Superman und das brennende Hochhaus
Mit grosser Puste kommt auch grosse Verantwortung, gerade bei geöffneten Fenstern. Aber was soll schon schief gehen, wenn Superman vor Ort ist?!
Mit grosser Puste kommt auch grosse Verantwortung, gerade bei geöffneten Fenstern. Aber was soll schon schief gehen, wenn Superman vor Ort ist?!
Mit Rory Culkin und Emory Cohen in den Hauptrollen wurde die schier unglaubliche, aber wahre Geschichte einer Handvoll junger Norweger verfilmt, die nicht nur eine musikalische Revolution anzettelten, sondern darüber hinaus für einige Jahre ein ganzes Land in Furcht und Schrecken versetzten, bevor einer ihrer beiden ebenso kreativen wie idealistischen Anführer den anderen auf grausamste Weise tötete. Der schwedische Regisseur Jonas Åkerlund hat sein Werk als Mixtur aus Horror-Krimi, Künstler-Biopic und schwarzer Komödie angelegt. Das Ergebnis ist ein ebenso gut unterhaltender, wie berührender und erschreckender Film.
«Lords of Chaos» ist ein spannender Film, der von seinem guten Timing profitiert. Der Cast, allen voran Rory Culkin als Øystein Aarseth alias Euronymous, Leadsänger von Mayhem, führt in jeder Einstellung eindrücklich die jugendlichen Machtkämpfe der Protagonisten vor Augen. Es handelt sich um Teenager, die in einen wahnsinnigen Wettkampf der Eitelkeiten treten. Die Konfrontationslienie verläuft dabei insbesondere zwischen Euronymous und seinem einstigen Protegé Varg Vikernes, Sänger von Burzum, dessen inkoheräntes aber deutlich menschenverachtend-xenophobes Weltbild der Film ebenfalls als Ausdruck eines jugendlichen Schreis nach Aufmerksamkeit inszeniert. Auch die in der Folge begangenen Gewaltakte, die im Falle Vikernes‘ von Brandstiftung bis Mord reichen, reiht der Film in diese Logik ein. An dieser Stelle bezieht «Lords of Chaos» sehr deutlich Position. Immer wieder stellt er die Handlungen der jungen Männer, ihr Bestreben, sich allen gesellschaftlichen Normen – Menschlichkeit und Empathie eingeschlossen – zu widersetzen, als allzu banales, menschliches Streben nach Anerkennung und Gruppenakzeptanz aus. Der Film schafft es, auch aus dieser Überbietungslogik durchaus Pointen zu generieren und sich damit auf der Schwelle zwischen Tragik und Komik zu bewegen. Dabei hinterlässt er allerdings einen bitteren Nachgeschmack, denn der Grad, auf dem aus der Erklärung eine Entschuldigung wird, ist schmal.
In der Version der Geschichte, die Åkerlunds Film erzählt, geht es um eine Gruppe Jungs, die sich in einem ungesunden Netz aus persönlichen Beziehungen und den Kampf um Anerkennung verstricken. Die Gewaltakte stellen dabei vor allem Mittel zum Zweck dar. Das nimmt zwar das Pathos aus der Geschichte, räumt den Opfern der Gewalt aber kaum Platz ein. Dies wird besonders deutlich in der Gegenüberstellung der zwei Mordszenen des Films. Während die erste die Ermordung eines Mannes zeigt, dessen Homosexualität vom Film so überdeutlich in Szene gesetzt wird, dass man homophobe Untertöne deutlich aus der Szene herauslesen kann, bleibt sie dem schnellen, kalten Rhythmus des Films treu. Der Mord am Protagonisten des Films bringt hingegen eine Emotionalität mit sich, die dem Film bis dahin völlig fremd war. Was damit entsteht, ist eine Hierarchisierung der Gewalt, die das hermetisch geschlossene, egozentrische Weltbild reproduziert, welches der Film bis dahin gerade dezidiert problematisiert hatte. Indem der Film Gewalt als sinnentleerten Schrei nach Anerkennung in einer Spirale jugendlichen Imponiergehabes inszeniert, übt er in seinem Referenzrahmen die grösstmögliche Form der Kritik – er überführt das Satanische ins Profane. Doch bleibt der Film den Menschen, die er porträtiert, sehr nah und schaut mit viel Zuneigung auf deren Geschichten. Gerade vor dem Hintergrund der rechtsradikalen Äußerungen und Taten Varg Vikernes‘ ist das aber irritierend. Man kann «Lords of Chaos» damit als tragisch-komisches Biopic sehen, dass ein Stück Musikgeschichte erzählt. Man kann sich aber auch fragen, ob man wirklich Figuren wie Varg Virkensen ein Denkmal setzen kann – sei es auch ein kritisches.
