Album Review: Machine Head – Unto the Locust

Wer braucht schon noch Metallica – die sich mit Lou Reed experimentell betätigen – wenn das Thrash-Metal Monster Machine Head die Herren aus Los Angeles in Punkto Spielfreude, Härte und stimmlicher Urgewalt überholt hat? Vier Jahre hat es gedauert. Vier Jahre, in denen Robb Flynn, Adam Duce, Phil Demmel und Dave McClain unablässig tourten und mit ihrem Meisterwerk «The Blackening» gnadenlos den Tinnitus der stetig wachsenden Fangemeinde schürten. Doch nun ist es wieder soweit! Machine Head liefern mit «Unto The Locust» das Album des Jahres und zudem das beste Album der Band-Geschichte ab. Auch auf diesem Werk geht das Quartett neue Wege und das auf unglaublich überzeugende Art. Machine Fucking Head!

mh

Mit «Unto The Locust» melden sich die legendären Neo-Thrasher aus Oakland zurück und die Frage, ob dieses Machwerk den immensen Ansprüchen gerecht wird, kann ich nur mit einem dicken YEAAAH!!! beantworten. Aber beginnen wir vorne: Frontman Rob Flynn hat anscheinend seinen Nasenring abgelegt und zudem Gesangsunterricht genommen. Dies macht sich bereits beim Opener «I Am Hell» bemerkbar. Herr Flynn legt ein stimmlich sauberes Gregorian Intro hin um sich danach von seinen Bandkollegen die Drums und tiefgestellten Gitarren um die Ohren hauen zu lassen bevor er mit seiner altbekannten Aggressivität zu Werke geht. Genau dieses Schema zieht sich wie ein wunderbarer roter Faden durch das gesamte Album. Flynns neue stimmliche Fähigkeiten gepaart mit der Spielfreude seiner Bandkollegen ist einfach atemberaubend: Atemberaubend schnell, atemberaubend abwechslungsreich und atemberaubend hart! Grossartig!

Die CD beginnt mit «Sangre Sani», fast düsterem Choralgesang, dem ersten von drei «Akten» des Titels «I Am Hell». Nach einer knappen Minute folgt der tonnenschwere zweite Teil dieser eigenwilligen Exposition. Angesichts dieser Dampfwalze steigt die Vorfreude ins Unermessliche und dann zählt Dave McClain endlich ein und die Hölle bricht los, im wahrsten Sinne des Wortes, denn «Ashes to the Sky» ist eine Panzerfaust von einem Song – Ohne Gnade preschen die Jungs voran und lassen die Strophen in einem grandios epischen Refrain münden, der einfach nur mitreisst. Nachdem er zum zweiten Mal erklingt, packen Robb und Phil die schweren Geschütze aus: Die von Fans so abgöttisch geliebten Soli sind wieder mit an Board, schneller und brachialer als je zuvor. Und dann – Breakdown. Aber auch hier ist noch nicht Schluss, denn bevor dieses über achtminütige Monster mit einem gewaltigen Finale zum Stillstand kommt, erklingen noch sanfte, semi-akustische Akkorde, die den Eindruck absolut machen. Nach dem ersten Hören denke ich nur: Woah, wenn das so weitergeht…

Und wie es weiter geht, «Be Still And Know» beginnt mystisch und verheissungsvoll, bevor auch dieser Song explodiert. Ein absolut urgewaltiger Refrain thront hoch oben auf den niveauvollen Strophen. «And the Sun will rise – Dawn will break through blackest Night…» – Gigantisch. Aber wir würden hier nicht von Machine Head reden, wäre das schon alles. Auch dieser Song prahlt nur so mit Killer-Soli und grossartiger Abwechslung. Es folgt die bereits vor einiger Zeit veröffentlichte erste Kostprobe und gleichsam der Titeltrack des Albums, «Locust». Hier wird konsequent und auf – so unfassbar es scheint – noch höherem Niveau fortgesetzt, was auf «The Blackening» begann! Die Strophen sind so von Groove erfüllt, dass es kracht und der Refrain ist melodisch, knackig und packend. In einer spannenden Bridge erklingt plötzlich Robb Flynns so typischer, glasklarer «Knabengesang», bevor die schon unverschämt göttlichen Gitarren sich wieder ans Werk machen und alles zersägen, was ihnen in die Quere kommt. Auch Dave McClain an den Drums kennt absolut kein Halten.

