Im Nordtessin bei Piotta steht an einem Berghang das „Sanatorio del Gottardo“, ein riesiges, verlassenes Gebäude, das rüher als Krankenhaus für Tuberkolose Patienten diente. Infolge des Rückgangs der Lungenkrankheiten wurde der Betrieb vor über 50 Jahren eingestellt. Seither ist es verlassen – und man hört immer wieder Geistergeschichten über den Prunkbau.

Das einst herrschaftliche Sanatorium, welches aus drei Gebäuden bestand, einem Hauptgebäude, einem Ärztehaus und einem Waschhaus, steht seit über 50 Jahren leer und wird mehrheitlich von äsenden und blökenden Vierbeinern zwischengenutzt. Das Sanatorium nahm 1905 seinen Betrieb auf und heute kann die Einrichtung der Räumlichkeiten – der 76 Krankenzimmern, des Frühstückssaals, des Aufenthaltsraums, der Sanitäranlagen, der Auf- und Abgängen – nur erahnt werden.

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Immer wieder hört man Geistergeschichten über den Prunkbau. Gequälte Seelen, gefangen im ehemaligen Totenkeller, höre man in stillen Nächten bis ins Tal schreien – so sagt man. Ein Besucher berichtete zum Beispiel in einem Forum davon, wie sich sein Auto auf dem Weg zum Sanatorium plötzlich von selbst auf der Strasse quer stellte. Er meinte, das etwas verhindern wollte, dass er sich dem Haus nähert. Auch gibt es einige Berichte, welche sagen, dass Hunde zu hören sind oder allgemein seltsame Dinge geschehen. Ein Mann meinte, dass sein Auto durch Geisteskraft gelenkt wurde, als er mit seinem Kollegen vor dem Haus stand.

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Lars hat am 18.02.2018 diesen Ort besucht und dies auf Video festgehalten. Auch auf ihn wirkte die Heilstätte sehr mysteriös, aber nicht negativ. So hat er sich aufgemacht und die Räumlichkeiten erforscht. Es hängen nur noch sporadisch Türen in den Angeln, die Fenster sind mehrheitlich verbarrikadiert und die Gerätschaften und das Inventar wurde entfernt. Nach ca. 30-40 Minuten hatte er bereits alles erkundigt und war irgendwie auch froh von dort wegzukommen…





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