Game of Thrones Retro Gaming Style

Hier «Game of Thrones» im 8-Bit-Style, aber Vorsicht: Spoiler-Warnung für die vierte Staffel. Ich weiss nicht, ob es dadurch noch besser oder gar schlechter wird, auf jeden Fall ist es aber urkomisch… :)

Game of Thrones S4 Retro Gaming Style
Game of Thrones S4 Retro Gaming Style

DBD: Death to Rights – Wovenwar

Hier das Video «Death To Rights» der Band «Wovenwar». Ihr kennt die Band nicht? Dann soviel dazu, nachdem «As I Lay Dying» Sänger Tim Lambesis wegen Anstiftung zum Mord an seiner Ehefrau verhaftet wurde, stand der restliche Teil der Band vor einer schweren Entscheidung. Zwar haben die Metalcore-Pioniere ihr «As I Lay Dying»-Baby zu Grabe getragen, aber dafür wartet jetzt eine neue, noch stärke, Band auf uns: «Wovenwar»! Mit Sänger Shane Blay haben sie sich kurzerhand einen neuen Sänger an Land gezogen und dieser hat einiges auf Lager! Doch hört selbst!

DBD: Death to Rights – Wovenwar
DBD: Death to Rights – Wovenwar

Das ist mal eine schnurrende Katze!

Jaja, wenn man einen Jaguar den Kopf krault… :)

Das ist mal eine schnurrende Katze!
Das ist mal eine schnurrende Katze!

Album Review: Ensiferum – One Man Army

Die Finnen kommen alle drei Jahre mit einem neuen Album daher, um ihre schwerttragenden Fans aus aller Welt wieder um sich zu scharen. Bereits zum sechsten Mal stürzen sich «Ensiferum» nun ins Schlachtgetümmel, dieses mal mit dem Album «One Man Army». Bei dem Quintett hat sich im Hintergrund einiges getan, sodass man vermuten könnte, dass sich auch musikalisch viel bei den Folk-Metallern verändert hat. «One Man Army» bietet ein für die Band typisches Arsenal an illustren Ideen und Melodien. Die Band scheint wieder die Angriffslust anfänglicher Schlachten gepackt zu haben und kommt nicht so kriegsmüde daher wie der unsägliche Vorgänger «Unsung Heroes» mit seinem pinken Cover, dass nach wenigen Durchläufen bei mir im Regal verstaubt! Bei «One Man Army» stimmt nicht nur das Cover, auch musikalisch kann die Scheibe voll und ganz überzeugen!

Ensiferum - One Man Army

Wenn man sich die Rahmenbedingungen des sechsten Streiches anschaut, hat sich bei «Ensiferum» viel verändert. Bis vor kurzem war die Band noch bei «Spinefarm Records» unter Vertrag, heute darf sich nun «Metal Blade» glücklich schätzen, die Finnen in ihren Reihen begrüssen zu dürfen. Drehte für den Vorgänger «Unsung Heroes» noch Hiili Hiilesmaa als Produzent die Knöpfchen, war auf «One Man Army» nun Anssi Kippo dafür zuständig, der im Übrigen einen mehr als ordentlichen Job an den Tag gelegt hat. Selbst der Artwork-Künstler wurde ausgetauscht: Wo der berühmte Kristian Wahlin alias Necrolord zwar einen lässigen, wenn auch perspektivisch fast schon infantilen Stil pflegte, darf man mit dem Ergebnis von Gyula Havancsák äusserst zufrieden sein. Zwar weniger originell, aber passend wie die Faust aufs Auge, heroisch, mächtig und auch klischeehaft ist das Cover ausgefallen. So könnte man die Vermutung haben, dass sich auch musikalisch viel bei den Folk-Metallern getan hat.

Ensiferum - Band

Eins gleich vorweg, alle Fans können aufatmen und sich auf eine Stunde beste Unterhaltung einstellen, denn «Ensiferum» geben wieder mächtig Gas und liefern einige der besten Songs ihrer Karriere ab. «One Man Army» ist eines der stärksten Alben der Finnen, welche seit 2009 ein stabiles Line-Up haben. Das Quintett hat glücklicherweise den Härtegrad wieder ordentlich angezogen und klingen mächtiger als je zuvor. Auch ist die Produktion dieses Mal exzellent, die Tracks kommen wuchtig daher, strahlen eine enorme Energie aus und das Songwriting ist absolut erstklassig. Zwar kennt man manche Songstrukturen und Melodien aus früheren Alben, aber die Lieder wirken frisch, in sich geschlossen und haben schlicht geniale Refrains, die niemals zu kitschig werden. Auf ein stimmungsvolles Intro folgt mit «Axe Of Judgement» ein speediger Opener, «Heathen Horde» bezirzt mit einem schönen folkig angehauchten Hauptthema und macht mit seinen Chören und den melodiösen Gitarren einfach richtig Spass! Auch die vorab veröffentlichte Single und Titeltrack «One Man Army» vermag durchs Band weg zu überzeugen.