Einerseits will «Lords of Chaos» auf leicht ironisierte Weise das Coming-of-Age des jungen Euronymous schildern, der das alles doch bloss zum Spass angefangen habe. Andererseits luxuriert der Film ausgiebig in seiner ausgestellten Krassheit: Jeder Messerstich wird mit aufdringlicher Nähe und vampirischer Lust begafft, als solle damit ein Publikum befriedigt werden, das offenbar genau mitzählt, ob es auch genau 23 Stiche gewesen sind, wie es in der Wikipedia steht. Ausserdem sieht so eine brennende Kirche ja immer ganz geil aus. Und wenn der tote Euronymous am Ende ein letztes Mal aus dem Jenseits spricht und den Zuschauer herausfordernd fragt, was dieser im Vergleich zur Geschichte von Mayhem denn kürzlich so gemacht habe, könnte man glauben, dass die 118 Minuten bloss weitere anderthalb Arbeitsstunden an dem Mythos sein wollen, der vermutlich selbst schon in alternativen Reiseführern für Norwegen verbreitet wird. Es ist dabei offensichtlich, dass das Produktions-Team des Films mit Insidern gesprochen haben muss, da die Vorlage viele gezeigte Punkte nicht anspricht. Trotz aller Detailschärfe und einem Blick für die Szene handelt es sich keineswegs um eine Dokumentation und es gibt ebenso Spekulationen wie dramaturgische Eingriffe – etwa, wenn die gezeigten Messerstiche nicht mit dem Obduktionsbericht übereinstimmen. Der Film spricht sein ambivalentes Verhältnis zur Realität an, indem am Anfang davon die Rede ist, dass er auf wahren Begebenheiten und Lügen basiert.
Regisseur Jonas Åkerlund präsentiert eine faszinierend rohe, authentisch brutale und dabei auch noch immens unterhaltsame True-Crime-Story über die Erfinder des True-Norwegian-Black-Metal. Speziell in eher leichten Szenen (Ochsenknecht hat zwei wunderbar witzige Momente, die wir hier aber nicht spoilern wollen) wird klar, welch Herzensangelegenheit die ganze Unternehmung für seinen Macher gewesen sein muss. Nicht ohne Grund begann Åkerlund bereits 1996 damit, sich Gedanken über eine eventuelle Verfilmung der Geschehnisse zu machen. Erst gut zehn Jahre später sollten der «Lords Of Chaos» seinen Titel gebende, im Abspann als Inspiration genannte Sachbuch-Bestseller zweier Journalisten und die sehenswerte Doku «Until The Light Takes Us» erscheinen. Die lange Zeit bis zu seiner Realisierung hat dem Film aber offensichtlich gut getan. Denn «Lords of Chaos» ist Åkerlunds bisher radikalstes, zudem aber auch sein bestes, weil reifstes Kinowerk. Ein Film, den nicht nur abgebrühte Horror- oder Metal-Fans geniessen können und sollten, sondern jeder, der sich für die gelegentlich absurd wirkenden, abscheulichen Abgründe der menschlichen Psyche interessiert. Als Einstieg in die faszinierende, weirde und eben auch brutale Welt des Black Metal taugt «Lords of Chaos» aber auf jeden Fall – trotz, oder gerade wegen seines Trash-Faktors.
Am 24. Oktober 2019 wollen es Linda Hamilton und Arnold Schwarzenegger noch einmal wissen und melden sich in ihren angestammten Rollen als Sarah Connor und T-800 in den Kinos zurück. Für viele ist ihr «Terminator: Dark Fate» schon jetzt das Action-Highlight des Jahres. Mich erstaunt es, dass kein John Conner gecastet wurde. Vielleicht ist dieser Film wirklich die Wendung und Skynet schaft es John zu töten. Das wäre mal ein interessanter Neustart für diese Reihe.
