DBD: Exit 63 – SpiralArms

Aus ihrem aktuellen Album „Freedom“ stammt der vorliegende Song „Exit 63“. SpiralArms ist einfach ne geile Band, die es versteht eine coole Athmosphäre zu schaffen. Rocksound wie er eben sein soll. Im Oktober geht es wieder ins Studio und Anfang 2015 gibts dann einen neuen Longplayer, den dritten. Letztes Jahr waren die Jungs in der Schweiz mit Scorpion Child unterwegs, hier gehts es zum Konzert Review, und ich hoffe, dass es bald wieder klappt mit einem Gig in der Schweiz!

Vorschaubild
SPIRALARMS - EXIT 63 (official video)

DBD: Dropping Like Flies – SpiralArms

Heute für euch eine grossartige Band, mit einem fantastischen Sound, der Live noch einiges besser rüberkommt und ich kann nur jedem das Album „Freedom“ wärmstens ans Herz legen! Ein Album dass den Geist des puren, harten Rock wieder herauf beschwört und vom ersten bis zum letzten Ton Freude bereitet…

Vorschaubild
SpiralArms - Dropping Like Flies (OFFICIAL VIDEO)

Poor Man Prophet, A Rich Man’s Slave
Loss Of Vision, You Lost Your Way
Big Black Car, Dead Beauty Queen
Overdosing To Make The Scene

The Deed Has Been Done
And Then There Were None
Pale Moon In The Sky, Yeah
They’re Dropping Like Flies

Jet Set Pauper, Yeah A Real Dope Fiend
Through The Motions Getting Clean
Open Casket, A Needles Dream.
Can’t Remember, Just What You Mean

The Deed Has Been Done
And Then There Were None
Pale Moon In The Sky, Yeah
They’re Dropping Like Flies

Brother, Don’t You Listen
Took A Bullet To The Head, Rock N Roll Is Dead
Sister, Don’t Believe Them
Yeah They Sold There Souls, But Not For Rock N Roll
It’s Dead

The Deed Has Been Done
And Then There Were None
Pale Moon In The Sky, Yeah
They’re Dropping Like Flies

Album Review: SpiralArms – Freedom

Die US-amerikanischen Hard Rocker „SpiralArms„, die Stoner Rock-Band um Gitarrist Craig Locicero, haben im Sommer 2013 einen weltweiten Vertrag unterschrieben und nun wird im Oktober ihr zweites Studioalbum mit dem Titel „Freedom“ erscheinen. So mancher europäische Rockfan mag „SpiralArms“ noch nicht kennen, doch dies wird sich schon in Kürze ändern! Denn das amerikanische Sextett ist der Inbegriff einer rassigen Rockgruppe, die Tradition mit Moderne mischt und auf ihrem zweiten Album Freedom ein wahres Feuerwerk an fabelhaften Rocksongs abfeuert. „Freedom“ hat alles, was heutige Fans lieben: Starke Gitarrenriffs, packende Hooks, ein Gesang der durch Mark und Bein geht und Grooves, die jeden Muskel im Körper zum Zucken bringen.

SpiralArms - Freedom

Seit dem 15. Lebensjahr sind Tim Narducci und Craig Locicero eng befreundet und glühende Fans von Heavy Metal und Hard Rock. Rückblickend betrachtet seien sie vermutlich „die Jüngsten der Metal-Szene an der amerikanischen Ostküste gewesen, die nach dem Besuch von Testament- und Exodus-Konzerten im Park abhingen und Bier tranken“, erinnert sich Locicero. Ohne den freundschaftlichen Kontakt zueinander zu verlieren trennten sich zunächst ihre Wege und führten sie zu unterschiedlichen Bands. Jahre später, nach grossen Erfolgen und wichtigen Erfahrungen mit ihren eigenen Formationen, beschlossen Locicero und Narducci, eine gemeinsame Gruppe zu gründen und 2004 „SpiralArms“ aus der Taufe zu heben. Nach einigen personellen Veränderungen kristallisierte sich im Laufe der Zeit ein festes Line-Up heraus, das heute aus Chris ‚Cornbread‘ Lombardo (Bass/Gesang, vormals Vicious Rumors), Brad Barth (Keyboards), Anthony Traslavina (Gitarre) und Ron Reeden (Schlagzeug, Ex-Esseness) besteht.

