Alex Chandon ist zurück. Nach seinem «Cradle of Fear» ist es ja sehr still um ihn geworden. Obwohl «Cradle of Fear» bei Fans des Splattergenres immer noch einen sehr hohen Stand hat, war man sich nicht so recht sicher, was einem mit dem neuen Film von Chandon erwartet. Splattergalore oder eher ein Film mit einer guten Atmosphäre und weniger Effekten? «Inbred» ist eine harte Horrorkomödie, die sich selber nicht so ganz ernst und Horrorperlen wie Texas «Chainsaw Massacre» und «Wrong Turn» etwas auf die Schippe nimmt.
Dass «Inbred» nichts für Zartbesaitete ist, macht Splatter-Experte Alex Chandon bereits in der ersten Szene deutlich: Gliedmassen fallen da rigoros der Axt zum Opfer und auch im weiteren Verlauf werden fröhlich Köpfe abgetrennt, Schädel zertrümmert, Körperteile zerfetzt und Menschen in Stücke gerissen, während die Kamera sich mit bösartiger Wonne an den Verstümmelungen labt. Der Film ist teils sehr überdreht und für den normalen Filmeliebhaber schwer nachzuvollziehen. Die Story klingt gut, wenn auch schon einige Male gesehen. Es ist schwer in der heutigen Zeit einen Horrorfilm zu produzieren der von Kreativität und Originalität strotzt. Allen witzigen Dialogen und ulkigen Make-Up-Effekten zum Trotz dürfte dem Zuschauer aber spätestens dann das Lachen im Halse stecken bleiben, wenn Chandon beginnt, seine Helden-Truppe zu dezimieren. Die Gore-Einlagen und Metzelszenen selbst sind nämlich keineswegs auf komisch getrimmt, sondern bleiben über weite Strecken schmerzhaft realistisch. Auf dem schmalen Grat zwischen rabenschwarzem Humor und blankem Sadismus werden liebgewonnene Figuren gnadenlos zu Hackfleisch verarbeitet, das Leid der Protagonisten wird mit garstigen Sprüchen und makabren Pointen quittiert – dabei entsteht die richtige Mischung aus galligem Humor und angstvoller Spannung, die «Inbred»» irgendwo zwischen waschechtem Horror wie «The Hills Have Eyes» und überdrehtem Splatter-Ulk a la «2001 Maniacs» positioniert.
Die Story von «Inbred» ist ganz nett, fesselt einen aber nicht wirklich lange. Das grösste Problem ist, dass die Story gut die Hälfte des Films in Anspruch nimmt und es erst nach ca. 45 Minuten wirklich zur Sache geht. Wenn man sich da an «Cradle of Fear» erinnert, wird man schnell merken, dass Chandon nun deutlich mehr Wert auf einen gewissen Grad an Storytelling legt. Aber die Geschichte kann einen nicht wirklich fesseln, von daher wäre es besser gewesen, man hätte gut 25 Minuten weniger Story zu Gesicht bekommen. Nun gut, die Schauspieler hingegen machen ihren Job sehr gut. Besonders die von Jo Hartley (This Is England) exzellent gespielte Kate mausert sich schnell zum grossen Sympathieträger fernab aller ausgetretenen «Final Girl»-Pfade. Auf der Gegenseite überzeugt vor allem der von Seamus O’Neill (Gefährten) gleichermassen charismatisch wie diabolisch gespielte Jim, während seine Gefolgschaft als debile Ansammlung von Dorftrotteln vorgeführt wird, die in erster Linie mit ihren skurrilen Deformierungen und verschrobenen Eigenarten für Heiterkeit sorgt.
Die Musik ist richtig klasse und passt sich sehr gut dem gezeigten an. Immer wieder kommt wirklich Atmosphäre auf. Auch die Kamera macht einen sehr guten Job und liegt Lichtjahre vor dem Bild, welches man sich bei «Cradle of Fear» antun musste. Aber was ist mit den Effekten? Ja, die Effekte sind ganz ordentlich geworden, allerdings nicht so kreativ und ausschweifend wie bei «Cradle of Fear», was Gorehounds sicherlich enttäuschen dürfte. Auch eine CGI-Effekte haben sich darunter gemischt, diese sind aber sehr gut umgesetzt und wissen zu gefallen. Besonders zum Ende hin, hätte man sich dann aber doch mehr gewünscht. Es kommt einem so vor, als wäre hier irgendwie ein grosser Teil der Effekte vergessen worden. So viele Bewohner überleben, auch wenn das Ende an sich richtig gut und vor allem auch lustig ausgefallen ist.
