Demon Girl - Das Böse lebt in ihr

In Demon Girl - Das Böse lebt in ihr muss eine Gruppe Verbrecher feststellen, dass sie ihr Opfer besser nicht hätten entführen sollen.

20171 h 26 min
Kurzinhalt

Hazel (Sharni Vinson), Ade (Steven John Ward), James (Gustav Gerdener) und Mark (Zino Ventura) tüfteln einen Plan aus, der ihre Brieftaschen um einiges füllen soll. Das befreundete Quartett will die Tochter eines wohlhabenden Diamantenhändlers (Ter Hollmann) entführen, um ihn zu erpressen. Mit den erbeuteten Edelsteinen stünde ihnen die Welt offen. Katherine Hudson (Carlyn Burchell) stellt sich zunächst auch als leichtes Ziel heraus – doch nachdem sie die junge Frau in ihre Gewalt gebracht haben, geht alles gnadenlos schief. Der Händler und seine Ehefrau (Gina Shmukler) sind einfach nicht erreichbar und mit dem Entführungsopfer stimmt etwas ganz und gar nicht: Ein furchterregender und blutrünstiger Dämon scheint in Katherines Innerem zu wohnen. Dieser treibt ein tödliches Spiel mit Hazel und ihren Freunden. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt…

Metadaten
Titel Demon Girl - Das Böse lebt in ihr
Original Titel From a House on Willow Street
Regisseur Alastair Orr
Laufzeit 1 h 26 min
Starttermin 24 März 2017
Website
Detail
Film-Details
Bewertung In Ordnung
Bilder
Trailer

Aus Bösewichten werden schnell selbst Gejagte und ein scheinbar einfacher und leicht zu bewältigender Plan eskaliert zu einem Horror-Trip, der alle Voraussagen ad Acta legt. Regisseur Alastair Orr würzt diese Idee in seinem Horror-Schocker „Demon Girl“ mit einer ordentlichen Prise Blut und Okkultismus.

Tiberius Films hat sich dem Film für eine Veröffentlichung auf dem deutschen Markt angenommen und ihn auch gleich von „From a House on Willow Street“ in den leichter von der Zunge rollenden „Demon Girl“ umbenannt. Die professionelle Optik des Films erfreut das Fan-Herz, doch beim genaueren Blick unter die Haube tritt schnell Ernüchterung auf, denn „Demon Girl“ ist alles andere als perfekt. Wie schon in einigen Vorgängern dieses Filmes kämpfen hier abermals dumme Protagonisten gegen das Böse und schlagen es trotz geistiger Umneblung am Ende in die Flucht. Neu ist im direkten Vergleich das Gespür fürs Visuelle. In „Demon Girl“ sind makellose Hochglanzaufnahmen zu sehen, die es gut und gerne mit Horrorproduktionen grosser Studios aufnehmen können. Der aus einer Hand voll Personen bestehende Cast besteht zu einem grossen Teil aus eher unerfahrenen Darstellern. Einzig Sharni Vinson als Hazel dürfte vielen als Erin aus dem Home-Invasion-Kracher „You’re Next“ bekannt sein. Für manche der Hauptdarsteller ist dies sogar ihr Spielfilmdebüt.

Eigentlich hätte aus „Demon Girl“ fesselnder Horror werden können, der bis in den Schlaf verfolgt. Leider macht die zweite Filmhälfte aus diesem Horrorthriller dann doch nur eine übertriebene Gruselachterbahn ohne tieferen Sinn, die aber immerhin ohne Längen daher kommt. Während Regisseur Alastair Orr in den ersten 45 Minuten Spannung durch mysteriöse Vorfälle aufbaut, die auf subtilen Grusel mit Hirn hoffen lassen, lösen sich Vorfreuden spätestens ab der Halbzeit in Luft auf. Genau das Gegenteil flimmert nämlich über die Mattscheibe und dürfte Feingeister die Haare zu Berge stehen lassen. So wird aus einer unheimlichen Entführung plötzlich vorhersehbarer Dämonen-Horror, der sich zu sehr den Konventionen des Horrorkinos unterwirft und sich in einem faden Brei aus Klischees und Effekthascherei verfängt. Hier hätte man mehr draus machen können, zumal dem Drehbuch in den letzten Zügen auch noch die Ideen ausgehen und die immer gleichen Spezialeffekte aus der Effektkiste gekramt werden. Da schweben besessene Zombie-Freunde durch die Luft und dämonische Wurmparasiten krabbeln aus Mündern, weil sie nach neuen Wirtskörpern suchen.

Weil die immer gleichen Effekte zelebriert werden und die Helden auch noch spannungsarm vor einem Dämon in Menschengestalt flüchten müssen, versinkt „Demon Girl“ schnell in der Belanglosigkeit. Das hat man irgendwie alles schon mal besser gesehen, wobei ich an dieser Stelle noch einmal die Horrorstreifen „Don’t Breath“ und „The Autopsy Of Jane Doe“ in Erinnerung rufen möchte. Bei genauerer Betrachtung ist „Demon Girl“ nichts anderes, als ein Mix genannter Grusel-Hits. Leider erreicht der Film nicht mal annähernd jene Qualitäten. Leider schafft es der in Südafrika gedrehte „House on Willow Street“ auch nicht aus der Masse wirklich hervorzustechen. Wer jedoch auf der Suche nach einem anspruchslosen Grusler ist und sonst schon alles gesehen hat, kann durchaus einen Blick wagen.



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