«Dark Fate» knüpft geschichtlich an James Camerons «Terminator 2 – Tag der Abrechnung» an und damit will Deadpool-Regisseur Tim Miller vor allem alteingesessene Franchise-Veteranen abholen, die mit dem modernen Kurs der Vorgänger nicht viel anfangen konnten. Erstmals seit dem zweiten Teil ist wieder James Cameron für die kreative Leitung verantwortlich. «Terminator ist so etwas wie sein Baby, daher hatte er immer ein Auge auf den Dreh», beschreibt Schwarzenegger die Involvierung Camerons. «Es gab einige interessante Diskussionen hinsichtlich bestimmter Dialoge, Looks oder Szenen. Jim und Tim Miller haben das meistens gemeinsam entschieden. Der Film ist bei ihnen in guten Händen.» Das grossangelegte Franchise-Reboot erzählt davon, wie eine freche, junge Mexikanerin namens Dani Ramos von einem neuartigen Terminator verfolgt wird. Das wiederum ruft Sarah Connor auf den Plan. Beide kämpfen an der Seite von Arnold Schwarzenegger und dem Franchise-Neuzugang Mackenzie Davis (Blade Runner 2049, Der Marsianer – Rettet Mark Watney) gegen den neuen, von Gabriel Luna gespielten Terminator. Letzteren kennt man als aktuelle Verkörperung von Robbie Reyes/Ghost Rider in «Marvel’s Agents of Shield». Zuvor spielte der in Texas geborene Amerikaner unter anderem in der El Rey Network-Serie «Matador» oder der zweiten Staffel von HBOs «True Detective» mit.
Ich fand Staffel 2 und 3 noch recht gut. Dann wurden die beiden interessantesten Charaktere verheizt. Die aktuellen Charaktere könnten kaum unsympathischer sein. Vielleicht reisst Dwight es ja raus – wie auch immer, es geht weiter in der Welt von «Fear the Walking Dead».
Mit Austin Amelio mischt sich zum Start der neuen Folgen am 2. Juni 2019 ein weiteres bekanntes Gesicht aus der Mutterserie unter das Feld der Fear-Akteure. Ähnlich wie zuvor schon Morgan Jones soll auch Dwight, die ehemals rechte Hand von Comic-Fiesling Negan, zu einem festen Bestandteil der Ablegerserie ausgebaut werden, die diesen Sommer bereits in die fünfte Runde geht. Ob sich Dwight als Freund oder Feind für die restlichen Überlebenden aus «Fear the Walking Dead» erweist, ist derzeit noch geheim. Doch auch ohne ihn haben es die Überlebenden schon schwer genug. Im mehr als vier Minuten langen Video türmen sich die Untoten buchstäblich auf und mit der Ankunft in unbekannten Gefilden kündigt sich bereits neuer Ärger an… Ihre Premiere feiern die neuen Folgen hierzulande wie immer kurz nach der US-Erstausstrahlung im Programm von Amazon Prime.
Ein imperialer Scouttrooper, der auf einem einsamen Planeten gestrandet ist, jagt einen Jedi, der sich aber bald als einziger Freund herausstellt. Grossartig gemachter Fanfilm von Brendan H. Banks…
Bekanntlich birgt ungeschützter Geschlechtsverkehr viele Risiken und kann schwerwiegende Folgen haben. Beispielsweise eine ungewollte Schwangerschaft oder Geschlechtskrankheiten. So auch in der Serie «Snatchers», die auf dem gleichnamigen Kurzfilm von 2015 basiert. Für das SXSW Film Festival in Texas, welches im März stattfindet, wurde die Serie zu einem Film zusammengeschnitten. Geschrieben wurde diese wahnwitzige Geschichte von Stephen Cedars, Benji Kleiman und Scott Yacyshyn. Regie führten Cedars, Kleiman und Michael Lukk Litwak. Zum Cast gehören Mary Nepi (Sara), Gabrielle Elyse (Hayley), Austin Fryberger (Skyler), JJ Nolan (Kate) und Nick Gomez (Oscar Ruiz).
«Snatchers» ist eine Horrorkomödie im Stil von «Girls Club», «Gremlins» und «Shaun Of The Dead» über Freundschaft, Selbstwertgefühl und Ausserirdische. Laut Bloody Disgusting wurde «Snatchers» deutlich von Sam Raimi inspiriert und die Gore-Szenen würden Raimi und Ash stolz machen. Im folgenden skurrilen Trailer solltet ihr besonders auf die Szene mit dem Mixer achten. Viel Spass!
