen oder für alles und nichts. Wirkte für mich wie eine Parodie aufs Subversive. Wie der letzte Tonträger «The Resistance», auf welchem die Band die grossen Gesten der Rockmusik zur Karikatur überzeichnet hat, Bohemian Rhapsody lässt Grüssen und nun treibt Muse dies Live zur Grössenwahnsinnigkeit. Das Powertrio schmettert seinen ersten Hit «Uprising» in den Abendhimmel.
Der Sound kommt absolut bombastisch rüber, jeder Ton sitzt, jede Melodie wird zur Hymne, jedes Gitarrenriff ein Statement und die drei Herren, verstärkt mit einem im Hintergrund agierenden Hilfskeyboarder, klingen wie eine monströses Rock Orchester. Von «New Born» über «United States of Eurasia» bis zur Soul-Adaption «Feeling Good» oder dem poppigen «Undisclosed Desires», welches auf einem kleinen hydraulischen Roll-Raumschiff gespielt wird, werden die Hits der letzten Jahre mit einer Irrsinns Lightshow wiedergegeben. Doch das ist bloss der Anlauf zu weiteren Ungeheuerlichkeiten: «Starlight» wird von Muse zu einer solche wuchtigen Schwülstigkeit aufgeblasen, wie sie U2 nicht mal in ihren glanzvollsten Zeiten zu erreichen vermochten, um dann gleich wieder durch «Resistance» getoppt zu werden. «Es ist grossartig, hier zu singen», brüllt Matthew Bellamy ins Mic und Muse legen zum Finale hin noch einen nicht für möglich gehaltenen Zacken zu.
MUSE Live im Stade de Suisse Bern 2.6.10 (C) HD
Der Konzert oder besser gesagt Show-Wahnsinn gipfelt nach knapp zwei Stunden in zwei Zugaben, bei welchen Muse noch einmal richtig ausholen und bei «Take a Bow» und «Knights of Cydonia» ihre Instrumente so richtig quälen. Fuck! Muse – Musik gewordener Grössenwahn, wie er kaum zu übertreffen sein wird und das mir eigentlich zu erst zu teure Ticket um die 100 Franken absolut wert war! Unglaublich was das Trio da hinschmettert! Einfach grossartig ist da masslos untertrieben…
Gnnnihihihihi, ja liebe Freunde, am heutigen Muse Konzert wird es vermutlich ähnliche Hupfdohlen haben und auch die Ukraine hat das Talent und was für welches… Und irgendwie erschreckend, dass es mittlerweile genügt um im TV zu erscheinen, wild mit Gummipuppen zur eigenen Lieblingsmusik in der Gegend herumzuhüpfen. Und schon fliegen einem die «Herzen» entgegen… die habens drauf, die Russen! Bäng bäng – Feuer frei!
Wow, hier ein ganz genial gemachter Clip! Man könnte beinahe glauben, dass an ein paar Stellen der Film aus dem echtem Leben aufgenommen worden ist. Besonders durch die S/W-Aufnahmen nimmt man die Spielgrafik praktisch kaum war…
Johnny Cash - God's gonna cut you down | GTA IV adaptation
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