MACHINE HEAD - Locust (Lyric Video)
MACHINE HEAD - Locust (Lyric Video)

Der vierte Song heisst «This Is The End», eine kleine, feine Melodie stimmt den Hörer ein und – es ist absolut göttlich – schon wieder fliegt einem alles um die Ohren. Spätestens hier sollte dem Hörer die Kinnlade runterklappen, denn dieses Tempo und dieser Druck – das könnte selbst für Machine Head ein neuer Rekord sein. Was hier den Gehörgang entlangbrettert, ist kaum in Worte zu fassen. Nach diesen «nur» 6 Minuten und 12 Sekunden braucht man einfach genau die Verschnaufpause, die «The Darkness Within» bietet. Dieser kann ohne Weiteres mit dem schon legendären semi-balladesquen Kracher «Descend The Shades Of Night» mithalten. Beschreiben kann und muss ich die Genialität dahinter nicht, der Vergleich sollte aussagekräftig genug sein und den Rest muss man einfach selbst erfahren. Ein schlicht fantastisches Musikstück.

Wer jedoch noch mehr Ruhe will, muss wohl abschalten, denn mit «Pearls Before The Swine» rollt das nächste Urgewitter heran, dessen Donner live Berge erschüttern wird und dessen Blitze sie zum schmelzen bringen werden. Wer «Unleash the Wolves» mochte, wird dieses Stück lieben. Knallharte Riffs, bestialische Vocals und ein völlig unerwarteter Umschwung in der zweiten Hälfte machen auch diesen Song zu einem Unikat allererster Güte. Mit «Who We Are» beginnt das letzte Stück dieses Albums und das auf ungewöhnliche Weise, denn tatsächlich singt ein Kinderchor den Refrain, nur um dann von Flynns brachialem Organ abgelöst zu werden. Die Strophen schneiden sich messerscharf in die Trommelfelle, der Refrain könnte machtvoller nicht klingen – eine Hymne von unbändiger Gewalt. So unglaublich es klingt, die folgenden letzten Soli setzten nochmal eins drauf und brennen alles nieder. Und nochmals erklingt der Kinderchor, diesmal gemeinsam mit Robb – es ist unfassbar genial und kolossal und dann, ganz langsam, mit Streichern und militärischem Schlagzeugmarsch klingt «Unto The Locust» aus.

Freunde, ich weiss nicht, wann oder ob ich schonmal ein Album gehört habe, bei dem jeder einzelne Song das Gesamtwerk namhafter Bands in den Schatten zu stellen vermag, doch diese Scheibe ist so ein Ding. Im nächsten Jahr feiern Machine Head ihr zwanzigjähriges Jubiläum und von Müdigkeit sind sie ungefähr so weit weg wie ein Red Bull-süchtiger Freeclimber. Schon bei «From The Ashes of Empires» sagte man, das wäre der Höhepunkt ihrer Karriere, bei «The Blackening» revidierte man dieses Urteil und nun bei «Unto the Locust» gelang es der Band zum dritten Mal in Folge, alles bisherige mit Abstand zu überflügeln. Es gab viele interne Probleme, das stimmt, aber mit all ihrem Schweiss und Herzblut haben diese Jungs für ihre Band und für sich selbst gekämpft und das hört man. Wer so viel Herz in seine Musik stecken und dies dann auch noch dermassen meisterhaft umsetzen kann, der wird schon zu Lebzeiten unsterblich. Ich weiss nicht, was noch Kommen wird, aber ich kann nur das Unmögliche erwarten, denn genau DAS ist zu einem Synonym geworden für «Machine Head«. In diesem Sinne: Kaufen, einlegen, aufdrehen oder Album kaufen, Tickets besorgen und im Herbst abfeiern – Das ist Vollkommenheit! Absolut formidabel.

Tracklist:
01. I Am Hell (Sonata In C#)
I. Sangre Sani
II. I Am Hell
III. Ashes To The Sky
02. Be Still And Know
03. Locust
04. This Is The End
05. Darkness Within
06. Pearls Before The Swine
07. Who We Are

Special Edition Bonus Tracks:
08. The Sentinel (Judas Priest Cover)
09. Witch Hunt (Rush Cover)
10. Darkness Within (Acoustic)

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Nickelodeon vor 20 Jahren und heute

Ich will ja jetzt nicht auch in die ewig gleiche Leier verfallen von wegen früher war alles besser. Wenn ich mir aber das Programm von Nickelodeon vor 20 Jahren und heute anschaue, muss ich sagen, dass die Aussage doch Mitten ins Schwarze trifft. War früher das Programm noch von Abwechslung geprägt, findet heute eine Gehirnwäsche statt oder wie sollte man sich die dauernd gleichen Serien heute sonst erklären?

Nickelodeon vor20Jahren heute

Mac ’n‘ Cheese

Phantastisch! Dieser Kurzfilm namens Mac ’n‘ Cheese über eine irrwitzige Verfolgungsjagd aus der Utrecht School of Art, hier mal die Synopsis:

When you find yourself running scared and running out of energy, there’s only a few options left to outrun your opponent through the southern desert. Stopping at nothing, watch these two guys wear each other out and rip through boundaries hitherto unbroken. Enjoy the ride!