Ensiferum - One Man Army (OFFICIAL VIDEO)
Ensiferum - One Man Army (OFFICIAL VIDEO)

«Burden Of The Fallen» stellt im weiteren Albumverlauf den Ruhepol dar, bevor sich auf «Warrior Without A War» und «Cry For The Earth Bounds» die Melodiebögen wieder weiter spannen und der heroische Epic-Anteil wieder deutlich nach oben geschraubt wird. Danach geht es sprichwörtlich rund und die Folk-Party nimmt voll Fahrt auf. «Two of Spades» (eine Motörhead Verneigung?) ist der ideale Soundtrack, kommt mit viel Speed daher und mit Western/Disco-Reminiszenzen knallen uns «Ensiferum» ganz grosses Kino um die Ohren. Die Banjoklänge und «Dschingis Khan»-Anleihen sind einfach grossartig und durchaus keine Überraschung bei den Suomis und zaubert den Hörern mit seinem discohaften Mittelteil ein breites Grinsen aufs Gesicht. «My Ancestor’s Blood» bildet einen geschickt aufgebauten und spannungsvollen Zweiklang und «Descendants, Defiance, Domination» beginnt sehr ruhig und wird vom Keyboard, klaren Gitarren und einem mächtigen Bass getragen. Charmant baut sich der Song langsam auf, Klargesang und metallische Screams wechseln sich ab und «Ensiferum» vermischen auf intelligente Weise all ihre bekannten Trademarks. «Neito Pohjolan» hingegen ist das schon fast zu erwartende «experimentelle» Stück des Albums geworden. Ein Country-Song der einen Abstecher in den (finnischem) Tango unternimmt und von der zarten weiblichen Stimme von Netta Skog (Ex-Turisas) veredelt wird. Ein ungewöhnlicher wie würdiger Abschluss der Scheibe, der den Humor der Band zeigt.

Ensiferum - Logo

Wenn man sich die Scheibe kauft, sollte man darauf achten, mindestens die Doppel-CD zu erstehen, denn was einem auf der zweiten CD an Bonustracks geboten wird, walzt nochmals einfach alles nieder! Mit der Cover Version des Western-Songs von Frankie Laine aus dem Jahre 1958, dass zugleich der Titelsong zur Westernserie «Rawhide» (Tausend Meilen Staub) war, wurde ein Song geschaffen, der an die besten Zeiten der Leningrad Cowboys erinnert. «War Metal» lässt dann wieder den Krieger los, der kompromisslos mit seinem Schwert alles niedermetzelt, was sich ihm in den Weg stellt. «Candour and Lies» ist die englische Version vom oben genannten «Neito Pohjolan», dieses mal aber nicht mit Netta Skog, sondern einer rauhen, männlichen Stimme, die dem Song eine etwas andere Facette verleiht. Mit «Bonus Song» bekommen wir nochmals eine volle Breitseite des Humors der Band zu hören, mit den vielen Zensur «Peeps» ist der Track ein durchaus gelungener Abschluss des Bonus Silberlings.