Zwar reicht «Inbred» nicht an den durchaus ähnlichen, aber im Vergleich einfallsreicheren «Severance» heran, doch das fade Backwood-Mittelmass lässt er locker hinter sich. Im Vergleich zu seinen früheren Werken beweist Chandon enorm Geschick in Bezug auf Atmosphäre und Spannung. Das Unbehagen, welches dem Zuschauer ab Filmbeginn entgegenwummert ist in seiner Darstellung als sehr nennenswert zu betiteln. Düstere Farben und merklich stimmiger Spannungsaufbau prägen diesen kleine Indie-Hit – zumindest bis zur Filmmitte. Nach 45 Minuten Laufzeit wird «Inbred» handfest, dDie teilweise kruden Spezialeffekte verfehlen ihre Wirkung selten und dürften vermutlich auch Grund dafür sein, dass die ungeschnittene Filmfassung von «Inbred» keine deutsche Freigabe erhalten wird. Alex Chandon hat den Amateur-Splatter hinter sich gelassen und kuttelt jetzt auf B-Movie-Niveau herum. Zum Einstand gibt es ein zynisch-sickes Wald- und Wiesenschlachtfest zu Ehren alter Terrorklassiker. Neue Ideen gibt es nicht, dafür Blut, Kutteln, krude Schocks und kranke Einfälle bis zum Abwinken. Für Freunde gemeingefährlicher Hinterwäldler, knatternder Kettensägen, phallischen Karotten und abgesägter Schrotflinten sicherlich eine Party, alle anderen begegnen «Inbred» besser mit Vorsicht.
In Deutschland hat die FSK dem Film eine Freigabe «ab 18» verpasst. dazu muss jedoch erwähnt werden, dass Selbstjustizfilme in Deutschland von den Behörden nicht gerne gesehen werden. Der Marvel-Film «The Punisher» von 2004 zum Beispiel darf wegen der Gewalt und der Thematik nicht ungekürzt im deutschen TV gezeigt werden. Eli Roths Update des Klassikers wird sich in Sachen Gewalt definitiv nicht zurückhalten. In «Death Wish» rächt sich ein von Bruce Willis gespielter Arzt an den Leuten, die seine Familie auf brutalste Art und Weise attackiert haben. Es handelt sich hierbei um ein Remake eines Charles-Bronson-Filmes aus dem Jahre 1974, der danach noch vier Fortsetzungen nach sich zog. All jene, die befürchtet haben, dass es sich beim Revenge-Action-Comedy-Remake um eine verwässerte Version handeln wird, können nun beruhigt aufatmen. «Death Wish» kommt am 8. März 2018 in die Kinos…
DEATH WISH | GRINDHOUSE RED BAND TRAILER
Death Wish – Red Band Trailer zum Remake von Eli Roth
Robert Shults hat folgende grossartigen, teilweise etwas verstörende Bilder einer Body Farm in Texas, dem grössten Outdoor-Verwesungs-Labor der Welt. Die Bilder sind stellenweise hart und natürlich immer gruselig, allerdings auch wundervoll in ihrer detaillierten Darstellung der Banalität und seltsamen Schönheit des Zerfalls des menschlichen Körpers.
San Marcos, Texas, thirty miles south of Austin, is the site of one of the most unique facilities in all of science: The Forensic Anthropology Center at Texas State University, home to the world’s largest outdoor human decomposition laboratory. In this idyllic hill country setting, a dauntless and magnanimous team of scientists studies even the most minute details of the post-mortem process, keeping a constant devoted vigil over their donors‘ bodies until they have returned almost entirely to the earth.
Faculty and graduate researchers develop and test new techniques for the identification and analysis of human remains, and train law enforcement professionals on proper recovery and investigatory procedures.
They consult on open forensic cases, including the throngs of undocumented migrants who die each year attempting to cross the south Texas desert, and maintain one of the most extrensive human skeletal reference collections in the nation, all the time focused on a singular mission: to give voice to the nameless and to bring home with dignity those who have been wronged by their fellow man.
