The queen doesn’t like Mondays
Kingsman ist das willkommene Gegengift zum langweilig gewordenen James Bond. Weg von Rumgejammer und Midlife-Crisis, zurück zu Spass und überlebensgrosser Agenten-Action. Collin Firth ist der perfekte Gentleman-Spion und Taron Egerton macht sich überraschend gut, als Teenie der für den coolsten Geheimdienst der Welt rekrutiert wird.
Regisseur Matthew Vaughn hat seit «Kick Ass» nochmal dazu gelernt und schafft es jetzt die hyperstylishen Gewaltszenen in einen runderen Kontext zu setzen. Man merkt ihm deutlich die Liebe zum Sixties Style, zu den ganzen Agenten der Gentleman-Ära an und dennoch wirkt der Film nicht wie ein Rückfall in die alte Zeit. «Kingsman» ist nicht so albern wie «Austin Powers» oder die «Spy Kids»-Filme, aber trotzdem in allem auf 11 gedreht. Der Style ist britischer als britisch, die Gadgets ebenfalls und der Oberschurke könnte karikierter kaum sein. Vaughn und sein Autor Mark Millar kennen ihre Vorbilder und haben dennoch einen diebischen Spass daran, sie umzukrempeln.
Samuel L. Jackson ist einerseits ein megalomanischer Blofeld-Verschnitt, aber durchaus ein vernünftig argumentierender Zeitgenosse, dessen böser Plan zumindest theoretisch sinnvoll erscheint. Und er karikiert seine diabolische Ausstrahlung durch Sprachfehler die Unfähigkeit Gewalt und Blut zu ertragen. Bei aller Übertreibung sind die Figuren immer noch so menschlich, dass sie nicht austauschbar und langweilig werden. In einer der besten Szenen des Films, reflektiert Vaughn sogar die eigene cinematische Glorifizierung von Gewalt, wenn Firth ein unbeschreibliches Massaker anrichtet, das alle Register der Gewaltpornographie zückt nur um den gehypten Kingsman und den Zuschauern danach die eigene Begeisterung vorzuführen, wenn allen Beteiligten klar wird, das unser Held gerade unschuldige Menschen abgeschlachtet hat.
Das bedeutet nicht, dass der Regisseur seine überzeichnete Gewalt nicht liebt, aber es zeigt das er sich zumindest der Problematik bewusst ist und sehr genau die Mechanismen kennt, mit denen er sein Publikum verführt. Trotz aller Metzelszenen meidet er stets die selbstgerechte, mobfütternde und unangenehme Aura die Selbstjustiz-Action-Filme wie Taken durchdringt. Dazu ist Kingsman dann einfach zu sehr in einem schwerelosen Comic-Universum verankert, in dem alles mit einer Prise Roger Moorschem Augenbrauen heben serviert wird. Als Popcorn-Kino ist Kingsman auf jeden Fall mit das Beste was es in diesem Bereich in den letzten Jahren zu sehen gab. Was optische Ideen, Eleganz und stimmungsvolle Musik angeht. Kein Meilenstein, aber ein rundherum unterhaltsamer, rasanter Beweis dafür, dass britische Agenten-Action auch heutzutage noch ihre Berechtigung hat.
Schöner Animationsfilm von Studierenden an der Gobelins-Uni. Ein Hummer steht auf der Speisekarte, erhält dann aber den Tag seines Lebens. Dabei gefällt der cartoonhafte flüssige Animationsstil der Figuren, die Umwelt könnte bestimmt noch etwas lebendiger wirken, aber die Leute üben ja noch…
Liebhaber weiblicher Formen werden diese Kitty-Cat-Wäsche aus Japan lieben! Es gibt deren drei Entwürfe, welche auf tatsächlich existierenden Katzen-Rassen basieren. Der volle Effekt verblüfft in seinem Realismus…
YouTube Nutzer Hogwit hat einen gerade mal 14 Sekunden langen Film veröffentlicht, der einen fliegenden Quadkopter mit daran montierter Pistole zeigt, die in einem Waldstück aus niedriger Höhe mehrere Schüsse abgibt. Das Fluggerät fängt den Rückstoss der Schüsse dabei erstaunlich gut ab und scheint zu keinem Zeitpunkt in einen unkontrollierten Flugzustand zu geraten. Beängstigend und Werk eines 18-jährigen.
Eine halbautomatische Pistole an Bord eines Quadkopters? Laut der kurzen Beschreibung zum Video auf YouTube handelt es sich um einen selbstgebauten Kopter mit einer Länge von rund 66 Zentimetern (26 Zoll) «von der Mündung bis zum Schwanz». Bei der Waffe soll es sich um eine halbautomatische Pistole handeln. Mehr Details sind nicht zu erfahren. Im YouTube-Kanal von Hogwit ist ansonsten nichts Spektakuläres zu finden, ausser eines Zwischenfalls, bei welchem Hogwit offenbar von einer Passantin körperlich attackiert wird, die ihn beschuldigt, mit seinem Kopter heimlich Menschen am Strand gefilmt zu haben. Dieser Zwischenfall und das folgende Gerichtsverfahren, bei dem die Angreiferin verurteilt wurde, war dem Nachrichtendienst Forbes seinerzeit mehrere ausführliche Meldungen wert. Damit dürfte klar sein, wer hinter dem Pseudonym Hogwit steckt: Der heute 18-jährige US-Amerikaner Austin Haughwout, ein Teenager, der gerne mit seinem Kamerakopter spielt und harmlose Filme dreht.
