«It Came from the Desert» ist eine liebevolle Adaption zu Cinemawares Spieleklassiker von 1989, setzt ähnlich wie seine Genrekollegen auf eine geballte Ladung Wahnsinn und Absurditäten, kommt im Gegensatz dazu aber gänzlich ohne die aktuell so populären Killerhaie aus. Was hier stattdessen für Ärger sorgt? Mutierte Riesenameisen, die sich bei Gelegenheit auch gerne mal an den Biervorräten einiger nichtsahnender Teens bedienen.
Wer schon in den 80er Jahren gerne zockte, der bekommt bei der blossen Nennung so mancher Spieleschmiede leuchtende Augen: Lucasfilm und Sierra sind Paradebeispiele, in geringerem Maße auch SSI oder Cinemaware. Wie der Name des letzteren Entwicklers bereits verriet, tummelten sich dort allerhand Filmfans. In Spielen wie «Defender of the Crown» oder «Lords of the Rising Sun» huldigten sie alten Filmen, in für die damalige Zeit beeindruckender Optik. «It Came from the Desert» war eines der bekanntesten Spiele der Amerikaner und erzählte, angelehnt an die Monsterfilme aus den 50ern, die Geschichte des Wissenschaftlers Dr. Greg Bradley, der eigentlich nur die Auswirkungen eines Meteoreinschlags untersuchen wollte, es daraufhin aber mit riesigen Ameisen zu tun bekam. Der Film «It Came from the Desert» ist nun eine klare Hommage an den Klassiker, jedoch keine direkte Verfilmung. Ein paar Anspielungen an die Ereignisse von damals sind enthalten und zum Ende werden auch tatsächliche Spieleszenen eingeblendet, die einem das nostalgische Herz überlaufen lassen. Vorkenntnisse braucht es dennoch nicht, die Geschichte ist völlig unabhängig von der Vorlage.
Sofern man denn überhaupt von einer Geschichte sprechen mag. Die war natürlich auch damals schon eher dünn. Was will man auch gross erzählen, wenn es um den ewigen Kampf von Mann gegen Rieseninsekt geht? Zumindest war das Spiel aber noch mit Adventureelementen versehen. Actionsequenzen gab es natürlich auch jede Menge. Dazwischen musste Dr. Bradley aber fleissig Nachforschungen betreiben, um überhaupt zu den Ameisen zu gelangen. Mit dem Echtzeitablauf und den verschiedenen Enden war «It Came from the Desert» angesichts des Themas sogar erstaunlich ambitioniert. Der Film ist das aber nicht und gross nachdenken soll hier wirklich niemand. Stattdessen wollen der finnische Regisseur Marko Mäkilaakso (War of the Dead) und sein Co-Autor Trent Haaga (Cheap Thrills, 68 Kills) vor allem eins: Spass haben. Die trashigen Wurzeln wurden herausgeputzt und ganz stolz in den Vordergrund gestellt. Da wird geschossen und gehackt, gemetzelt und gefressen. Richtig viel Spannung entsteht dabei nicht, soll aber auch gar nicht. Die riesigen Ameisen sind weniger Stoff für Albträume als vielmehr für gesellige Videoabende. Hier darf gegrölt werden, wenn die Viecher miteinander kommunizieren und Jagd auf Jugendliche machen, die ihnen körperlich wie intellektuell unterlegen sind.
Gerade wenn man glaubt, man hätte schon alles gesehen, kommt ein neuer Vertreter der Marke Trash-Horror daher. Schade ist beispielsweise, dass es hier eben kein kompetenter Wissenschaftler ist, der sich der Ameisen entledigt, sondern drei Jugendliche, die mal wieder mehr mit Hormonen und zwischenmenschlichen Fallstricken beschäftigt sind. Denn davon gibt es in dem Bereich nun wirklich mehr als genug und wird der Vorlage nicht wirklich gerecht. «It Came from the Desert» ist aber auch nicht so lustig, wie es sein sollte. Nur manche Gags zünden richtig, bei anderen ist der Humor zu verkrampft. Ein Klassiker, wie es das Spiel war ist die Leinwandvariante nicht. Dafür ist sie am Ende doch zu harmlos und ohne eigene Identität, macht zu wenig, um sich von anderen Tiermonsterfilmen zu unterscheiden. Trotz einer gewissen B-Movie Affinität, fehlt es seinem Film über Biertrinkende Riesenameisen an Charme. Die Horrorkomödie erfüllt aber ihren Zweck, vor allem in geselliger Runde. Fans von Horror-Komödien à la «Arac Attack» werden mit dem meist kurzweiligen und zitatenreichen «It Came From The Desert» sicherlich ihren Spass haben. Für das Prädikat «potentieller Kult» reicht es aber definitiv nicht.