Album Review: Ensiferum – One Man Army
Album Review: Ensiferum – One Man Army

Das Album «One Man Army» überzeugt durch sorgfältig geschmiedete Waffen und solide Kampfkunst. Das Album ist ein richtiger Brecher. Wer nach «Unsung Heros» befürchtet hat, dass es jetzt langsam bergab geht, der täuscht sich! Hier kann mit gutem Gewissen behauptet werden, dass es auf «One Man Army» keinen Totalausfall zu beklagen gibt. Das sechste Album von «Ensiferum» ist ein Volltreffer geworden. Die Schwertträger haben ihren Sound und ihre Qualitäten erkannt und können ihr Talent nun perfekt ausspielen. In den letzten Jahren haben nicht alle kleineren Experimente funktioniert, aber auf «One Man Army» passt einfach alles zusammen und das Album klingt so, als wäre es mit viel Kreativität, Seele und Leidenschaft aufgenommen worden. Das ist vielleicht eines der grösste Komplimente, das man einer Band überhaupt machen kann. Wer dem Genre Fantasy-Folk-Metal etwas abgewinnen kann, für den wartet hier das erste Jahreshighlight! Die Finnen haben wieder ordentlich an Geschwindigkeit zugelegt, schmissige Songs, keine Durchhänger, schöne Melodien, Speed, Druck, heroischer Kitsch, all das zeichnet diese Scheibe aus und somit sollte das die Vorfreude auf kommende Liveaktivitäten ordentlich anfeuern. «Ensiferum» setzen gleich mehrmals auf heroische Mitsingrefrains und so gesellen sich zur Einmannarmee also gleich mehrere Kampfgenossen, keine Söldner, sondern eine eingeschworene Gemeinschaft. «Ensiferum» scheint die Angriffslust anfänglicher Schlachten wieder gepackt zu haben. Man sieht sich Live im März!

Das Album könnt ihr in unserem Shop kaufen.

Trackliste:
CD 1:

  1. March Of War
  2. Axe Of Judgment
  3. Heaten Horde
  4. One Man Army
  5. Burden Of The Fallen
  6. Warrior Without A War
  7. Cry For The Earth Bounds
  8. Two Of Spades
  9. My Ancestor’s Blood
  10. Descendants, Defiance, Domination
  11. Neito Pohjolan

CD 2:

  1. Rawhide
  2. War Metal
  3. Candour and Lies
  4. Bonus Song

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It came from the Desert – Trailer und Poster

It came from the Desert - Poster

Mit «It Came From The Desert» steht eine Verfilmung des «Giant Ant» Games an und dem Trailer nach zu urteilen, dürfte dass eher ziemlich mässig bis dämlich werden. Egal, Giant Ants in a Movie, da bin ich definitiv mit am Start.

Finnish Roger! Pictures has entered into agreement with US-based legendary game developer Cinemaware to produce a motion picture adaptation of the classic 80’s game It Came From the Desert. The action-horror-comedy tells a story of a giant mutated ants which wreak havoc in New Mexico desert. The film will also follow on the legacy of the game and tie into the original story as new characters make an appearance several decades later to discover new horrors.

Roger’s Teemu Virta will produce the film, and Tero Kaukomaa of the Iron Sky will be the executive producer. On the director’s chair sits Marko Mäkilaakso, who also co-wrote the script with Hank Woon. It Came From the Desert is currently in pre-production for an autumn 2015 shoot and 2016 release. Canadian-based Raven Banner Entertainment heads to the EFM in Berlin with worldwide sales rights to the action-horror-comedy film.

It came from the Desert – Trailer und Poster
It came from the Desert – Trailer und Poster

Koks schniefende Oscar Figur am Hollywood Boulevard

Pünktlich zur Oscar-Verleihung 2015 hat Street Artist Plastic Jesus auf dem Walk of Fame in Hollywood, LA eine koksende Oscar-Statue aufgestellt. welche auf allen Vieren auf der Strasse eine ordentliche Line Koks zieht. Die Aktion trug den Namen «Hollywood’s Best Party» und wurde natürlich auf schnellstem Wege wieder von der Strasse entfernt.

A giant Oscars statuette snorting lines of cocaine was booted from Hollywood Blvd. today, in close proximity to the Dolby Theatre, site of Sunday’s Academy Awards. Entitled “Hollywood’s Best Party,” the life-sized golden Oscar statue is on its hands and knees, holding a rolled-up hundred dollar bill to lines of white powder. The statue was featured on a red-carpet like pedestal, flanked with velvet ropes, even a security staff.

Koks schniefende Oscar-Figur am Hollywood Boulevard
Koks schniefende Oscar-Figur am Hollywood Boulevard
Koks schniefende Oscar-Figur am Hollywood Boulevard
(via Huffington Post)

Equateur – The Lava

Ok, die Musik ist überhaupt nicht meins, doch das Musikvideo dazu ist schon ziemlich geil. Gut, es hat ein wenig viel Herzschmerz, ist dafür aber sehr hübsch anzuschauen, reicht ja auch manchmal…

EQUATEUR // THE LAVA // PART I
EQUATEUR // THE LAVA // PART I

DBD: Hellion Rising – Hirax

Hier das neue Video zum Song «Hellion Rising» der Thrasher Hirax. Der Song stammt vom aktuellen Album «Immortal Legacy»…