SpiralArms

Aus meiner Sicht ist Musik immer dann am besten, wenn man ihr anmerkt, dass keine berechnenden, finanziellen Interessen dahinterstecken, sondern einzig und alleine die Liebe zur Musik. Damit kann man zwar in den heutigen Zeiten nur in den wenigsten Fällen auch tatsächlich genügend Geld verdienen, um davon zu Leben. Aber das schreckt echte Musiker nicht ab, weil sie es wegen der Liebe zur Musik machen. Ein Sextett, dem man diese Hingabe sofort anmerkt, sind „SpiralArms“ und dabei hat zumindest einer von ihnen bereits am Erfolg im Musikbusiness schnuppern dürfen: Gitarrist Craig Locicero gehört seit Jahren zur Besetzung der Bay Area Thrash-Veteranen „Forbidden“. Aber mit dieser Art Musik haben „SpiralArms“ mal so gar nichts gemein. Die Musik könnte unterschiedlicher nicht sein, zumal „SpiralArms“ mit Thrash ganz und gar nichts am Hut haben. Man hört den Einfluss der grossen 70s-Helden wie „Black Sabbath“ oder „Led Zeppelin“ heraus, erkennt aber auch sehr deutliche Parallelen zu „Alice in Chains“ oder den frühen „Stone Temple Pilots“.

SpiralArms

Nach zwei Demos zwischen 2004 und 2007 entstand 2010 ihr Debütalbum „Highest Society“, mit dem „SpiralArms“ mehr als nur Duftmarken setzen konnten und Plattenfirmen in aller Welt auf sich aufmerksam machten. „Die Scheibe entstand über einen längeren Zeitraum, weshalb sie möglicherweise nicht ganz so kompakt und homogen wie unser neues Album Freedom klingt“, erklärt Narducci, der die aktuellen Songs auch produziert hat. „Freedom ist im Vergleich zu unserem Debüt einerseits simpler und mehr aufs Wesentliche fokussiert, andererseits noch konsequenter an unseren eigenen musikalischen Vorbildern á la Led Zeppelin oder Black Sabbath orientiert. Es hat zudem eine bluesige, raue und sehr vitale Ausrichtung.“ In der Tat sind „SpiralArms“ in den zurückliegenden drei Jahren weiter gereift. „Wir haben uns spürbar weiterentwickelt“, bestätigt Locicero, „man hört, dass alle Bandmitglieder ausserordentlich gute Instrumentalisten und noch entspannter und cooler als früher sind. Als junger Musiker ist man noch etwas unsicher, aber jetzt sind wir alle sehr selbstbewusst und uns unserer Sache absolut sicher. Wir schreiben Songs, die zunächst nur uns selbst gefallen müssen. Es ist eine immer wieder erstaunliche Erfahrung, dass gerade diejenigen Songs am besten funktionieren, die man eigentlich für sich selbst geschrieben hat.“

SpiralArms

Und diesem Einfluss tragen „SpiralArms“ in ihrem Sound deutlich Rechnung, in dem sie einen Keyboarder in der Band haben. Dieser sorgt immer mal wieder für überraschende musikalische Schlenker, wie etwa direkt im Opener „Dropping Like Flies“, wenn er mit seinem Piano der Gitarren-Wand einfach mal in die Parade fährt und ein überraschendes Break einläutet. Das ist in dieser Form schlichtweg genial und bereichert den Song ungemein. Ein ähnliches Kunststück gelingt ihm bei „Exit 63“, das ohne das Keyboard wohl eher etwas unspektakulärer wäre, in dieser Form aber einfach nur grandios ist. Der Sound wird aber dennoch von den beiden Gitarristen, dem extrem tief tönenden und dabei trotzdem leicht swingenden Bass und dem ungemein groovenden Schlagzeug beherrscht. Gerade die beiden letzten Elemente verbinden den Sound der „SpiralArms“ mit dem von „Black Sabbath“, denn Geezer Butlers Basslinien und das Spiel von Bill Ward waren von fundamentaler Bedeutung für den Erfolg der Briten. Und auch bei dem amerikanischen Sextett bilden die Beiträge von Chris Lombardo und Ron Reeden das Fundament, auf dem sich die übrigen Musiker nach – und mit absolut hörbarer – Lust und Laune austoben.