Der folgende Trailer geizt überraschend mit den erhofften bewegt Bildern der namensgebenden Comicfigur. Was wir stattdessen zu sehen bekommen sind die Anfänge der Verwandlung, die Hardys Charakter Eddie Brock durchmacht und die Ankunft des Symbionten. Während Tom Hardy den titelgebenden Charakter Eddie «Venom» Brocks gibt, ist Michelle Williams als seine Frau zu sehen, die durch einen Zwischenfall kurzzeitig sogar selbst zum Wirt für den Symbionten und damit zu She-Venom, der Bride of Venom, wird. Auch Venoms Erzfeind Carnage ist vertreten. Durch einen erzählerischen Kniff hat es letztlich sogar Tom Holland (Spider-Man: Homecoming) in den Film geschafft. Zwar hält Sony an dem Spider-Man-Verzicht fest, das gilt allerdings nicht für sein Normalo-Alter Ego Peter Parker, der für mindestens zwei Drehtage am Set gesichtet wurde. Erstmals will uns Sony mit einer Comicverfilmung das Fürchten lehren, ganz ohne Kompromisse im Hinblick auf die Altersfreigabe und den grafischen Härtegrad. Dabei stand dank strikter Geheimhaltung zuletzt noch nicht mal fest, welche Rollen Michelle Williams (The Greatest Showman) und ihr Kollege Riz Ahmed (Rogue One) im Film überhaupt bekleiden werden. Doch Antworten lassen jetzt nicht mehr lange auf sich warten, der Start soll im Oktober erfolgen…
Zu ihrem Song «Your Life» haben Hollywood Undead ein Video veröffentlicht. Der Track stammt vom aktuellen Studioalbum «Five», dass die Band im Oktober letzten Jahres veröffentlicht hat…
Für die Damen, die sich gerne auf Instagram inszenieren, sind scheinbar Kränze aus Blumen, sogenannte «Flower Crowns» ein besonders beliebtes Accessoire. Designerin Lauren Hom spielt mit diesem verbreiteten Trend und setzt sich auf ihren Bildern Kronen aus Essen auf. Die nennt sie dann «Flour Crowns», Mehlkronen also. Auf den Fotos, die sie auf Instagram und ihrem Tumblr präsentiert, ist ihr Kopf beispielsweise mit Pizzastücken, Pommes oder Muffins geschmückt. Auf einem Bild stellt sie sogar die Freiheitsstatue mit Eistüten nach. Hom führt den Blog «Daily Dishonesty», auf dem sie ihre Liebe für Typografie, Illustration und Humor miteinander vereint.
Sieht aber trotzdem etwas komisch aus, schützt aber wohl im Falle einer beizuwohnenden Bombenentschärfung und wer so etwas braucht, kann sich das hier reinziehen, kostet auch nur € 6499. Aber umfallen sollte man darin nicht…
In einem Bombenschutzanzug sollte man nicht umfallen
IKEA scheint beschlossen zu haben, bei der Vergabe der höchsten Machtposition in Westeros ebenfalls ein Wörtchen mitzureden. Wie das aussehen soll, verrät ein Blick auf Reddit, dort hat ein Nutzer ein Foto aus einer IKEA-Filiale gepostet, in dem man Toilette mitsamt Toilettenbürsten für selbst den letzten Game of Thrones-Fan liebevoll aufbereitet hat. Der Witz dabei: „Monter sur le trône“ bedeutet wörtlich „auf dem Thron sitzen“, gleichzeitig aber auch auf die Toilette zu gehen…
Der südkoreanische Regisseur Yeon Sang-ho, der für den Zombie-Hit «Train to Busan» und das animierte Prequel «Seoul Station» verantwortlich war, nimmt uns erneut mit auf einem wilden Ritt. Da dürfte der untenstehende Trailer nur ein kleiner Vorgeschmack sein. Nur kraft der eigenen Gedanken Objekte bewegen, wer würde das nicht gerne können? Zum Beispiel, um nicht mühsam von der Couch aufstehen zu müssen, wenn die Fernsehbedienung mal wieder ausser Reichweite ist. Luke Skywalker kann es, Jean Grey ebenfalls und auch der Protagonist von «Psychokinesis» verfügt über diese beneidenswerte Fähigkeit. Ein Vater (Ryu Seung-ryong, Miracle in Cell No. 7) entdeckt in «Psychokinesis», dass er übernatürliche Kräfte besitzt. Damit versucht er seine Tochter (Shim Eun-kyung, Miss Granny) zu retten, nachdem sie in einen unerwarteten Unfall verwickelt wurde. Der Trailer wirkt wie eine Mischung aus schwarzer Komödie und Superhelden-Abenteuer. Der südkoreanische Kinostart war im Februar, der Film soll aber auch im Laufe des Jahres bei Netflix landen…
Wenn man genüsslich einen Wein schlürfen möchte, guckt man ohne Korkenzieher man schnell in die Röhre. BuzzFeed hat 15 Wege zusammengestellt, wie man auch ohne Korkenzieher eine Weinflasche aufbekommt, wobei das Prinzip fast immer das gleiche ist. Übrigens solltest du den Korken nicht reindrücken – das nervt auf lange Sicht und ist auch physikalisch bedenklich. Druck und so, du weisst schon…
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
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Immunitätsleugner, Impfschädenverharmloser und diejenigen, die das unendliche Leid von Kindern und alten Menschen negieren, sicher nicht!
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