HIRAX "Hellion Rising" (official video clip)
HIRAX "Hellion Rising" (official video clip)

Change

Angela Pan hat diesen Kuurzfilm animiert, welcher die Geschichte eines traurigen Mannes erzählt, der mittels einer Schnur, die aus dem Himmel fällt, an vielleicht glücklichere Orte versetzt wird, als er daran zieht…

Change
Change

Album Review: Night Falls Last – Deathwalker

Seit fünf Jahren sind «Night Falls Last» gemeinsam unterwegs und drängen mehr und mehr aus Österreich hinaus, wo sich die sechs Steirer mit ihrem Modern Thrash Metal bereits durchaus einen Namen gemacht haben. Neben einem Auftritt am Nova Rock nur ein Jahr nach Bandgründung, konnte die Band bereits zwei EPs sowie zahlreiche Live-Auftritte verbuchen. Das erste richtige Studioalbum der Bandgeschichte, «Deathwalker», könnte ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung sein. Wer das Album das erste Mal in Händen hält, ist zuerst mal vom aufwendig gestalteten Artwork beeindruckt. Aber mit ihren 11 Tracks und einer Spielzeit von rund 50 Minuten kann die Platte noch sehr viel mehr!

Night Falls Last – Deathwalker

Bei «Night Falls Last» fällt als erstes die genreuntypische Besetzung auf, denn die Thrash Metaller haben einen Keyboarder in ihren Reihen, der von Zeit zu Zeit mit seinem Auftreten die Genregrenzen zu sprengen versucht, was der Band erstaunlich gut gelingt. Das steirische Sextett hat 2010 und 2012 bereits mit den EPs «Decisions And Directions» und «Return Of The Fallen» erste Ausrufezeichen gesetzt. Nach einem Jahr ergibigem Songwriting wurde dann der erste Longplayer «Deathwalker» aufgenommen und man hat sich gegenüber dem Vorgänger nochmals gesteigert! Die Scheibe gibt Vollgas auf Teufel komm raus und agiert wie ein wildes Monster. «Deathwalker» spielt in einer post-apokalyptischen Zukunft und handelt von Unterdrückung und Ausbeutung, umgemünzt auf die negativen Aspekte von Globalisierung und Kapitalismus.

Night Falls Last - Start to Breathe (DEATHWALKER, 2014)
Night Falls Last - Start to Breathe (DEATHWALKER, 2014)

«Night Falls Last» beginnen ihr Album mit viel Epos. Das Intro «Invasion» versetzt den Hörer in die bereits erwähnte post-apokalyptische Szenerie. Die Gitarren-Leads verbreiten eine positive Stimmung, die mit der Gewalt der folgenden Stücke aber zerschlagen wird. Mit «Fear The Machine» zeigen uns die Jungs ihre Schokoladenseite, preschenden nach vorn und bieten uns groovigen, fiesen, im Uptempo gehaltenen Thrash Metal allererster Güte. Selbstverständlich erfinden auch die Steirer das Rad nicht neu, doch setzen sie gewohnte Klangschemen so ein, dass es ein wahrer Genuss ist. «Detonate» ist ein Stück für alle die gerne Klotzen statt Kleckern. Generell suchen «Night Falls Last» das Heil in der Flucht nach vorn und schalten nur selten ein paar Gänge herunter. Bereits nach diesen paar Takten kann man sagen, dass den Steirern da ein absolut stimmiges Album gelungen ist! Jeder Song ein kleines Highlight für sich, da stechen «Start to Breath» und «A Call From Inferno» besonders heraus. Fiese Growls, rasantes Tempo und Uptempo-Soli erinnern schon mal an «Lamb Of God».