Interessantes Video von Terra X über den amerikanischen Wissenschaftler, dem es 1993 gelang, einen THC-ähnlichen Wirkstoff herzuerstellen und was nach der Veröffentlichung seiner Forschung passierte. Synthetisches Cannabinoide und was passiert, wenn man die Moleküle verändert?
Einer der absurdesten, aber irgendwie auch coolsten Kurzfilme der letzten Jahre, «Kung Fury» wurde nun von Eclectic Method geehrt und daraus wurde ein unterhaltsamen Track gemixt, indem auch immer die nettesten Zitate heraus gepult wurden…
Kung Fury (Eclectic Method Remix)
Hier nochmals der komplette Kurzfilm. Ein zweiter Teil ist übrigens auch schon länger geplant. Hoffen wir mal, dass der nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt…
Am 11. Mai erscheint das neue Studioalbum «Icons Of The New Days» der spanischen Melodic Metaller «Lords Of Black». Mit dem Titeltrack kriegen wir einen ersten Vorgeschmack zu hören…
Lords Of Black - "Icons Of The New Days" (Official Video)
Wer sich für die Postapokalypse und süsse Fellknäuel interessiert, dürfte sich im Katzen-Simulator «Max&Maya: Cat Simulator» des Indie-Entwicklers OMG Studios Zuhause fühlen. Dabei handelt es sich um ein sarkastisches Action-RPG mit Haustier-Simulator-Elementen. Da kann man als Prankster Cat mit Meow Magic buchstäblich auf seine Feinde pissen. Der Trailer zum Spiel gibt einen Einblick in die verrückte feline Flauschapokalypse!
Das Chaos von Goat Simulator, das vorsätzlich reich an Glitches ist, scheint zumindest zum Teil eine Inspiration für Max & Maya zu sein. Nachdem sich der grosste Teil der Menschheit in hirnlose Zombies verwandelt hat, ist nun die Zeit der Katzen gekommen, sich an die Spitze der Nahrungskette zu setzen. «Max and Maya: Cat Simulator» fällt Gameplay-technisch vielseitig aus: Wir streifen durch die zombifizierte Stadt, kämpfen gegen die Untoten, Hunde und sogar Aliens, erleben allerlei haarsträubend absurde Begebenheiten und bauen sogar eine eigene Katzen-Basis auf. Diese fungiert dann als Zentrale für unsere post-apokalyptische Katzenarmee, die Chaos unter den Zombies säen und die Kontrolle der Stadt erlangen soll.
Max&Maya — first kickass cat simulator! Official trailer
In der heimatlichen Festung kann man den Katzen verschiedene Rollen zuweisen. Die enorme Menge an Stats und Ressourcen deutet darauf hin, dass das Spiel mit überraschend grosser Spieltiefe und Komplexität aufwartet. Dabei gilt es unzählige Ressourcen und Statistiken im Auge zu behalten, Untergebenen Aufgaben zuzuweisen, sowie eine Armee aus Katzen aufzubauen. Da das Spiel die Möglichkeit bietet, seine eigene Katze mit abgedrehten Accessoires, wie etwa einem Heiligenschein oder Federhut zu personalisieren, bleibt abzuwarten, ob auch verbündete Katzen vom Spieler individualisiert werden können.
Max and Maya: Wenn Katzen nach der Weltherrschaft streben
Damit der Kuriositäten noch nicht genug! Durch Stimmeingaben übers Mikrofon ist es möglich, seine Katze zu kontrollieren und Zaubersprüche zu wirken. Dafür muss man allerdings die richtigen Maunzer beherrschen. Es ist höchste Zeit, dass die heimlichen Herrscher des Internets auch eine würdige Vertretung im Reich der Computerspiele bekommen. Aus den Aufnahmen aus dem Trailer zu schliessen, könnte das herrlich verrückte «Max and Maya: Cat Simulator» diesen Trick zustande bringen. Das Spiel soll im zweiten Quartal dieses Jahres für PC erscheinen, wobei ein Preis noch nicht feststeht. Interessierte können aktuell die Macher bzw. das Projekt bei Kickstarter unterstützen…
«Don’t Hang Up» ist ein Horrorthriller der sich im Genre üblichen Regal bedient und dieses auch nicht versucht zu verbergen. Kein origineller Psychoschocker also, aber durchaus unterhaltend. Geht es solchen «Bad-Prank-Teens» an den Kragen, bin ich gerne mit dabei…
Was «lustig» beginnt, wird schnell zum bitteren Ernst. Und das ist auch die Quintessenz dieses Psychothrillers, der einige makabere Überraschungen und Twists zu bieten hat. In «Don’t Hang Up» wird nicht nur der Zuschauer manipuliert, auch die grünschnäbeligen Protagonisten werden heimtückisch an der Nase herumgeführt und dadurch gegeneinander ausgespielt. «Don’t Hang Up» bewegt sich irgendwo zwischen Home-Invasion-Thriller und Horror-Kammerspiel und kommt im weitesten Sinne in der Tradition der «Joy Ride» Filme daher. Ein rachsüchtiger Psychopath geht auf zwei hirnbefreite Arschlöcher los. Im Prinzip mag man keiner Seite so recht die Daumen drücken, aber es macht Spass, dem kurzweiligen Treiben zu folgen, das hier prägnant und ohne unnötige Längen gezeigt wird. «Don’t Hang Up» wurde sauber inszeniert und versteht es zu fesseln. Die Story ist natürlich nicht besonders neu, dennoch schafft es der Film recht gut Spannung aufzubauen.