Vorschaubild
SpiralArms - Dropping Like Flies (Official)

Erwähnenswert ist auch die sehr erdige und lebendige Produktion von „Freedom“. Das Album versprüht eine Lebendigkeit, die vielen anderen Gruppen im Studio verloren geht. „Wir arbeiten im Studio immer als komplette Band“, erklärt Locicero, „die Basic Tracks der neuen Scheibe wurden in gerade einmal 16 Stunden aufgenommen, der Rest entstand dann zwar nach und nach, aber immer im gleichen Geist. Von Beginn an haben wir das besondere Flair der neuen Songs und unsere Vision nie aus den Augen verloren.“ Dabei ist es insgesamt überraschend, wie authentisch es der Band auch auf ihrem zweiten Album wieder gelingt, den ursprünglichen, unverbrauchten und extrem rauen Charme der frühen Phase von Hard Rock und Heavy Metal in die Moderne zu transportieren, ohne dabei antiquiert zu klingen. Der grandiose Opener dieser CD ist nicht der einzige starke Track des Albums, sondern vielmehr der Auftakt zu einer musikalischen Reise in die vielfältige, bunte Klang-Welt des harten Rock. Hier klingen die eingesetzten Talk Boxen nicht billig oder peinlich, die Attitüde nicht aufgesetzt. Hier wird mit vollem Herzen gerockt, ohne auf Verkaufszahlen zu schielen und ohne eine Standard-Ballade für das Radio einzupacken. Aber gerade diese Herangehensweise, der Verzicht auf das Formelhafte, der Mut und die Lust am puren Rocken sind die Trümpfe des gelungenen Albums.

SpiralArms

„Freedom“ beschwört den Geist des puren, harten Rock wieder herauf und bereitet vom ersten bis zum letzten Ton Freude. Auch positiv zu erwähnen ist die handwerklich wirklich herausragende Umsetzung, das groovige Zusammenspiel und die authentisch gehaltene Produktion, die herrliches Südstaaten-Flair atmet. „Freedom“ wird seinen Weg gehen, soviel steht schon jetzt fest, zumal „SpiralArms“ so schnell wie möglich auch in unseren Breiten touren wollen: „Wir hoffen, spätestens im kommenden Frühjahr auch nach Europa zu kommen. Die positiven Reaktionen unseres Auftritts beim Graspop 2007, als wir die einzige Band des Festivals ohne Plattenvertrag waren, haben wir nicht vergessen und können es kaum erwarten, erneut in Europa zu spielen.“

Tracklist:

  1. Dropping Like Flies
  2. Hold Me To The Sky
  3. Exit 63
  4. Blackmoon Morning
  5. Drugs & Alcohol
  6. Dealer
  7. Lovers Leap
  8. Tomorrow’s Dream
  9. Freedom
  10. Bonus track

  11. I Lay Low
Album Review: SpiralArms - Freedom
8.5 Total
0 Besucherwertung (0 votes)
Originalität9
Tempo7
Musikalische Fähigkeiten10
Gesang9
Songtexte9
Substanz8
Produktion8
Langlebigkeit8
Bewertung der Besucher Wie bewertest Du?
Sort by:

Be the first to leave a review.

User Avatar
Verified

Show more
{{ pageNumber+1 }}
Wie bewertest Du?