Night Falls Last - Band

Am deutlichsten wird dieser Vergleich in den letzten 40 Sekunden von «Shootout», wenn das Sextett nach einem abermals komplexen, aus den verschiedensten Teilen zusammengeschweissten Bastard durchstartet und bis zum Kollaps die Abrissbirne auspackt. Auch «The Bitter Taste Of Disease» zählt zu jenen Songs, bei denen der Finger zur Repeat-Taste wandert. Mit fiesem, sadistischem Grinsen wird der Circle Pit gestartet und das entfachte Lodern der Flammen wird weiterhin eifrig geschürt. Die Grundsoliden Rhythmuseinlagen mögen zwar bekannt vorkommen, werden aber mit viel eigener Energie vorangetrieben. Die gezauberte, sehr wutentbrannte Energetik ebbt nie ab und somit kann man eben mit einem enormen Schwung viel Stimmung zaubern. Am dreiteiligen Schlussakkord «Rise», «And», «Fall» werden sich die Geister scheiden. Gerade der erste, neun Minuten lange Teil spielt mit melodischem Dickicht, dezent proggigen Untertönen und Klargesang. Letzteres gehört klar zu den Schwächen der Steirer, normalerweise shoutet Wolfgang Fleck, doch die Clean-Vocals stammen von Bassist Chris Kerschenbauer, der den Thrash seiner Band zwar um eine weitere Facette bereichert, jedoch beim Gesang keine gute Figur macht. Dass er kein Profi beim Singen ist, hört man leider nur zugut. Live mag der Auftritt zwar Charme haben, doch auf CD gebannt klingt der Versuch unglücklich.

Night Falls Last - Fear The Machine (DEATHWALKER, 2014)
Night Falls Last - Fear The Machine (DEATHWALKER, 2014)

Die wütende Bestie mit Namen «Night Falls Last» kennt keine Rast oder Ruh und nonstop wird das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt. Produktionstechnisch, wie auch die Stimmung der einzelnen Neo-Thrash Granaten stehen für sich, doch wie so oft im Leben besitzt auch «Deathwalker» seine Schattenseite, diese zeigt sich vor allem dann, wenn das Sextett etwas vom Gas geht, sich ausschweifenden, fast schon progressiven, Passagen hingibt und den Sampler sprechen lässt. Grundsätzlich ist auch gegen diese Vorgehensweise nichts zu sagen, doch im Fall von «Night Falls Last» zündet diese schlicht und einfach nicht. «Rise» überrascht mit Piano-Melodien und ist generell der vielseitigste der Langrille. Mit einigen moderneren Rock-Elementen grenzt sich das neunminütige Wunderkind von seinen zehn Brüdern ab. «Deathwalker» ist im grossen und ganzen ein Thrash-Album, das mit einigen Ausflügen insbesondere zum Ende hin auch als Melodic Death eingestuft werden kann. Dazu tragen nicht zuletzt die Keyboard-Leads sowie der Klargesang bei.

Night Falls Last - Band

Trotz einiger Unstimmigkeiten ist «Deathwalker» ein grundsolides Album und ein ordentliches Fundament für weitere Veröffentlichungen. Die Einflüsse der Band liegen ohne Zweifel bei Bands wie «Lamb Of God» und «Machine Head». Etwas mehr Kompromisslosigkeit hätte dem Werk allerdings keinesfalls geschadet. Desweiteren ist der Mix des Silberlings hier und da nicht ganz rund, die Keyboardklänge sind nämlich weitestgehend unauffällig. «Night Falls Last» stehen für einhundert Prozent Metal und «Deathwalker» ist ein Thrash-Release, der jedoch nicht nur für eingefleischte Genre-Fans ein Muss ist, sondern seine Fühler in alle möglichen Himmelsrichtungen streckt. Ein richtig tolles Neo-Thrash Potential dass sich hier entfaltet. Trotz vieler Einflüsse und Elemente bietet man viel Eigenständigkeit und bringt diese meiner Meinung nach bestens zur Geltung. «Deathwalker» ist ein sehr gutes Debütalbum, dass sich lohnt anzuhören und zu unterstützen. Mit beherztem Einsatz wuchten sich die sechs Steirer durch 51 sympathische, nicht immer leichte, dabei stets kreative und ambitionierte Minuten. Hört es euch selbst an, macht euch euer eigenes Bild und ihr werdet bestimmt nicht enttäuscht!

Kleiner Tipp am Rande: Nehmt beim durchhören unbedingt die Lyrics zur Hand! Die Texte sind genauso gelungen wie die Songs selbst. Hierbei ist mein klarer Favorit «Fall», grossartige Idee und beeindruckend, wie lediglich durch die Vocals der Konflikt zwischen dem Deathwalker und dem herrschenden Tyrannen deutlich wird! Aber wie erwähnt, hört selbst rein und macht euch euer eigenes Bild!

Das Album könnt ihr in unserem Shop kaufen.

Tracklist:

  1. Invasion
  2. Fear the Machine
  3. Detonate
  4. A Call from Inferno
  5. Shootout
  6. Deathwalker
  7. Start to Breathe
  8. The Bitter Taste of Disease
  9. Rise
  10. And
  11. Fall

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