Sara ist eine der coolen Teenager. Sie hat die richtigen Freunde, macht die richtigen Witze… und hat Angst, ihren Status in der Schule und Der Clique zu verlieren. Sie, bzw ihr Status, wäre viel sicherer, wenn sie ihren superheissen Ex Skyler zurückgewinnen könnte. Er hat jedoch kein Interesse, wenn sie nicht den nächsten Schritt machen. Sara beschließt den ungeschützten Sex mit Skyler zu wagen. Doch bald merkt sie, dass Skyler nicht einfach nur ein normaler, notgeiler Teenager ist. Etwas hat sich bei seiner Reise nach Mexiko geändert. Etwas… Ausserirdisches! Sara wacht am nächsten Morgen auf und muss erschrocken feststellen, dass sie scheinbar im neunten Monat schwanger ist. Und nicht nur das… Es ist ein ausserirdisches Baby, ein Alien, das raus will. Sara wendet sich an die einzige Person, der sie vertrauen kann, ihre nerdige Freundin Hayley. Die Mädchen erkennen bald, dass dieses Alien-Problem erst der Anfang ist. Sie müssen gegen eine ausserirdische Bedrohung zu kämpfen, während Sara hofft, dass ihre Mutter und ihre Freunde nichts von ihrem Nachwuchs erfahren. Es ist eine Geschichte, in der ein Teenager zu sich selbst findet und lernen muss ihre Entscheidungen zu akzeptieren… Indem sie Aliens tötet und die Welt rettet!
Ein nasser Hund, der sich in Zeitlupe trocken schüttelt, ist jetzt auch nicht gerade sexy – interessant anzuschauen ist es dennoch. Und ausserdem sieht man bei der Zeitlupe natürlich auch Details, die sonst für das menschliche Auge kaum bis gar nicht wahrnehmbar sind.
Watch some of the most stunning slow motion footage of animals (including dogs, cats, eagles, porcupines, insects) – and notice the details usually invisible to the human eye!
ARTE hat basierend auf dem französischen Webcomic-Blog «Tu mourras moins bête» von Marion Montaigne die lustige, animierte und vor allem wissenschaftliche Reihe «Wer nicht fragt, stirbt dumm» umgesetzt. Darin erklärt uns Professor Schnauzbart wieso weshalb warum gewisse Dinge so sind, wie sie sind, oder eben nie so sein werden, wie wir es gerne hätten. Science Fiction-Formate waren schon seit jeher ihrer Zeit voraus, doch es dürfte bei der Erstellung eines Lichtschwertes noch eine ganze Weile dauern, bis wir tatsächlich mit so etwas umherfuchteln können. Vielleicht ist das auch besser so…
Die Mitglieder der US-Band Death Ray Vision lassen sich im Clip zu «Just Let It Die» von einigen Wrestlern so richtig vermöbeln. Der Song stammt vom aktuellen Album «Negative Mental Attitude»…
Epicurious hat dem erfrischenden Nachtisch unter die Lupe genommen und Expertin Jeni Britton Bauer zum Geschmackstest beordert, die uns sagt, worauf man beim Eisessen achten sollte, wenn es um die Qualität geht.
In this episode of ‚Price Points‘, Epicurious challenges ice cream expert Jeni Britton Bauer to guess which one of two ice creams is more expensive. Jeni breaks down vanilla ice cream, chocolate ice cream, strawberry ice cream, coffee ice cream, mint chocolate chip ice cream, and birthday cake ice cream. For each flavor, Jeni looks at, smells, and taste tests before guessing which ice cream costs more. Once the prices are revealed, she explains why.
Cameron Sun hat mit einigen Freunde in zwei Tagen diesen Kurzfilm zusammengestellt, in dem der Red Power Ranger in ganz Los Angeles auf Parkour geht. Die Postproduktion nahm eine Woche in Anspruch und offenbar hatten sie viel Spass dabei…
Das folgende Video enthält brutalste Szenen polizeilicher Gewalt gegen das eigene Volk – und zwar als oscarreife Schwalbe….

Im Sketch-artigen Kurzfilm «The Friends» von Sam Molleur treffen sich zwei Bekannte, die sich total gut kennen und wissen, wer der jeweils andere ist. «The Friends» ist die erste Episode aus der Reihe «Lost As Ever«, die einige andere schöne Alltags-Beziehungsdinge auf unterhaltsame Art verarbeitet.