Umso mehr fällt der Videoschnipsel mit dem Schiesskopter aus dem Rahmen. Es ist schwer zu sagen, ob der Film echt ist oder eine Fälschung. Seltsam ist auch, dass unter dem Schiess-Video der Hinweis steht, man solle sich in «Lizenzfragen» an break.com wenden – eine Webseite, die sich auf die virale Verbreitung von Videos im Netz spezialisiert hat. Das spricht weder für noch gegen seine Echtheit. Falls er allerdings wirklich echt sein sollte, ist zu befürchten, dass Austin Haughwout seine Unschuld verloren hat und mit Hilfe seiner offensichtlich ausgeprägten technischen Fähigkeiten seinen Flugmodellpark aufrüstet. Eine beängstigende Entwicklung.
Die boomende internationale Maker-Bewegung besteht nicht nur aus Bastlern, Künstlern und Weltverbesserern – auch krypto-anarchistische Gruppen zählen sich dazu. Diese wollen staatliche Machtmonopole abschaffen, unter anderem auf dem Weg über technische Mittel wie billige 3D-Drucker und CNC-Fräsen. So verbreitet etwa die US-Gruppe «Defense Distributed» in Namen dieser Ideologie Werkzeuge, Open-Source-Druckvorlagen und Bauanleitungen für Eigenbau-Schusswaffen ohne staatliche Kontrolle. In den USA ist der Bau einer solchen Waffe unter gewissen Umständen legal – in unseren Breiten hingegen ist die Herstellung jedes einzelnen wesentlichen Teils einer Waffe verboten, sofern man nicht über eine «Waffenherstellungserlaubnis» verfügt. Die besitzen beispielweise professionelle Büchsenmacher.
So kann es aussehen, wenn man seinen Sohn zum selbstständigen Koffer packen schickt. Man braucht ja auch nicht mehr ausser einer Spielzeugknarre und einer Iron Man Maske!
Die Progressive Rock-Band «Crisalida» hat mit «Morir Aqui» einen Video-Clip zu ihrem Album «Terra Ancestral» veröffentlicht. Das vierte Album der seit 1997 aktiven Chilenen wurde am 14. August 2015 veröffentlicht und dass folgende Video ist echt mal etwas besonders…
Vor Jahren hat Tom Dickson damals Knicklichter in den Mixer geknallt und ganz nebenbei mal die Mixerküchenlampe erfunden. Und alleine schon wegen dem genialen Licht muss ich diesen Clip in die Gruft stellen!
Hier der perfekte Weg, denn Tag als Wissenschaftler zu beginnen…
Hier eine kleine Timelapse-Reise auf die Insel Malta. 27’000 einzelne Bilder stecken in diesem drei Minuten und 15 Sekunden langen Video, für das Filmemacher Kevin Sciberras fünf Monate lang die schönsten Orte, Architekturen und Landschaften des kleinen Inselstaats festgehalten hat. Die vielfältige Schönheit Maltas hat Kevin ganz wunderbar eingefangen und macht Lust darauf, sich die heimeligen Grotten, das geschäftige Treiben am Hafen, die uralten Bauten und den Sternenhimmel über der atemberaubenden Küstenlandschaft einmal selbst anzusehen.
Viel besser als es diese Dame macht, kann ich den Zahlenwechsel auch nicht zelebrieren. Erklären kann ich es euch jedoch auch nicht wirklich, was da abgeht. Aber scheinbar kann man mit einer Pappzahl Sex haben, solange man genug Tomaten-Gleitgel benutzt… Der ideale Start ins Jahr!
…früher oder später…

Mötley Crüe Drummer Tommy Lee’s Schlagzeug hatte während des letzten-Konzerts-ever am 31. Dezember, welches im Staples Center in Los Angeles, Kalifornien stattfand, eine Fehlfunktion. Seht hier was dabei abging und den tränenreichen Abschied der Band.
Tommy Lee’s Trommel Stunt, «The Crüecifly«, eine Maschinerie, welche ihn auf einer Plattform mit seinem Schlagzeug auf eine Achterbahn ähnliche Strecke an der Decke der Halle über den Köpfen des Publikums schickt. Auf dem Kopf stehend sitzend. Mit Bassmusik und allem Pipapo. Eigentlich eine riesen Show an jedem Mötley Konzert. Doch während dem allerletzten Konzert der Band, blieb der Achterbahn-Drum-Wagen plötzlich einfach kopfüber stehen und bewegte sich weder vor- noch rückwärts. Die Road Crew Members versuchten noch das Teil zu reparieren, doch Tommy musste von der Plattform runterklettern und meinte dazu:
It looks like the roller coaster is broken. Well, fuck the roller coaster! Come on, guys, help. Come get me. I can’t believe this is happening on the last night. I knew something wasn’t right when I took off.
Das Drum-Kit wurde schliesslich ohne Tonny von Hand wieder auf die Bühne gerollt, so dass der Schlagzeuger sein Set zu Ende spielen konnte.
Ein Review zum letzten Konzert von Mötley Crüe in Basel in der Schweiz findet ihr hier. Das allerletzten-Konzert-ever bewegte Fans und Band sehr, wie die folgenden Videos beweisen. Als dieses zu Ende ging, setzte Bassist Nikki Sixx den Punkt:
Maybe a year from now, somebody’s gonna look at you and say, ‚Remember that band Mötley Crüe? They were pretty cool.‘ And you know what you’re gonna say? ‚Well, fuck you, because I was at their last concert ever!‘