Die Regisseure Damien Macé und Alexis Wajsbrot zeichneten sich bisher für die visuelle Effekte in grossen Hollywood-Produktionen verantwortlich und feiern mit «Don’t Hang Up» ihr Regiedebüt im ersten Langfilm. Der Film versteht es sich mit seiner zynisch-makaberen Art wohlwollend vom üblichen Einheitsbrei abzuheben. Die beiden Regisseure spielen gekonnt mit dem Spannungsbogen und lüften erst am Ende das Mysterium über den nach Rache dürstenden Anrufer. Dessen wahre Ambitionen haben einen triftigen Grund und ergeben erst kurz vor dem Abspann einen Sinn, wobei sich das Regie-Duo eine Tür fürs obligatorische Sequel offen hält. Nervenkitzel ist garantiert, denn der psychopathische Anrufer spielt nicht nur mit den Nerven der Zuschauer. Die Stimmung wird nach 20 Minuten unbequemer und verwandelt «Don’t Hang Up» in einen unangenehmen Albtraum, der sowohl von den Helden als auch dem Zuschauer einiges abverlangt. Schauspielerisch bewegt sich der englische Horrorthriller im oberen Bereich. Die beiden Streichespieler verhalten sich auch der Situation angemessen, also mir sind zumindest keine grösseren Logikfehler aufgefallen. Doch das Finale ist dann tatsächlich arg vorhersehbar, da man es eben so oder so ähnlich bereits einige Male gesehen zu haben scheint.
«Don’t Hang Up» bleibt im grossen und ganzen den Konventionen treu. Die Möglichkeit zur Kritik an soziale Medien wird leider nur angekratzt. Effektiv dient es nur als Aufhänger zum Storyaufbau. Die Übergänge zum gruseligen Thrill sind etwas holprig, funktionieren aber doch recht gut. Auch wenn die üblichen Genre-Zutaten Verwendung finden, ist das Endergebnis durchaus schmackhaft. Bitterböses Terror-Psycho-Kino, das kontinuierlich an der Spannungsschraube dreht, solide gespielt und stimmungsvoll inszeniert. Ebenso konventioneller wie ambitionierter Beitrag, der leider formal ein paar Fehler bereit hält. Das trübt das Filmerlebnis. Ansonsten schicker Horrorthriller und wer auf gemeinen Humor steht, wird gefallen finden an dem fiese Katz- und Mausspiel, auch wenn das ganze inhaltlich etwas vorhersehbar ist…
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In «Sorry to Bother You», dem Regiedebüt von Musiker Boots Riley, befindet sich im Mittelpunkt der Geschichte ein junger, schwarzer Mann, der als Telefonverkäufer sein täglich Brot verdient, mit diesem Job allerdings nur bedingt zufrieden ist. Eines Tages findet er jedoch einen – etwas unkonventionellen – Weg, um seine Stimme genauso klingen zu lassen wie die eines erfolgreichen weissen Schauspieler. Plötzlich boomt das Geschäft. Doch wie lange wird der Erfolg anhalten? Sci-Fi-Fantasy-Komödie mit viel Potenzial zum Kultfilm zu werden…
Sorry to Bother You Trailer #1 (2018) | Movieclips Trailers
Warped Perception zeigt uns den internen Verbrennungsprozess eines Briggs und Stratton Motors in 4K Zeitlupe. So können wir sehen, wie ein Motor wirklich funktioniert…
See Through Engine - 4K Slow Motion Visible Combustion ( S1 • E1 )
Die Kölner Thrasher geben mit ihrem Video «Survival Of The Sickest» einen ersten Vorgeschmack auf ihr kommendes Album «Chain Reaction», welches morgen, den 27. April erscheint…
PRIPJAT - Survival Of The Sickest (OFFICIAL VIDEO)
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
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