Mac 'n' Cheese
Mac 'n' Cheese

Kirk hat Spock das Bike geklaut

Im nachfolgenden Clip erklärt uns Leonard Nimoy, alias Mr Spock, dass William Shatner, auch als Captain Kirk bekannt, ein gemeiner Kerl ist, der ihm dereinst das Fahrrad geklaut hat. Anschliessend gibt uns Kirk Tipps zum Umgang mit Dobermännern. Leider ist mir der Grund für diese Erzählungen schleierhaft, aber das Video mit den beiden ist einfach zu köstlich :)

Kirk hat Spock das Bike geklaut
Kirk hat Spock das Bike geklaut

Katze Nom Nom Nom

Es ist mal wieder Zeit, für etwas niedlichen Content und was bietet sich da besser an als eine Katze. Und diese ist ja zu süss: Nämm, nämm, nämm, lecker Futter… :)

Cute Kitten says "YUM YUM YUM.." while eating (original)
Cute Kitten says "YUM YUM YUM.." while eating (original)

Der Terminator lässt grüssen: Realtime Gesichtserkennung per Smartphone Cam und Facebook

terminator vision

Freunde, ihr wisst doch sicherlich alle wie der Terminator seine Umwelt wahrnimmt? In einer Art Augmented Reality, sprich erweiterte Wirklichkeit, werden zu allen möglichen Dingen in der Umgebung Zusatzinfos direkt per «Head-Up-Display» (HUD) eingeblendet. Und jetzt kommts: Bald könnt auch Ihr so rumlaufen, wenn es nach Alessandro Acquisti und Ralph Gross von der Carnegie Mellon University geht.

Wie SPIEGEL Online in einem sehr lesenswerten Artikel berichtet, haben die Wissenschaftler mit Tools, die jeder frei kaufen und nutzen kann, eine Software programmiert, die den Bildern anonymer Accounts einer Datingplattform das jeweils passende Profil auf Facebook zuordnet. Samt echtem Namen, Interessen und vielen weiteren privaten Infos. Momentan arbeiten sie am passenden App, das ein aufgenommes Foto mit den frei zugänglichen Infos von Facebook abgleicht.

Derzeit experimentieren Acquisti und Gross mit einer Smartphone-Anwendung, die zu aufgenommenen Fotos von Unbekannten in Echtzeit Online-Identitäten zuordnet und Namen, Interessen, Vorlieben und derlei mehr anzeigt.

Die Forscher gehen davon aus, dass so etwas in naher Zukunft funktionieren und wohl auch für jedermann verfügbar sein wird. Derzeit reicht die bei Cloud-Diensten schnell abrufbare Rechenkraft nicht aus, um ohne räumliche Eingrenzung Identitäten per Gesichtserkennung zu suchen. Die notwendige Rechenzeit für den Abgleich eines Fotos mit den Profilbildern aller in Deutschland registrierten Facebook-Nutzer ist noch zu groß. Aber das sind lösbare Probleme: Die Mehrheit der Menschen, die in Hamburg die U-Bahn benutzen, wohnt wahrscheinlich auch in der Hansestadt. Daher könnte ein Suchender seine Recherche also auf die Stadt beschränken.

[…]

Die Algorithmen zur Gesichtserkennung werden immer besser, die Preise für Rechenzeit sinken und das Reservoir an frei zugänglichen Profilfotos und verknüpften persönlichen Details wächst. In zehn Jahren könnte es Kontaktlinsen geben, die unauffällig Digitalfotos der Umgebung mit Datenbanken abgleichen und Zusatzinformationen anzeigen, zum Beispiel über das Gegenüber in der U-Bahn?

[…]

Die Entwicklung ist nicht mehr umzukehren, schreiben Acquisti und Gross in einer Rohfassung ihres Ausblicks – Namen und Porträtfotos von Millionen Webnutzern sind längst verknüpft im Web. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass wir mit der Analyse dieser Informationen mehr und mehr in der Offline-Welt konfrontiert werden.
Die Wissenschaftler schreiben: “Als Nutzer sozialer Netzwerke haben wir längst einer Datenbank mit De-facto-Real-Identitäten zugestimmt.”

Dank solcher Entwicklungen wirkt die Google-Street-View Debatte extrem lächerlich. Wieso sollte ich mir nur das Haus von aussen anschauen, wenn die Bewohner mich direkt ins Wohnzimmer einladen und aus freien Stücken privateste Details preisgeben?

Rich Cameron und Haris Amin haben bereits für Hackday 2011 eine solche App fürs iPhone programmiert und das nachfolgende Video zeigt bereits, wie das funktioniert. Ich bin dann mal bei Facebook und passe einmal mehr meine Privatssphäre-Einstellungen an…

Cyborg Vision
Cyborg Vision

Mit R2-D2 am Oktoberfest

Freunde, wie alle Jahre wieder findet aktuell gerade das Oktoberfest statt und für dieses Jahr habe ich einen grossartigen Begleiter gefunden :)

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(via Geeks are sexy)

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